Die 6 dümmsten Argumente zur Terror-Krise

(ANDREAS UNTERBERGER) Erschreckend viele dumme und falsche Argumente werden jetzt von Medien und Politikern in die Diskussionsarena geworfen, um nur ja jede Konsequenz aus den Pariser und vielen anderen Anschlägen zu verhindern, obwohl deren Tsunami-Wellen mittlerweile ganz Europa erschüttern.

Einige der besonders häufigen Argumente:

„Man darf nicht scharf reagieren, weil das genau das ist, was die islamistischen Terroristen wollen.“

In Wahrheit ist aber das Nicht-Reagieren genau das, was diese Massenmörder wollen. Sie wollen Europa in Schreckensstarre versetzen, sodass es sich über das Anzünden von Gedenklichtern hinaus nicht mehr zu wehren wagt. Sie sehen nämlich – wohl sogar in Panik –, dass der lange, scheinbar unaufhaltsam vorstoßende „Islamische Staat“ in Syrien seit einiger Zeit in die Defensive gedrängt wird. Sie wollen daher dessen internationale Gegner durch Terror über die Heimatfront einschüchtern und zum Aufgeben zwingen: Die Franzosen und die Russen, die so heftige Luftschläge führen, dass die IS-Führer nun fluchtartig ihre „Hauptstadt“ Raqqa verlassen haben; die Deutschen, die die am Boden am effektivsten kämpfenden Kurden mit Waffen versorgen.

„Auch die Amerikaner haben den „War on Terror“ nach dem 11. September nicht gewonnen.“

In Wahrheit ist es heute für islamistische Terroristen extrem schwierig geworden, in den USA größere Aktionen zu setzen. Mit Ausnahme des Anschlags auf den Boston-Marathon sind dort praktisch alle versuchten Anschläge verhindert worden.

„Frankreich zeigt, dass die Verbindungsdaten-Speicherung durch die Behörden nichts bringt.“

Gewiss konnten die Anschläge nicht verhindert werden. Jedoch zeigt die Fülle von Aktionen zwischen Saint Denis, Brüssel und Aachen unmittelbar nach dem schwarzen Freitag, dass in der Folge durch Mittel wie die Datenspeicherung sehr wohl viele weitere Taten verhindert werden können, dass dadurch relativ rasch viele Netzwerke aufgedeckt werden können.

„Das hat mit dem Flüchtlingsstrom nichts zu tun.“

Nun: Schon die ersten Polizeierkenntnisse sprechen davon, dass zumindest sechs der Pariser Täter in den letzten Monaten im syrisch-türkischen Grenzgebiet geortet worden sind. Es ist zumindest die Wahrscheinlichkeit groß, dass man von dort am leichtesten über die Balkanroute unentdeckt nach Mitteleuropa kommen kann.

„Die Flüchtlinge fliehen ja alle gerade vor dem Islamischen Staat.“

Auch das stimmt nur für den kleineren Teil der Flüchtlinge. Viele – vor allem junge Männer – flüchten eher vor dem Wehrdienst gegen den Islamischen Staat. Und für die Afghanen unter den Flüchtlingen, und viele Araber, die sich jetzt fälschlicherweise als Syrer ausgeben, stimmt das schon gar nicht.

„Das hat mit dem Islam nichts zu tun.“

Gewiss scheint der Großteil der Moslems nicht einverstanden mit den Anschlägen. Aber Tatsache ist, dass sich alle Terroristen auf eine sehr strenge Islam-Auslegung berufen. Tatsache ist, dass auf erschreckend vielen Ebenen signifikante moslemische Gruppen Sympathie mit den Taten äußern. Sei es bei einem Fußball-Länderspiel in der Türkei, wo bei Gedenkminuten „Allah Akbar“ gerufen wird. Sei es in französischen Schulklassen, wo sich viele moslemische Schüler schon nach „Charlie Hebdo“ demonstrativ gegen die Opfer gestellt haben. (TB)

 

18 comments

  1. O.d.S.

    Herr Unterberger!

