Deutschland gleitet schleichend in den marktwirtschaftlichen Sozialismus

“…Immer lauter rufen die Deutschen nach dem starken Vater Staat, der gibt und lenkt. Auf vielen Ebenen verabschiedet sich Deutschland schleichend von der sozialen Marktwirtschaft. Nicht einmal mehr die Liberalen trauen sich nach Steuersenkungen, Bürokratieabbau und weniger Staat zu rufen. NZZ; mehr hier

9 comments

  1. Selbstdenker

    Der “marktwirtschaftliche Sozialismus” ist ein Widerspruch in sich, weil der Sozialismus alles ablehnt, was eine marktwirtschaftliche Ordnung auszeichnet: Privateigentum, Vertragsfreiheit, klar zurechenbare Haftung, Rechtstaatlichkeit, Trennung von Wirtschaft und Staat, etc.

    Auch der Vorwurf, dass “die Deutschen” nach dem starken Vater Staat rufen, ist falsch. Man muss hier die revealed preferences und die unzensierte Meinung jener Menschen, die mit beiden Füßen auf dem Boden der Realität stehen, dem gegenüberstellen, was von Politik, Medien und Konzernen auf Basis selektiver Interviews und Auftragsstudien als “Volkswille” dargestellt wird.

    Es geht hier nicht um den Willen der Beherrschten, sondern um den Willen der Herrschenden: zentralisierte Macht mit schrankenloser Durchgriffsmöglichkeit. Politisch, wirtschaftlich und medial.

    If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck, then it probably is a duck.

    Das was sich die Herrschenden in Europa und an den großen US-Küstenstädten wünschen, ist de facto ein faschistisches System mit linker Deutungshoheit und ökonomischer Allmacht von Konzernen, die sich mit der Politik ausmachen, die das Land zu regieren ist.

    Vergleichbar dem politischen System eines bestimmten asiatischen Landes, das man regelmäßig nicht nennen darf. Statt das Ding beim Namen zu nennen, nennt man es “demokratischen Sozialismus”, “marktwirtschaftlichen Sozialismus” oder “Green New Deal”.

    Die sogenannten “Liberalen” spielen dieses Spiel – gewollt oder nicht – mit. Viele scheinen auch nicht zu begreifen was hier genau gespielt wird. Sie sitzen resigniert da, raunzen ein wenig und meinen, dass “die Menschen eben den marktwirtschaftlichen Sozialismus haben wollen”.

    Diese Passivität macht sie aber erst recht unattraktiv, weil zum permanenten Ja-Sagen brauchen diejenigen, die es betrifft, keine politische Vertretung.

  2. astuga

    Die treibenden Kräfte sind Etatismus und Corporatismus.
    Seit jeher Grundlagen aller autoritären und staatsgläubigen Ideologien.
    Gleich ob links, rechts oder religiös.
    Auch maßgebliche Kräfte in der EU hängen diesem Gesellschaftsmodell an (siehe Spinelli Group).
    Und von EU-Granden über sog. Globalisten bis zur Linken, alle wünschen sich dabei als neofeudale Elite an der Spitze der Nahrungspyramide zu stehen.

    Das alles lässt sich für den Anfang an auch erstmal leichter bei einer an möglichst vielen Bruchlinien entlang gespaltenen Gesellschaft ohne Zusammenhalt und ohne gemeinsame Identität implementieren. Wohlstand oder Sicherheit stören dabei nur.
    Man treibt die Menschen mit einer Mischung aus “Brot & Spiele”, “teile & herrsche” und “Strategie der Spannung” dazu gefügsam ihren Untertanenstatus anzunehmen.
    Bis sie von sich aus danach verlangen.

  3. sokrates9

    Selbstdenker / astuga@ Die Strategie geht voll auf. Wenn sie die Leserbriefen, Meinungsumfragen lesen sehen 80% die Coronahysterie und Bekämpfung durch erfolgreiche Regierung für positiv, was die derzeitigen manipulationen der Medien für die Wirtschaft, die Demokratie, die freihei (auch der Wissenschaft) beduten sieht man kaum mehr!Ergebnisse der linken Lehrer die in der 60ern begannen das Bildungssystem voll zu unterwanderten!

  4. Tom Jericho

    Bitte: Entweder Marktwirtschaft oder Sozialismus, beides zusammen geht nicht, weil es sich gegenseitig ausschließt.

    Kennzeichen des Sozialismus’ und seiner Anhänger ist, daß eine nachweislich nirgends funktionierende Idee mit Verve verfolgt wird…

  5. Selbstdenker

    @sokrates9:
    “…sehen 80% die Coronahysterie und Bekämpfung durch erfolgreiche Regierung für positiv…”

    Weil 80% der Menschen glauben, dass es um die Sache an sich geht und die Maßnamen nur temporär sind.

  6. Selbstdenker

    Tom Jericho:
    “Marktwirtschaftlicher Sozialismus” ist ein Oxymoron; ähnlich wie heiße Eislutscher. Dieser Begriff bezeichnet nicht etwas, sondern verdeckt etwas.

