Der Westen braucht die Türkei nicht

Von | 3. August 2016

“……During the Cold War, Turkey’s importance was bolstered as NATO’s southern flank. Turkey leveraged its geography and received the better end of the deal with cumulative military aid worth tens of billions of dollars, military training by our best and brightest, as well as an Article 5 security guarantee. Today there is no Soviet Union, and Turkey looks to dominate its surrounding countries by having a NATO skirt to hide under should things get heated. Turkey needs us far more than we need them. Turkey needs to be sobered up before it makes a bigger mockery of the United States, NATO and Europe—or, worse yet, before they force the West into a confrontation based solely on Turkish national interests, which seems to be the revival of the decrepit Ottoman Empire.” (hier)

7 Gedanken zu „Der Westen braucht die Türkei nicht

  1. sokrates

    Halte das Geruecht dass die CIA hinter demPutsch steht fuer ganz plausibel! Wer hat Interesse daran, dass die Tuerkeisich vom laizistischem Prinzip abwendet und aggressiver Moslemstaat wird? DIE Nato sicherlich nicht!
    DerPutsch war derart dilletantisch; Kein Politiker mit ” neuem Konzept” hat sichan die Bevoelkerung gewandt!
    Somit koennten sehr wohl US offiziere dahinter stehen, die ihre Unfaehigkeit schon oft bewiesen haben! Es genuegr heute einfach nicht mehr strategische Punkte zu besetzen!
    Sollte die Tuerkei jetzt aus der Nato austreten wollen -und das wird in der Tuerkei diskutiert -(auf Grund der Beteiligung der USA an den Putsch?) Dann wird das globale Kartenspiel neu gemischt!

  2. Lisa

    Zu Zeiten des Kalten Krieges war man um die Türkei als Natomitglied froh – Pufferzone. Die Russen werden sich freuen, dann einen so bauernschlauen, hinterlistigen, vertragsbrüchigen, geldgierigen, muslimischen und rückwärts gewandten Waffenbruder zu bekommen. Pufferzonen braucht es in Zeiten von Luftkriegen und atomarer Bedrohung eh nicht mehr. Grenzen verlaufen heute nicht mehr am geografischen Rand der Nationen, sondern innerhalb dieser (zBeispiel Parallelgesellschaften) . Eigentlich absurd: heute verlangt schon jeder Knirps, dass man seine “Grenzen” respektiere, jede Frage/Bemerkung wird schon als “Übergriff” und “Einmischung” empfunden, während man anderseits in einem anonymen Internet grenzenlos Intimstes öffentlich macht und die echten Grenzen, die geografischen, völlig egal sind…

  3. gms

    Angesichts des aktuell stattfindenden martialischen Aufmarsches der Nato im Baltikum, in Polen und Rumänien bleibt unbeantwortet, was der Verweis auf den kalten Krieg veranschaulichen soll. Daß der kalte Krieg tatsächlich vorbei sei, nachdem er inzwischen wieder lauwarm wurde?

    Nicht minder ratlos läßt den Leser folgender Absatz zurück: “Under NATO’s umbrella, Turkey has made its southern border all but nonexistent, allowing the free flow of weapons, militants and mercenaries into Syria and the Middle East with no regard for the consequences. This irresponsible policy helped create the breeding grounds for ISIS and the Al Qaeda offshoot Jabhat al-Nusra—both groups Turkey should regret supporting because of the wave of terror attacks the country experienced this past year [..]”

    War also NATO’s Sonnenschirm die perfekte Tarnkappe, unter der die Türkei sich verstecken konnte und niemand etwas von den gleichfalls genannten “proxy terrorist groups to advance its foreign policy” bemerkten, etwas, was die vereinigten Staaten, hätten sie’s zufällig erfahren, niemals geduldet oder gar selbst praktiziert hätten?
    Es mag schon sein, daß eine Schlagzeile wie: “Der Westen braucht die Türkei nicht”, dermaßen verlockend ist, um den Artikel im Blog zu verlinken, aber in der Gesamtsicht kommen eher Bilder nach einer Handfläche, einer Stirn und deren heftiger Kontaktaufnahme auf, sofern man nicht völlig andereren Lesarten folgt, die wiederum einander nicht ausschließen:

    1) Nicht die Türkei hat ihre Schuldigkeit getan, sondern Erdogan die seine.
    2) Betreffend Nahost und insbesondere Syrien gibt es seitens der USA einen Strategiewechsel, ..
    a) .. weil das Ziel erreicht wurde
    b) .. weil man das Ziel als unterreichbar aufgab und sich nun um Schadensbegrenzung bemüht.
    3) Die USA verlieren putschbedingt aktuell Einfluß auf das türkische Militär.

    Das Verhältnis Türkei-Russland entspannte sich und Assad ist in Syrien am aufsteigenden Ast. Den “moderaten Rebellen” dort stehen harte Zeiten bevor, weshalb die kommenden Wochen oder Monate die eine oder andere Vorentscheidung bringen könnten, was wiederum das Aufpoppen eigentümlicher Wortmeldungen zur medialen Stimmungsmachung erklärt. Also einigen wir uns artig auf die Erklärung, wonach der nahe Osten versaubeutelt wurde und allein die Türkei dafür verantwortlich war, die deshalb aus der Nato raus muß, weil deren guter Ruf unter weiteren unbemerkten Alleingängen seiner Mitglieder Schaden erleiden würde. Gut so?

  4. Fragolin

    Neulich im Neo-Osmanischen Kalifat:
    http://www.oe24.at/welt/Sie-werden-betteln-Toetet-uns/245881870
    Zitat Wirtschaftsminister Nihat Zeybeki: “Wir werden sie in Löcher stecken, und in diesen Löchern werden sie eine solche Bestrafung erhalten, dass sie bis zu ihrem letzten Atemzug die Sonne nicht mehr sehen werden… Sie werden keine menschliche Stimme mehr hören. ‘Tötet uns’, werden sie betteln.”
    Das ist demokratischer Rechtsstaat Marke Osmanisches Kalifat. Erinnert stark an Nordkorea.

  5. wbeier

    @gms
    Stolze Ansage: >3) Die USA verlieren putschbedingt aktuell Einfluß auf das türkische Militär.<
    Sehen sie sich die Rüstung und das Material der zweitstärksten Armee innerhalb der NATO einmal an. Ohne Support von Uncle Sam fährt in kürzester Zeit kein Panzer mehr und fliegt kein Flieger. Wer diese gigantische Armee finanziert – immerhin 640T Mann Friedensstärke – lassen wir einmal dahingestellt. Die enormen Kosten lassen sich wohl nicht durch Teppichknüpfen, Tourismus und Döner Kebap reinspielen. Wie war das mit dem Schurken? Wurscht, Hauptsache es ist UNSER Schurke.

  6. mariuslupus

    Welcher Westen ? Gibt es noch einen Westen der diesen Begriff verdient ? Dieser “Westen” ,biedert sich doch bei jeder Gelegenheit beim Erdogan an. Warum sollte Erdogan bei dieser Beweihräucherung nicht megalomanisch werden ?
    Der Westen braucht die Türkei nicht. Das ist einen Tatsache. Aber, wer sagt es Obama ?
    Die Russen brauchen die Türkei auch nicht. Und Putin weiss es.

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