Die Abschiedskultur der Kanzlerin

“Beim Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern in der Stadt Neubrandenburg sagte die Kanzlerin am letzten Samstag, gerichtet an die Adresse der Asylbewerber, Flüchtlinge und aller übrigen Schutzsuchenden: „Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist und wenn der IS im Irak besiegt ist, dass Ihr auch wieder, mit dem Wissen, was Ihr jetzt bei uns bekommen habt, in Eure Heimat zurückgeht.“               So sprechen Majestäten und andere „von Gottes Gnaden“ ernannte Autoritäten. Sie duzen das Volk und das Gesinde. Sie versprechen Wohltaten, wenn das Volk sich gut benimmt, und sie drohen mit Sanktionen, wenn das Gesinde aufmuckt.

Eben noch hat die Kanzlerin darauf bestanden, dass „wir“ es schaffen, jetzt sollen diejenigen, die ihre Worte für bare Münze genommen haben, sich langsam darauf einstellen, dass sie bald ihre Koffer packen müssen. Gut, es kann eine Weile dauern, bis „wieder Frieden in Syrien ist und… der IS im Irak besiegt ist“, aber die Kanzlerin hat schon immer betont, man müsse „einen langen Atem“ haben, sowohl was die Lage auf der Krim und in der Ukraine angeht, wie auch in Bezug auf die „Dekarbonisierung“ der Energieproduktion, die bis 2100 abgeschlossen sein soll.

Nun, da „wir“ wissen, was die Kanzlerin erwartet, müssen wir uns fragen, wie es mit der „Integration“ der „Refugees“ weiter gehen soll. Warum soll man Menschen integrieren, die demnächst das Land verlassen werden? Warum sollen sie Sprachkurse besuchen, das Grundgesetz auswendig lernen und sich damit abfinden, dass Frauen, Homosexuelle und Juden nicht gejagt werden dürfen? Was sollen sie mit diesem Wissen daheim anfangen? Und wozu sollen neue Häuser aus dem Boden gestampft werden, denen sehr bald der Leerstand droht? Auch wenn das Ganze ein Konjunkturbelebungsprogramm ist, ein wenig nachhaltig sollte es doch sein…..” (Broder, weiter hier)

22 comments

  1. Reini

    … “die Narrisch Guat Witze” erzählen Politiker das ganzes Jahr,… und die Pointe ist jedes mal zum Schei…!!!

  2. Fragolin

    Wer in einer Demokratie einschläft, wacht in einer Diktatur auf.
    Siehe den Absatz über Maas. Linksradikale Hetze in Reinkultur…

  3. Rado

    Erstaunlich, dass es noch CDU Landesparteitage gibt, zu denen Merkel eingeladen wird.
    In einigen wahlkämpfenden Bundesländern ist man da schon vorsichtiger.

  4. Fragolin

    @Rado
    In MeckPomm ist sie ja Nationalheilige. In der Provinz ist sie die Märchenprinzessin… 😉

  5. Gerald

    Warum sollte ein Asylant nach vielleicht drei Jahren, ausgestattet mit Mindestsicherung, den Vorteilen des westlichen Lebens in ein zerstörtes Land zurückkehren und vielleicht dies noch aufbauen?

  6. astuga

    „Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist und wenn der IS im Irak besiegt ist, dass Ihr auch wieder, mit dem Wissen, was Ihr jetzt bei uns bekommen habt, in Eure Heimat zurückgeht.“

    Das einzige das muslimische Asylwerber zur Zeit in Deutschland lernen ist, dass Demokratie bei unfähigen Politikern ebenfalls in den Untergang führen kann.
    Dass Meinungsfreiheit von Medien und Regierungspolitik definiert wird, und dass Frechheit siegt.

  7. sokrates9

    Wir brauchen doch aus demografischen Gründen dringend Kulturbereicherer vorzugsweise potente Moslems und Schwarze um sicherzustellen dass Mitteleuropa nicht ausstirbt! Gibt es nicht selfies der Kanzlerin mit künftigen Universitätsprofessoren und braucht nicht die Wirtschaft von VW bis Siemens dringend Fachkräfte?
    Und die werden nach entsprechender Ausbildung wieder zurückgeschickt??
    Wie heißt es so schön?- Was interessiert mich der Nonsens den ich gestern verkündet habe?…

  8. Falke

    Mit Heiko Maas hat Merkel ja auch den “richtigen” Justizminister: linksextrem (ging bei Lafontaine in die “Schule”), hauptsächlich damit befasst, “rechte” Meinungen, Parteien und Organisationenzu verfolgen und zu verbieten und dabei genau darauf zu achten, dass deutsche Gesetze nicht eingehalten werden.

  9. Thomas Holzer

    @sokrates9
    Sie schreiben es; vor nicht einmal 5 Monaten hieß es noch (sinngemäß) (fast) alle Akademiker, großes Arbeitskräftepotenzial, demographische “Probleme” gelöst, besser wären noch mehr; und jetzt plötzlich Rückführungen, unbedingt weniger “Neubürger”, leider, leider doch nicht (fast) alle Akademiker.
    Das ist nicht mal im Entferntesten Politik, das ist Chaos pur!
    Und das ganze Gerede, daß jetzt im Winter weniger “Flüchtlinge” kämen, wird von den Zahlen Lügen gestraft; nur werden die Zahlen nur irgendwo “unter ferner Liefen” veröffentlicht:
    Januar 2015 ca. 59.000 Anlandungen in Griechenland
    Januar 2016 ca. 56.000 Anlandungen in Griechenland

  10. Christian Peter

    Völlig verwegen : Für Kriegsflüchtlinge ist es gar nicht vorgesehen, diesen auf Dauer eine neue Heimat anzubieten, daher wird subsidiärer Schutz stets auf 2 Jahre befristet vergeben – dann wird geprüft, ob sich die Zustände im Herkunftsland gebessert haben. Alleine aus diesem Grund wäre es weit vernünftiger, Flüchtlinge in sicheren Nachbarländern zu versorgen – das kostet etwa 50 x weniger (!!!), ermöglicht allen Flüchtlingen Hilfe (und nicht nur wenigen wie momentan) und ermöglicht den Flüchtlingen die rasche Rückkehr, sobald es die Verhältnisse in den Heimatländern erlauben.

