Diagnose zum Tag

Von | 13. Oktober 2016

„Wenn sie (Merkel, Anm.) so weitermacht, wird die AfD drittstärkste, irgendwann zweitstärkste und vielleicht sogar stärkste Kraft in Deutschland” (Der CSU-Politiker Hamns-Peter Uhl)

18 Gedanken zu „Diagnose zum Tag

  1. Fragolin

    Dann sollte sich der Herr Uhl überlegen, ob er der richtigen Partei angehört.

  2. waldsee

    ein danach,ein postfaktisches ,gibt es auch?was kommt,wenn die afd erster ist?
    wären die etablierten parteien so gut wie sie die afd schlecht reden. wäre ich zufrieden.

  3. FDominicus

    Na und? Dann werden wir eben statt von eine CDU oder SPD von der AfD regiert, Und was sollte sich da ändern? Schleift die AfD sämtliche Sozialgesetze? Verbietet die AfD die deutsche Bundesbank? Wird die AfD kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr unterstützen? Wird die AfD die Kreditwesengesetze ändern? Wird die AfD keine Steuern mehr für was auch immer erheben? Wird die AfD nicht irgendwem irgendwelche Transferzahlungen zukommen lassen? Als ob sich an der Unterdrückung durch die Eliten durch die AfD irgendetwas ändern würde.

  4. Tom Jericho

    Das wäre wünschenswert, realistisch betrachtet wird sich aber auch unter AfD-Führung nicht allzuviel ändern, weil die Idealisten, diejenigen, die wirklich anders regieren würden, bis dahin von den gemeinen Berufspolitikern verdrängt sein werden (siehe die Grünen einst und jetzt: Waren diese zu Beginn noch tatsächlich ein umweltbewegter, idealistischer Haufen, sind sie mittlerweile zum reinen Kommunistenersatz mutiert, wie man etwa in Wien schön erkennen kann; daß die ÖVP mit diesem Pack koaliert, spricht Bände über den Linksruck der ehemaligen Konservativen).

  5. Falke

    @FDominicus
    Der Unterschied wäre gewaltig: die AfD würde nämlich das tun, weswegen sie derzeit von allen anderen Parteien übel beschimpft und ins rechte Eck gestellt wird, und was übrigens an prominenter Stelle in ihrem Parteiprogramm steht: die Gesetze ganz allgemein und das Grundgesetz im Besonderen streng einhalten, auch unter Einsatz der sogenannten “Staatsgewalt”.

  6. Reini

    … die Sozialisten und ihr Neuer Anhang in Europa machen Täglich Wahlwerbung für die Rechten Parteien! … jedes Wort für, über oder gegen Flüchtlinge ist Wahlwerbung!

  7. mariuslupus

    Schon wieder ein unkritischer Schönredner der meint man kann die Gegenwart in die Zukunft linear extrapolieren.
    Die Zukunft ist nicht die Gegenwart plus Entwicklung. Das ist auch Merkel bewusst. Wetten das, Merkel bereits ein Operationsplan hat ausarbeiten lassen, sollte die AfD bei den nächsten Wahl die MerkelSED versuchen sollen, zu überholen. Die unkontrollierte Staatsmacht ist in der Lage eine Situation zu inszenieren, die ihr ermöglichen wird mit voller Härte des Gesetzes, gegen wen ? Vorzugehen ! Gegen wen ?

  8. Christian Peter

    Die AfD kann sich ob des Führungschaos in der CDU die Hände reiben. Nach aktuellen Umfragen liegt die AfD deutschlandweit bereits bei 16 % (CDU : 29 %). Sollte die geisteskranke Angela Merkel auch 2017 nochmals antreten, wird Frauke Petry in nicht allzu ferner Zukunft deutsche Bundeskanzlerin werden.

  9. FDominicus

    @Falke, das ist Ihre Hoffnung. Es wird dazu nur sehr begrenzt kommen, eher früher als später werden die Wähler wieder gelinkt werden. Sollten Sie aber recht behalten, wäre das zumindest ein Fortschritt nur wirklich ändern würde sich nichts. Herr Obama würde sagen “read my lips ” 😉

    Ich denke ehere das Tom Jericho und ich recht haben werden, es wird sich faktisch nicht viel ändern.

  10. sokrates9

    Was macht dieser typische CSU – Politiker?? Er sitz da beobachtet und bedauert; und wenn die Partei dann endlich dort ist, wo eine DDR konforme Partei hingehört, irgendwo im einstelligen Bereich wird er die Faust verschämt im Hosensack ballen und triumphierend sagen: er hat es eh immer schon gewußt! !