    Wenn sich A und B gegenseitig ausschließen und propagiert wird, dass “die Menschen” den Zustand A und B gleichzeitig haben wollen, wird das Resultat eine Anarcho-Tyrannei sein:

    Kapitalismus für die Reichen und Sozialismus für alle anderen.
    Freiheit für die Mächtigen und Knechtschaft für alle anderen.
    Meinungsfreiheit für offizielle Meinungsmacher und Maulkörbe für alle anderen.

    Mit diesem grün angestrichenen “neuen” rot-braunen Deal, haben sowohl die ruling elite als auch die non-ruling elite kein Problem. Und den Menschen wird verkündet, dass sie es ja selbst so haben wollen.

    Auf der Website vom WEC schwadroniert man schon kräftig vom “Great Reset”:
    https://www.weforum.org/

    Alles natürlich “ganz uneigennützig”, im Sinne einer “höheren Moral” und “ohne” Macht- und Geldinteressen.

  7. astuga

    Wie sich Kanada und Australien schrittweise in Polizeistaaten verwandeln, unter Komplizenschaft der großen Sendeanstalten und Printmedien…

    Australien: Polizeigewalt bei Lockdown-Demo in Melbourne
    https://www.youtube.com/watch?v=mICilxtr2Ss

    Kanada: Dreijähriger samt Familie von Polizei aus Flugzeug geworfen weil er keine Maske tragen wollte
    youtube . com/watch?v=sLV2v7uGXdM

  8. Johannes

    Ich denke in Deutschland sind zwei Konstellationen zusammengekommen welche für die jetzige Situation ausschlaggebend waren.
    Zunächst waren maßgebliche Medien in Deutschland schon seit den 60gern links eingestellt, dem gegenüber stand eine Realpolitik die sich nicht auf die Macht der Medien stützte sondern sich auf die Stärke der Wirtschaft und den Fleiß der Bürger konzentrierte.
    Das Anpinkeln durch die Medien war der Politik meist lästig, Kohl reagierte – verständlicher Weise – sogar sehr oft über.

    Schröder wurde von den linken Medien, nicht zuletzt wegen Hartz 4 und seiner Freundschaft zu Putin, obwohl Sozialist, fallen gelassen. Dann kam Merkel, noch vor ihrer Kanzlerschaft rief sie den regierenden Sozialisten und Grünen vom Rednerpult laut und afd`lerisch zu “Multi-Kulti ist gescheitert, absolut gescheitert“.

    Was ab dann geschah kann man mit Fug und Recht als Metamorphose bezeichnen, Merkels politischer Weg wurde zu einer einzigen Parallele des deutschen Medien-Zeitgeistes, dort merkte man sehr schnell das Merkel bereit war mit den Medien eine Koalition einzugehen. Die Koalition Merkel-Medien war ab da unschlagbar. Politische Parteien neben Merkel wurden zerrieben. Wurde Kohl von Merkel noch unehrenhaft aus der Partei entlassen weil er die Geldgeber von Parteispenden nicht nennen wollte, so konnte Merkel ohne Geldzahlungen die Medien und ihre Macht gewinnen. Und doch musste ein Preis dafür gezahlt werden, dieser Preis war die gesamte Politik nach dem Mainstream auszurichten.
    Merkel und ihre Medien fahren nach meiner Meinung wie Bulldozer durch die gesamte Weltgeschichte, nach meiner Meinung geht der Austritt Großbritanniens aus der EU auf die Kappe Deutschlands, das wird sich noch sehr bitter rächen. Wenn in den USA der “falsche“ Präsident gewählt wird so zeigen die Reaktionen Deutschlands die gesamte überhebliche Dummheit deutscher Arroganz mit der Vertrauen zerstört wird das über 75 Jahre gewachsen war.

    Versuchen wir ein Gedankenspiel, wie würde Erich Honecker die Politik von Merkel heute beurteilen?
    Die Zerschlagung der Autoindustrie, die Zermürbung der Bauern, die Beendigung der Herrschaft des deutschen Volkes in Deutschlands zu Gunsten einer Pseudo-Internationale welche die selbst definierten Menschenrechte erkämpft.

    Ich denke Honecker wäre stolz auf “sein Mädchen“ so wie Kohl mit Sicherheit die ganze Tragweite seines Fehlers zu spät aber umso deutlicher erkannte und nichts mehr dagegen tun konnte. Es muss schrecklich für ihn gewesen sein das mit anzuschauen.

    Ich persönlich denke in Deutschland herrscht eine Koalition Merkel-Medien-Antifa, demokratische Parteien spielen nur noch eine Statistenrolle.
    Die Politik von Merkel ist in den letzten 15 Jahren nie ernsthaft von den Leitmedien kritisiert worden, das ist kein normaler Zustand, jeder Diktator würde sich eine solche Unterstützung wünschen.
    Das geht nur wenn die Politik keinen Anspruch auf Führung mehr stellt sondern als Erfüllungsgehilfe des Mainstream fungiert und es geht auf keinen Fall gut auch wenn es noch eine Weile braucht bis sich der Rauch gelegt und die Zerstörung sichtbar wird.
    Ich bin überzeugt man wird sich einmal wieder fragen wie konnte es nur so weit kommen?

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