Deutsche Bundesbank im Notfall für Teilenteignung Vermögender

“….Rettungsschirme, billiges Notenbankgeld und ein Schuldenschnitt haben kriselnde Euro-Länder vor dem Kollaps bewahrt. Für die Zukunft will die deutsche Bundesbank auch die Vermögenden der Krisenländer einbeziehen – über eine besondere Abgabe, falls sich die Lage wieder zuspitzt….” (hier)

5 comments

  1. Christian Peter

    Dieses Ansinnen ist nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn man bedenkt, dass Griechen, Spanier und Portugiesen deutlich vermögender sind, als Deutsche und Österreicher : Besser Südländer enteignen als die Steuerzahler Nordeuropas. Sicherlich würde es aber reichen, in den Südländern einfach Steuern einzutreiben : Die Schattenwirtschaft in den PIGS hat einen Anteil von etwa 25 % am BIP.

    http://kurier.at/wirtschaft/finanzen/ezb-studie-buerger-in-krisenlaendern-haben-mehr-vermoegen-als-oesterreicher/8.252.933

  2. Wettbewerber

    @Christian Peter

    Ihre Logik hat was für sich. Wir haben es mit zwei Arten von Ländern zu tun: Die einen (wie z.B. DE, AT, NL usw.) werden traditionell von Gaunerregierungen geleitet, die regelmäßig weit mehr ausgeben. als sie sich leisten können. Die anderen (sogenannte PIIGS) werden traditionell von noch weit schlimmeren Gaunerregierungen geleitet. Da macht es dann durchaus Sinn, zwischen den Bürgern dahingehend zu differenzieren, dass sich z.B. Bürger Griechenlands und Portugals für die Eskapaden der erwähnten Gauner enteignen lassen müssen, während das dicke Ende für die Deutschen und für uns Österreicher halt erst ein paar Jahr(zehnt)e später eintritt und die große Enteignung erst dann beginnt. Durchaus logisch.

    Ich habe aber einen anderen Vorschlag: Die Bürger, hüben wie drüben, die absolut nichts für die Gaunereien ihrer Regierungen können, zahlen nach Vorbild Islands (ist dort wirklich so abgelaufen!) einfach gar nichts für diese Gaunereien, und geschoren werden diejenigen Unbelehrbaren, die doch tatsächlich den jeweiligen Staaten z.B. in Form von Anleihen all de erwähnten Gaunereien über die Jahre hinweg fröhlich finanziert haben.

    Das müsste Ihnen eigentlich auch extrem sympathisch sein, denn die “Hauptübeltäter” dessen sind natürlich die diversen (Groß-)Banken, die dann allesamt sich wiederum beim Steuerzahler anstellen müssten, um den ansonsten absolut sicheren, endgültigen Kollaps abzuwenden. Nur sollte man dann nicht wieder so dumm sein, ihnen einen 100%-Persilschein auszustellen wie bisher.

    Man wird ja noch träumen dürfen.

  3. Christian Peter

    @wettbewerber

    glauben Sie, es macht einen Unterschied, ob man durch Steuererhöhungen, niedrige Zinsen, Geldentwertung (Druckerpresse) oder Sonderabgaben enteignet wird ?

  4. FDominicus

    Egal wer was wann wo wie anders behauptet. Enteignung ist Diebstahl. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

    Ich bin der Meinung es sollte auch Banken geben dürfen, die die Gelder Ihrer Kunden als Anderkonten führen. Geht die Bank pleite, gehen die Guthaben nicht verloren sondern es trifft genau die, die auch den Rahm abschöpfen durften und/oder die sich bewußt entschieden hatten, Ihr Geld der Bank zur Verfügung zu stellen.

    Soweit mit bekannt gibt es weltweit nicht eine Bank die so “opereiert”. Was ich mir eigentlich nur dadurch erklären, kann das dem wohl irgendwelche Gesetze gegenüber stehen. Ich wäre weiterhin wirklich gespannt über eine Bank die ein nicht Fiat-Geld anbietet. Die bisherigen Versuche wurden von staatlichen Einrichtungen torpediert (meist mit dem Argument der “Geldwäsche”)

  5. FDominicus

    @Wettbewerber
    “Die Bürger, hüben wie drüben, die absolut nichts für die Gaunereien ihrer Regierungen können, zahlen nach Vorbild Islands (ist dort wirklich so abgelaufen!) einfach gar nichts für diese Gaunereien, – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=26783#comments

    Das ist so nicht gelaufen. Alle Isländer haben mit einer 18 % Inflation bezahlen müssen und Kapitalverkehrskontrollen. Über die Geschichte und den “Wahnsinn” Islands kann man hier etwas nachlesen. http://mises.org/books/deep_freeze_howden.pdf

    Das ganze in Island läuft auch unter Versagen der Politik und speziell auch dem Versagen von Zentralbanken.

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