  11. Fragolin

    @FDominicus
    Ich glaube auch nicht, dass die AfD plötzlich eine Superdemokratie mit Superwirtschaft und Superhalligalli aus dem Hut zaubern kann; was in Jahrzehnten zerstört wurde lässt sich nicht in Monaten reparieren und die ganze Legion höriger Beamter auf Entscheidungskosten muss auch erstmal umgepolt oder ausgetauscht werden (da heulen die, die Jahrzehntelang ihre Soldaten installiert haben, dann wieder von “Umfärbeln” und “Machtrausch”…) .
    Aber allein die scheibchenweise Rückkehr zu Rechtsstaatlichkeit und Schutz der eigenen Grenzen und des eigenen Volkes wären eine lohnenswerte Verbesserung zum Ist-Zustand. Wer von Manna träumt, das vom Himmel regnet, sollte weiterhin Grün und Rot wählen (und wird dies auch tun, weshalb die AfD allein es sowieso nie schaffen wird die Absolute einzufahren), aber eigentlich können die Blauen schon nichts mehr noch schlimmer machen als es jetzt schon ist.
    Um den Absturz vom Olymp des Wohlstandes abzubremsen ist es besser, sich an einem Fallschirm aus blauen Laken festzuhalten, als gar nichts zu tun und fröhlich pfeifend auf den Aufschlag zu warten…

  12. Fragolin

    @sokrates9
    Und das schließt den Kreis zu meinem ersten Posting von heute früh.

  13. Selbstdenker

    Ich möchte den an sich richtigen Satz etwas abändern: wenn sie so weitermacht, werden bald keine (formellen) Wahlen mehr nötig sein.

  14. FDominicus

    @Fragolin, Vielleicht haben Sie recht, ich bezweifele es. Die Fragen wurden von mir gestellt und auch Sie haben mir keine Antworten darauf gegeben. Wie sollten Sie auch? Die AfD ist eben auch “nur” eine sozialdemokratische Partei. Eben mit bestimmten Schwerpunkten, wie das eben auch die Grünen haben oder sogar teilweise die Linken. Sie meinen AfD sei in Fallschirm, ich begrüßte es wenn es so wäre. Nur ohne die Probleme wirklich anzugehen und mit ähnlichen “Rezepten” wie vorher kann ich hier nicht sehen ob die AfD den Fall bremsen kann oder auch nur will?

    Ich bin mir sicher nach der Wahl im nächsten Jahr heißt es
    1) CDU/SPD (knapp aber möglich)
    2) SPD/Grüne/Linke also Rot/Rot/Rot (siehe Berlin)
    3) CDU/AfD.

    Glauben Sie bei 1 und 3 an Verbesserungen, oder was erwarten Sie von 2) ? Nein immer das gleiche Wählen (Sozialdemokratie in Abstufungen) wird kein Problem lösen. Höchstens noch vergrößern, bis eben der ganze Laden entweder implodiert oder explodiert…

  15. Fragolin

    @FDominicus
    Wir diskutieren hier nur noch darüber, welche Seuche das kleinere Übel darstellt. Auch ich erwarte mir von der AfD keine Wunder, aber allein die Rückkehr zum Schutz des Landes und seiner Bevölkerung vor kriminellen Invasoren dürfte als Verbesserung betrachtet werden.
    Dass das grundlegende Übel im System an sich besteht und es daher keine wie auch immer geartete Partei schaffen kann, ein System umzuwälzen, dessen Teil sie in dem Moment werden, in dem sie sich darin erfolgreich einnisten, ist mir klar. Klingt vielleicht pessimistisch, aber für Optimismus sehe ich momentan keinen noch so winzigen Schimmer.
    Welche Kombination ich für die bessere halte? Kann ich nicht sagen, ich erwarte von keiner mehr eine wirkliche Änderung. Ultralinks würde die für die Menschen unerträglichste, aber wahrscheinlich den Aufprall am meisten beschleunigende Konstellation darstellen. Wer lieber ein Ende mit Schrecken will sollte SPD, Grüne oder – Nägel mit Köpfen – gleich die Linken wählen. Kanzler Stinkefingersiggi, Vizekanzlerin und Finanzministerin Roth und Wirtschaftsressortchefin Wagenknecht, die Küstenbarbie und das Maasmännchen können gleich im Amt bleiben, ein paar Posten für alte Stasi-Genossen werden sich auch noch finden – dann geht es schnell. In einer Legislaturperiode wäre Deutschland final abgewirtschaftet (“Berlinisiert”).
    Hätte den Vorteil, dass dann, wenn der Zahlmeister pleite ist, sich alles von Eurorettung bis Migranteneinkauf erledigt hat und die kommende Anarchie innerhalb weniger Jahre wieder geregelte Zustände herstellt. Für die nächsten 7 Jahrzehnte bis zur Wiederholung des üblichen Crashs…

