Deutsche Medien: Die ewige „Israelkritik”

(Von Alex Feuerherdt) Aus den israelischen Parlamentswahlen ist Benjamin Netanjahu erneut als Sieger hervorgegangen. Das hat in einigen deutschen Medien zu Kommentaren geführt, die nicht einmal vor NS-Vergleichen und antisemitischen Stereotypen zurückschreckten. mehr hier

2 comments

  1. Franz Meier

    Ja, die Deutschen zelebrieren viele Gedenkfeiern für den Holocaust, sie stellen gerne weitere Mahnmale für das Verbrechen der Ermordung von sechs Millionen Juden auf. Das gibt Persönlichkeiten wie dem Bundespräsidenten, der Kanzlerin und anderen Politikern und Personen des öffentlichen Lebens immer wieder Gelegenheit sich zu profilieren. Leider sind das alles hohle Gesten, ihre Reden und Ansprachen sind hohle, verlogenen Worte und Worthülsen. Nicht mehr und nicht weniger. Viele Deutsche sind heute Antisemiten genau wie ihre Vorfahren, daran ändern die vielen Gedenkfeiern und Ansprachen gar nichts. In den internationalen Gremien stimmen die Deutschen regelmässig gegen Israel. Der deutsche Durchschnittsbürger wurde von seinen Lehrern, Journalisten, Medien und seinen Politikern zu einem Israelhasser erzogen und ausgebildet. Der deutsche Durchschnittsbürger spricht dem Staat Israel das Recht sich zu verteitigen vollkommen ab. Der deutsche Durchschnittsbürger will stets nur die Aktionen des Staates Israel sehen – die Aktionen der radikalen Araber, der radikalen Palästinenser, der Islamisten, der Hamas, der Hisbollah blendet der deutsche Durchschnittsbürger aus. Genauso blendet er das vollständige Versagen der gesamten muslimischen Welt aus, ein nachhaltiges Staatswesen, nachhaltige Demokratien aufzubauen, die auf dem Prinzip der Menschenrechte und der Gleichberechtigung von Mann und Frau basieren. Die deutschen Journalisten und Pressefotografen liegen im Gazastreifen und im Westjordanland 24 Stunden/365 Tage im Jahr auf der Lauer nach “guten” Bildern und anti-israelischen Berichten. Wovon man nur beiläufig und gelegentlich hört und liest: Von dem Diebstahl der Westsahara durch die Marokkaner, von der Unterdrückung der Berber in Marokko und in Algerien, von der Ermordung, Vergewaltigung und Vertreibung hunderttausender schwarzer Sudanesen in Darfur durch die muslimischen Janjaweed Milizen, von den ständigen und systematischen Angriffen der muslimischen Al Shabab Milizen in Somalia und Kenia, von den ständigen Gräueltaten der muslimischen Boko Haram in Nigeria/im Tschad/in Kamerun, von den ständigen Angriffen und Bombenattentaten der muslimischen Taliban in Pakistan. Wenig hört man auch über die Ermordung vieler Hazara in Afghanistan durch die sunnitischen Taliban. Gar nichts liest und hört man über die Vertreibung und Ermordung vieler Christen im muslimischen Raum – ein sehr heikles Thema. Das alles beschäftigt die sabbernden und tropfenden deutschen Journalisten und Pressefotografen irgendwie gar nicht so sehr. Seltsam, wie da mit unterschiedlichen Massstäben gemessen wird.

  2. aneagle

    Bei noch so nüchterner Islamkritik heißt es reflexartig, der Kritiker sei Islamophob.
    Bei noch so geifernder Israelkritik heißt es reflexartig. Kritik unter Freunden muß möglich sein.

    Das ist Deutschlands sogenannte Nahostpolitik wie sie leibt und lebt. Zur Schande der deutschen Politiker, wird derzeit die beste deutsche Nahostpolitik von der AfD vorgegeben. Und auch die ist nicht gerade vorbildhaft. Aber, unter den Blinden ist der einäugige König. Jedoch naht Hoffnung – prominente deutsche Sozialisten sind angeblich wegen des Holocausts in die Politik gegangen und prominente Christdemokraten haben Israel als Staatsräson auf ihrem Schirm. Völlig unverständlich, dass unter solchen Bedingungen Bibi immer wieder gewählt wird. 😉

    PS: ob Deutschland Kritik an seinem Demokratieverständnis(Netzdurchsetzungsgesetz), seiner Beobachtung einer Partei im gültigen Verfassungsrahmen( AfD ), seiner einseitigen Außerkraftsetzung von europäischen Gesamtbeschlüssen( Dublinabkommen ) dankbar und einsichtig aufnehmen würde? Wohl eher nicht. Und das, obwohl doch Kritik unter Freunden erlaubt sein sollte. Quod licet Jovi,…

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .