Deutscher Bundespräsident verteidigt Neoliberalismus

“…….Gauck beklagte, dass der Begriff Neoliberalismus in Deutschland so negativ besetzt sei, obwohl sich dieser doch gegen den Laissez-faire-Kapitalismus des 19. Jahrhunderts wende. “Ich wünsche mir mehr intellektuelle Redlichkeit – und auch etwas mehr historisches Bewusstsein und Anerkennung für das breite Spektrum des Liberalismus.” (hier)

8 comments

  1. Thomas Holzer

    Wo kein Intellekt, da kann man auch keine “intellektuelle Redlichkeit” einfordern 😉

  2. Reinhard

    Politik funktioniert mit dumpfen Parolen. Die Plebs schaut jeden scheel an, der den Eindruck erweckt, er könnte intelligenter sein als sie selbst.
    Besonders die Linken, deren Ziel es schon immer war, die “Massen zu mobilisieren” scheren sich einen Dreck um Redlichkeit – je primitiver die Parole, desto wirkungsvoller. Und die Schwarzen in Deutschland fahren schon den gleichen Zug, Mutti hat im Agitprop-Unterricht der FDJ brav aufgepasst. Die Mehrheit des Volkes will mit alternativloser Einfachheit und klaren schwarzweißen gut-böse-Bildern regiert werden. Neoliberalismus ist bääh, Klimawandel ist buuh, Eurorettung ist ooh und Klimarettung aah. Fertig.
    Und in einer Demokratie bekommt das Volk, was es will.

  3. FDominicus

    Das Neo bedeutet einen Staat der sich wann auch immer er will einmischt. Das einzige bisher gute was ich da seit langem gesehen habe, waren die Strafzahlungen für die Brauereien. Das war bisher das einzige gute an dem “Neo”….

  4. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Ja, so ist das mit den Staaten!
    Brauereien und anderen Unternehmen wird per Gesetz die Preisabsprache verboten, bei Umgehung dieses Verbotes drohen hohe Strafzahlungen; angeblich alles zum Wohle des Konsumenten.
    Die Staaten untereinander dürfen sich aber sehr wohl absprechen, um den Konsumenten/Bürger noch mehr durch Steuern zu schröpfen, und das alles ganz “legal”; da drohen keine Strafzahlungen, wenn der Bürger auf’s Kreuz gelegt wird! 😉

  5. menschmaschine

    und am ende seiner rede labert er dasselbe öde sozi-zeug wie alle anderen. “Auf Dauer tragfähig sei nur eine Wirtschaftsordnung, “die auf das Anliegen der sozialen Gerechtigkeit ziele und – zur Erfüllung dieses Anliegens – auf den höchstmöglichen wirtschaftspolitischen Wirkungsgrad”.
    ich kann da keine “verteidigung” erkennen.

  6. gms

    menschmaschine,

    > ich kann da keine “verteidigung” erkennen

    Nun, so ähnlich hätte man Ludwig Erhard mit seiner “sozialen Marktwirtschaft” kritisieren können, dabei erfand dieser doch allenfalls einen Pleonasmus. Dasselbe gilt für Toomas Ilves in Estland. Er hatte seine “Volkspartei” in “Sozialdemokraten” umbenannt, seine liberale und erfolgreiche Politik dabei aber unverändert beibehalten.

    Diesem Ringen um Begriffe kann man extrem skeptisch begegnen, oder aber man erkennt darin den berechtigen Versuch, der Vereinnahmung des Begriffes “sozial” durch Linke Widerstand entgegenzusetzen.

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