  11. Gerald

    Man sollte sich als Flüchtling auch nicht aussuchen können, wohin die Reise gehen soll
    Gestern hat die Wehsely(SPÖ Stadträtin) im Zentrum zum Thema Mindestsicherung, gemeint ,” glauben sie ein Asylant weiß in welchen Land er am meisten bekommt”.
    Zufällig sind nicht Ungarn, Slowenien, Polen,…usw die bevorzugten Destinationen, sondern wiederum zufällig die Länder mit den besten Sozialleistungen, also D,S,A
    Frau Wehsely: JA

  12. Thomas Holzer

    @Gerald
    Hätte die Frau Wehsely keine politische Funktion, könnte man ihre unbedarften, ideologisch verblendeten Wortspenden ignorieren; auf Grund ihrer Funktion wird sie aber leider immer wieder auf die Untertanen losgelassen

  13. Falke

    @Gerald
    Ich bewundere Sie, dass Sie (abgesehen vom sinnentleerten Gelaber) die schrill-quietschende Stimme der Wehsely ausgehalten haben. Ich bekomme Kopfweh davon.

  14. mariuslupus

    Aber, aber, sie meint es doch nicht ernst. Diese Äusserung die zitiert wird, war für das Publikum bestimmt. Es ist keine Richtlinie für das zukünftige Handeln. Würde es Merkel ernst meinen, würde sie den Leuten die sie zu Flüchtlingen gemacht hat, dort helfen wo sie jetzt sind. In Syrien. Aber dass war und dass ist nicht die Absicht Warum erklärt Merkel ihren Masterplan A der Bevölkerung nicht in ihren eigenen TV. Transparenz wird doch immer gefordert. Dann müssten ihre Unterstützerinen von den Medien nicht über Verschwörungstheorien klagen.

  15. Thomas Holzer

    Die Stringenz des “Wollens?!” fast aller EU- und der nationalen Politikerdarsteller zeigt sich soeben in deren Wortspenden zum Verhalten der Türkei den neuen Flüchtlingen an der türkisch-syrischen Grenze gegenüber:
    Einerseits wird jetzt lautstark von denen gefordert, daß die Türkei gefälligst die Grenze im Süden öffnet, und die Flüchtlinge nicht auf syrischem Boden versorgt, gleichzeitig wird weiterhin gefordert, daß die Türkei die türkische Aegaeisküste besser schützt und keine Flüchtlinge übersetzen lässt,
    Anstatt das UNHCR finanziell zu unterstützen und den Türken beim Aufbau eines Lager in Syrien unter die Arme zu greifen, verschlimmern sie mit ihren dümmlichen, widersprüchlichen Aussagen wieder einmal die gesamte Situation

  16. Rennziege

    Für Österreich und Deutschland (Liste der EU-Bewahranstalten unvollständig) gilt: Egal, wer abgewählt wird oder zurücktritt, es kommt nixxx Besseres nach. Die Abgehalfterten ziehen sich grinsend in den Pfuhl ihrer Luxuspensionen zurück, und die Nachrücker streben nichts anderes an. Jeder Wahlzettel ist ein Reisepass in das Schlaraffenland der Privilegien, die andere Bürger nicht einmal im Traum erhoffen können.
    Ich bin ja keine Freundin negativer Gedanken, aber bezüglich der Alpenrepublik (die zweite Hälfte dieses Wortes ist hoffnungslos obsolet) werde ich depressiv, gottlob aus sicherer Entfernung.

  17. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Heiko Maas ist in der Tat einer der gefährlichsten Minister in Deutschland: ein Poor Performer, der glaubt zu den ganz Großen zu zählen.

    Es sind nicht gewichtige Staatsmänner wie F. J. Strauss, die ein Land gegen die Wand fahren, sondern komplexbeladene Würstl, die mit der vollen Staatsgewalt gegen jene aufmarschieren, die aus guten Gründen solche Typen nicht für voll nehmen können.

    Der Polizeiknüppel, den ein Dissident über den Kopf gezogen bekommt, wirkt für bestimmte Leute wie eine Verlängerung der Penis-Prothese.

  18. Fragolin

    @Selbstdenker
    Stimmt. Und das setzt sich nach oben fort, ich sage nur: Martin Schulz.

  19. El Gordo

    Noch mehr Nebelkerzen. Nicht nur, dass dort so bald kein Friede herrscht – wir wissen auch gar nicht, wer wirklich aus Syrien oder dem Irak kommt. Und von denen, die definitiv nicht von dort sind, ist auch kaum einer heimgeschickt worden.

  20. Christian Peter

    @El Gordo

    ‘Wir wissen gar nicht, wer wirklich aus Syrien kommt’

    Auch Syrer sind Wirtschaftsflüchtlinge, denn fast alle hierzulande strandenden Flüchtlinge brachen aus sicheren Gebieten auf (in der Regel Flüchtlingslager in der Türkei, Libanon, Jordanien), um ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu verbessern.

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