    Die Terroristen berufen sich nicht auf eine extremistische Auslegung, die berufen sich schlicht auf den Wortlaut des Koran. Der logische Schluss der geistesverwesenen Linken ist also, dass der Koran nichts mit dem Islam zu tun hat.
    Wer den Koran anders auslegt, der interpretiert ihn um! Brauchst du nur lesen.

  2. aneagle

    Bei soviel geballter Intelligenz werden wir, wollen wir den IS in Europa überstehen, wohl nicht umhinkommen unsere berühmten Wunderwaffen einzusetzen – humane Entwicklungshilfe.
    Wir schicken dem IS, damit sie nicht so unmenschlich rüberkommen -Claude Juncker
    und um ihre Zentralverwaltung der Terroranschläge effektiver zu koordinieren -Martin Schulz
    Das dürfte genügen, dann geht dort das Licht aus. 🙂

  3. Christian Peter

    Wir befinden uns in einem Krieg, und was macht die Politik ? Diese lässt weiterhin Millionen illegale Einwanderer samt Terroristen aus dem Nahen Osten über die Grenzen ziehen, selbst Betrüger ohne Papiere bekommen ein Asylverfahren.

  4. Mario Wolf

    Eine Terror Krise wäre nicht notwendig, hätte Europa eine Führung die die Interessen der europäischen Bevölkerung wahrnimmt und verteidigt. Damit meine ich alle Bevölkerungsschichten die in den EU Staaten leben.
    Aber lieber erklärt man, beschwichtigt, argumentiert dass das Eine mit dem Anderen nichts gemeinsam hat. Der Islam mit Anschlägen und die sog. Flüchtlinge mit dem Terror. Ein gedankliches Experiment: Buddhisten würden einen buddhistischen Staat ausrufen und im Namen von Buddha Menschen in Europa morden. Oder Voo-Doo Gläubige (Sind bereits bei 007 schlecht weggekommen) würden einen woodooistischen Staat ausrufen und anstatt Hendln die Köpfe abzuhacken, das gleiche mit Menschen machen würden. Jeder sagt ist undenkbar, so eine blöde Idee, aber wieso hat der Islam mit Terror nichts zu tun ? 90 % der mörderischen Anschläge in der letzten Zeit wurden im Namen von Allah verübt.

  5. astuga

    @Eisler
    Muhammed verstand sich ja als Reformator der den abrahamitischen Monotheismus wieder zu den Ursprüngen zurückführt.
    Eben Fundamentalismus
    Denn die Juden und Christen seiner Zeit hatten solche Traditionen großteils längst überwunden gehabt.

    Es gibt eine islamische Überlieferung wo der Nachfolger Muhammeds Abu Bakhr die Juden zwingt eine jüdische Ehebrecherin zu steinigen, obwohl diese das gar nicht wollten.
    Es ist nämlich auch Pflicht der Muslime, Juden und Christen als Dhimmis anzuhalten ihre religiösen Grundlagen zu befolgen.

  6. Christian Peter

    ‘Dass durch die Vorratsdatenspeicherung Terrordaten verhindert werden können’

    Da irrt Andreas Unterberger. Man sollte die Probleme an der Wurzel packen – Bekämpfung des Islamismus – anstatt die Bürgerrechte Millionen unschuldiger Bürger (unter dem Deckmantel der Sicherheit) zu opfern.

    1. Grenzen schließen. Um den weiteren Zuzug Hunderttausender illegaler Einwanderer samt ISIS – Terroristen aus dem Nahen Osten zu unterbinden (Schengen III : Flüchtlinge, die aus sicheren Ländern einreisen, sind an der Grenze abzuweisen).

    2. Verschärfte Anti-Terrorgesetze. Radikale Muslime müssen aus dem Verkehr gezogen werden, b e v o r diese Anschläge verüben (jeder Kontakt mit dem IS – und anderen radikalen islamischen Organisationen wird mit hohen Gefängnisstrafen geahndet, ebenso die Vorbereitung von Terroranschlägen).

    3. Radikale islamische Gruppierungen werden verboten, auch wenn diese nicht zur Gewalt aufrufen. Das Werben für solche Gruppierungen wird mit Haftstrafen geahndet.

