“Deutsche sind die einzigen Vernünftigen”

“…..Auf völliges Unverständnis stößt Griechenlands Haltung bei RBI-Chefanalyst Peter Brezinschek. “Syriza macht die bisherigen Reformen zunichte.” Es sei eine Zumutung und Frechheit, ohne Konzepte um Geld zu bitten und dann noch zu verlangen “mischt euch nicht ein, was wir damit machen”. Dies sei auch ungerecht gegenüber jenen Ländern wie Spanien, die die Regeln einhalten und ihre Sparvorlagen erfüllen.
Das Problem sei, dass Athen die Auflagen bisher nur ungenügend umgesetzt habe. So sei bei Pensions- und Gesundheitsreformen noch nichts passiert, die Privatisierungen hätten erst fünf von ursprünglich 50 Milliarden Euro erzielt und es gebe noch immer 120.000 Beamte zu viel….” (hier)

5 comments

  1. H.Trickler

    Was Brezinschek dort geschrieben hat, stimmt ja alles – aber es ist nur die halbe Wahrheit!

    Die ganze Wahrheit beginnt leider wie immer in einem für die Rechthaber unerfreulichen Gemisch: Die Griechen haben beim Beitritt zum Euro besonders dreist gelogen, aber Schröder und andere Regierungschefs wussten es und unterstützten die Teilnahme Griechenlands trotzdem. Mitgegangen mitgehangen?

    Im Anschluss an den Crash wollte Papanderou vor Einführung der drastischen Sparmassnahmen in Griechenland eine Volksbefragung durchführen. Es hat mir bis heute niemand überzeugend erklären können, warum Deutschland und Frankreich diesen Schritt verunmöglicht haben. Also einmal mehr sind die jetzt im Recht stehenden zu einem guten Teil am status quo mitschuldig.

    Diese Litanei liesse sich noch in mindesten 3 andern Detailaspekten vertiefen. Aber es ist klar, dass all dies nicht den einseitigen Bruch bestehender Verträge legitimiert.

    Eine ‘gerechte’ Lösung gibt es deshalb schon lange keine mehr. Man muss folglich einfache und klare Verhältnisse wiederherstellen: Nicht anpassungsfähige Länder müssen aus dem Euro austreten und nach eigenem Gusto glücklich werden. Basta!

  2. Fragolin

    “…An den Kapitalmärkten wäre dann klar: “Austritte sind möglich.” Das schwäche den Euro.”
    Aha. Also ganz anders als die Zwangsfinanzierung eines alternativlosen Systems. Das hat uns bisher einen starken Euro beschert. Erzählt das bitte den letzten Kleinspekulanten mit ihrem Frankenkredit.
    Das Austritte mit aller Macht verhindert werden hat bisher nur zu milliardenfacher Geldverbrennung bei absoluter Reformresistenz geführt – wenn der Schuldner weiß, ihm kann eh nix passieren, kann sich der Gläubiger duschen gehen…

  3. michelle

    “nach eigenem Gusto glücklich werden” ist halt jetzt nach all der Lügerei nicht mehr so einfach….
    die Griechen hätten vor 30 Jahren oder so damit anfangen können !

  4. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ H. Trickler
    das mit der Volksbefragung hat mich auch gewundert!
    Im Rückblick betrachtet drängt sich ein Vergleich mit der Kärrner Hypo auf: hat man in einem wie im anderen Falle die nicht einschätzbaren Risiken befürchtet? War auch für die Euro-Gruppe die Angst zu groß, es könnte alles aus dem Ruder laufen?
    Oder waren die “Experten :-)” überfordert?

  5. Thomas Holzer

    “Unsere” Politikerdarsteller sind wirklich arm………….
    Entscheiden sie ohne Experten, ist diese Entscheidung falsch
    Lassen Sie Experten gewähren, und entscheiden deren Expertise entsprechend, ist auch diese Entscheidung falsch, weil die Kosten exorbitant hoch sind……
    Irgendwann rächt es sich halt, wenn Gesetze, Verordnungen durch Politikerdarsteller so kompliziert gestaltet werden, daß weder die “Entscheider” noch die Experten wissen (können), was eigentlich der Inhalt dieser Wortflut ist!

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