  16. Fragolin

    @FDominicus
    Nachtrag: Parteien müssen, um gewählt zu werden, per se “sozial” sein. Es wird daher nie etwas anderes als “soziale” Parteien geben. Demokratie und Parteien passen nicht zusammen, alles was nicht direkt vom Volk (Demos) ausgeht ist keine Demokratie und hat diesen Namen nicht verdient. Ein Herrschaftssystem, das ein gegenseitiges perverses Belohnungs-Bestrafungs-Spiel darstellt, ist nicht reformierbar.
    Die AfD ist etwa so weit rechts wie die FPÖ. Wenn sich alle anderen am linken Rand anschmiegen erscheint der erste Freistehende als Rechter, selbst wenn er von der Mitte noch weiter entfernt links steht als von seinen Mitbewerbern rechts.
    Wie gesagt, kleineres Übel. Rein subjektiv.

  17. Fragolin

    Ein Letztes noch:
    Was mir an der AfD gefällt, ist die Fähigkeit, in Diskussionen vernünftig zu argumentieren. Da haben sie den Propagandatrompeten noch etwas voraus. Wer weiß wie lange noch…

  18. FDominicus

    @Fragolin
    “Nachtrag: Parteien müssen, um gewählt zu werden, per se „sozial“ sein. Es wird daher nie etwas anderes als „soziale“ Parteien geben. ”

    Damit können Sie jede Hoffnung zu Grabe tragen. Haben Sie ja auch:
    “Dass das grundlegende Übel im System an sich besteht und es daher keine wie auch immer geartete Partei schaffen kann, ein System umzuwälzen, dessen Teil sie in dem Moment werden, in dem sie sich darin erfolgreich einnisten, ist mir klar. Klingt vielleicht pessimistisch, aber für Optimismus sehe ich momentan keinen noch so winzigen Schimmer.”

    Es hilft nur ein weniger Politik und Einmischung in jedes einzelne Leben. Ja, damit sind alle sozialdemokratischen Parteien nicht wählbar. Fakt ist über 90 % wählen genau diese Parteien. Ausnahmen über nicht soziale Parteien gibt es schon. Denken Sie mal an die Nein Wähler, die Partei und es gibt da noch ein paar andere Splitterparteien.

    Solange wir im Trott der Sozialdemokratie bleiben mit der Idee eine wie auch immer geartete “Umverteilung” sei richtig, solange werden wir immer früher oder später an die Wand fahren. Rom ist auch genau daran eingegangen. Und gerade wir Deutschen haben da noch die fürchterliche Erfahrung mit dem II Weltkrieg und die DDR-Menschen können ein Lied von “Ihrem Staat” singen.

    Und wir befinden uns an einem Neuen Ende. Diesmal fährt weltweit die geeinte Sozialdemokratie an den Wand. Schulden in der EU auf Rekordniveau, genauso in den USA, Japan und was weiß ich noch so. Da ist nun mal der Fluch den keine Sozialdemokratie überwinden kann. Daher müssen sie n nun einmal nicht sozialdemokratische Parteien wählen. Sie können nicht erwarten das es Änderungen gibt solange Sozialdemokratie so gewählt wird wie derzeit und ja Sie haben auch hiermit recht:

    “Ultralinks würde die für die Menschen unerträglichste, aber wahrscheinlich den Aufprall am meisten beschleunigende Konstellation darstellen. Wer lieber ein Ende mit Schrecken will sollte SPD, Grüne oder – Nägel mit Köpfen – gleich die Linken wählen. Kanzler Stinkefingersiggi, Vizekanzlerin und Finanzministerin Roth und Wirtschaftsressortchefin Wagenknecht, die Küstenbarbie und das Maasmännchen können gleich im Amt bleiben, ein paar Posten für alte Stasi-Genossen werden sich auch noch finden – dann geht es schnell. In einer Legislaturperiode wäre Deutschland final abgewirtschaftet („Berlinisiert“).

    Genau das wird so kommen – leider.

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