    4. Entzug der Staatsbürgerschaft für Terrorsympathisanten.

    5. Trennung von Staat und Religion. Islamischer Religionsunterricht wird aus Schulen verbannt, Moscheen mit radikalen Muslimen werden geschlossen, das Kopftuch in Schulen und allen anderen öffentlichen Einrichtungen wird abgelegt. usw…

    usw.

  7. Lisa

    @Christian Peter: zu 1: Wenn einer keinen Pass mehr hat und behauptet aus einm unsicheren Land zu kommen? zu 2: Wie wollen Sie das verhindern? Totalüberwachung, Fussfesseln, Abhören? Es ist ja noch nichts passiert. Einer, der am Stammtisch die Merkel erschiessen will, wird ja auch nicht verhaftet… zu 3: was sind radikale islamische Gruppen, die NICHT zu Gewalt aufrufen? zu 4:um Sympathisanten zu eruieren, müssten an allen Familientischen, in Teenagergruppen und (inkl. linken)Schwatzzirkeln Wanzen angebracht werden. zu 5: das würde dann aber auch Juden und Sikhs und Hare-Krishnas treffen. ich denke, ein Land, dessen Mhrheit eine bestimmte Religion hat, darf schon etwas mehr dazu sagen, welche religiösen Äusserlichkeiten genehm sind, welche nicht. Bei uns darf man doch wohl noch ein Kreuzchen tragen und einem Juden die Kippa und dem Sikh den Turban erlauben, aber das Kopftuch und Vollschleier etc. verbieten, weil diese Religion den Grundsatz der Nicht-Vermischung von Religion und Staat eindeutig laut Koran nicht anerkennt. Es ist immer noch unser Land – oder etwa nicht? “Wir sind das Volk” – oder etwa nicht?

  8. Mario Wolf

    @Lisa
    Lächerlich. es gibt kein Gesetz dass dekretiert das jeder der an der Grenze steht, auch das Recht hat hereingelassen zu werden. Dieses Gesetz existiert nur in den Köpfen der merkelschen Jünger.
    Wer versuchen würde einer zwangsverschleierten Frau, keine Frau macht so etwas freiwillig, zu ihrer Menschenwürde zu kommen, d.h. ihr Gesicht zu zeigen, würde Probleme mit der hiesigen Gutmenschen Jurisprudenz , bekommen

  9. Christian Peter

    @Lisa

    Punkt 1. Schon einmal etwas von der Dublin III – Verordnung gehört ?
    Punkt 2. Antwort steht oben geschrieben.
    Punkt 3. Es gibt eine Menge radikaler Islamistengruppen, die bislang völlig unbehelligt ihre radikalen Lehren in der Öffentlichkeit verbreiten können – das muss beendet werden.
    Punkt 5. Selbstverständlich, bei einer Trennung von Staat und Religion haben Religionsunterricht und andere religiöse Symbole in Schulen und allen anderen öffentlichen Bereichen nichts verloren, ganz egal, um welche Glaubensgemeinschaft es sich handelt. Möglich wäre aber auch, dem Islam die Anerkennung als Religionsgemeinschaft samt allen damit verbundenen Privilegien zu entziehen.

  10. Christian Peter

    Man muss sich das vorstellen : Völlig friedlichen und harmlosen Glaubensgemeinschaften wie etwa Scientology (Psychosekte hin oder her), wird in Deutschland und Österreich seit Jahrzehnten (verfassungswidrigerweise) die rechtliche Anerkennung verwehrt und zudem vom Verfassungsschutz beobachtet und verfolgt, während eine radikale politische Ideologie wie der Islam, welche bereits Millionen Menschen das Leben kostete und überall auf der Erde Terror, Krieg und Leid verursacht, als staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft unglaubliche Privilegien genießt (Subventionen, Steuerprivilegien, Religionsunterricht an öffentlichen Schulen auf Kosten der Steuerzahler, etc. etc.).

  11. Lisa

    @Christian Peter. Sehr gutes Argument! Nicht nur Scientology, auch Zeugen Jehovas müssen faktisch mit Berufsverboten rechnen, wenn die Zugehörigkeit bekannt wird. Allen wird auf die Finger geschaut, bloss dem Islam nicht! Sogar über Heilsarmisten oder über irgendwelche christliche Splitterkonfessionen darf gespöttelt werden, nur über den Islam nicht. Haben die alle Schiss oder was?

  12. FDominicus

    “Auch die Amerikaner haben den „War on Terror“ nach dem 11. September nicht gewonnen.“

    In Wahrheit ist es heute für islamistische Terroristen extrem schwierig geworden, in den USA größere Aktionen zu setzen. Mit Ausnahme des Anschlags auf den Boston-Marathon sind dort praktisch alle versuchten Anschläge verhindert worden.”

    Auch Terroristen sind ökonomisch. Wo kann man möglichst unbeschadet davon kommen und oder den Terror ausüben. Der religiös motivierte Terror ist seit dem Anfang des Kampfes gegen den Terror massiv angswachsen – und es trifft nicht mal in erster Linie christlich orientierte Länder.

    Der IS ist nach meinen Dafürhalten an einer Herrschaft unter moslemischen Recht in der ganzen Welt interessiert. Wer sich diesem Anspruch entgegen stellt wird selbstverständlich terrorisiert.

    Fragt sich halt nur warum erlauben es die christlichen Staate nicht, daß sich Christen selber wehren dürfen? Haben Sie ja in einem anderen Eintrag behandelt….

  13. FDominicus

    zu 9/11 gibt es reichlich Stoff im Netz. Stelle ich mal folgendes hier vor:
    http://www.washingtonsblog.com/2008/04/911-was-foreseeable.html
    Ich halte da Argument mit den Erfolgen des Kampfes gegen den Terror für nicht stichhaltig.

    Ich gehe davon aus, daß die USA zu Zeiten des Krieges der Russen in Afghanistan massive die Taliban unterstützten. Und es ist unzweifelhaft, daß die Kriegsgründe gegen den Irak vorgeschoben waren. Somit hat der Westen durchaus zum Aufschwung von Terrositen beigetragen.

  14. Christian Peter

    @Lisa

    auch den Zeugen Jehovas und vielen anderen Glaubensgemeinschaften wurde und wird seit Jahrzehntelang die Anerkennung verwehrt, obwohl es sich um völlig friedliche und harmlose Glaubensgemeinschaften handelt. In öffentlichen Schulen hingegen werden Kinder auf Kosten der Steuerzahler von Islamisten indoktriniert – unfassbare Zustände in der Bananenrepublik Österreich.

  15. Lisa

    Niemand würde doch den Kommunismus eine Glaubensgemeinschaft nennen – aber bei Islam und Sharia handelt es sich plötzlich um eine Religion. Eine wortwörtlich zu nehmende Rechtssprechung , die es in der heutigen Zeit ja nur noch mit Präzedenzfällen zu tun hätte, da es Abertausende von Dingen gibt, die gar nicht im Koran aufgezeichnet sind. Was viele hundert Jahre lang als Gesetz für das einfache Leben der Wüstenbewohner und unterwürfigen Stadtbewohner genug war, die von selbstherrlichen, aber respektierten Kalifen, Mogulen, Emirs und Sultanen (oder wie immer diese Tyrannen hiessen) beherrscht wurden. Wo steht denn im Koran etwas von all dem technischen Kram, den wir heute als selbstverständlich ansehen – da ist buchstabengetreuesVerständnis schwierig und der imam/Kadi muss zu Interpretationen greifen – was man laut Mohammed ja eben nicht dürfte…

  16. Christian Peter

    @Lisa

    am einfachsten wäre es, endlich eine strikte Trennung von Staat und Religion zu vollziehen und alle Glaubensgemeinschaften gleich zu behandeln (von den fliegenden Spaghettimonster bis zu den Islamisten) und die Privilegien/Subventionen aller Glaubensgemeinschaften zu beenden. Selbst in islamischen Ländern ist man weiter als in Österreich, in der Türkei wurde jahrzehntelang eine strikte Trennung von Staat und Religion vollzogen.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .