Die Angriffe auf die bürgerliche Ordnung

Von | 21. Juli 2020

(JOSEF STARGL)  Es gibt mehrere Strategien zur Zerstörung einer bürgerlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, die von antibürgerlichen Bewegungen praktiziert werden, um eine „Systemüberwindung durch Überforderungen des Systems“ zu verwirklichen.

Die Inflationspolitik und die Politik der negativen Realverzinsung fördern eine Überschuldung von Staaten und die Schuldenpyramiden-Union. Die nationalen und die supranationalen „Rettungsmaßnahmen“ dienen der Erweiterung der Macht des Staates und der supranationalen Institutionen.

Die (angeblichen) Problemlöser bewirken mit ihren Interventionskaskaden eine Kapitalaufzehrung, eine Fehlleitung sowie eine Verschwendung von Ressourcen und sie zerstören (langfristig) die rechtsstaatliche Marktwirtschaft.

Zahlreiche Antimarktwirtschaftler in allen Parteien, Verbänden und Lobbys  hassen die Errungenschaften der euro-atlantischen Zivilisation. Als Wettbewerbsvermeidungs-Strategen bewirtschaften sie den Neid, propagieren die Idee einer „Ergebnisgerechtigkeit“ und setzen immer mehr auf Zwangsumverteilungsmaßnahmen. Die Angriffe auf das Privateigentum nehmen sowohl in der Enteignungsunion als auch im Steuerstaat zu.
(Politische) Verantwortungslosigkeit und Verantwortungsentsorgung ermöglichen ein Leben auf Kosten von anderen und der Zukunft (anderer).

Die Staaten der Europäischen Union können ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen. Sie haben auch nicht die Absicht, das zu tun. Bereits überschuldete Staaten machen noch mehr Schulden, um eine Günstlingswirtschaft  und einen überdehnten Versorgungsstaat zu finanzieren.

Die Staaten verlassen sich auf die „monetäre Staatsfinanzierung“ der EZB und der nationalen Zentralbanken in der Enteignungs-, Transfer- und Haftungsunion  sowie auf die „Rettungs („Wiederaufbau“?) – Programme“ der Europäischen Union.
Der zunehmende supranationale und nationale Dirigismus fördert in Kombination mit einem Mangel an Marktwirtschaftswissen/mit einem marktwirtschaftlichen Analphabetismus einen schleichenden Abschied von einer Unternehmerwirtschaft und den Weg in eine Zentralverwaltungswirtschaft.

Der durch die Geldpolitik der EZB bewirkten wachsenden Einkommens- und Vermögensungleichheit wird von den antimarktwirtschaftlichen Politikern mit lauten Rufen nach noch mehr Zwangsumverteilung geantwortet.

Die Hohepriester der neojakobinischen Tugendwächter und Moralisierer inszenieren ihre Zukunft einer (angeblich) globalen Verantwortung und setzen (ihre) apokalyptische(n) Visionen/Ängste als Mittel ihrer Machterweiterungspolitik ein. Ihr manichäisches Weltbild kennt nur Gut(e) und Böse.
Die im paternalistischen Betreuungsstaat bevormundeten, befürsorgten und infantilisierten „Bürger“ werden bereits in den Bildungsinstitutionen (zu Etatisten) umerzogen und als „neue Menschen für eine antimarktwirtschaftliche Ordnung“ bewusstseinsgebildet. „Dagegen sein“ ist seit mehr als fünfzig Jahren modern. Eine permanente Inszenierung von Konflikten soll der Systemüberwindung und dem Weg in die Knechtschaft/der Einschmelzung ins Kollektiv dienen.

Eine fortschreitende „Enteuropäisierung“ und Parallelzivilisationen gefährden die liberale rechtsstaatliche Demokratie. Der zunehmende euro-atlantisch-zivilisatorische Analphabetismus fördert die Rechtsstaats-, die Demokratie- und die Marktwirtschaftsunfähigkeit.
Die Geringschätzung von Freiheit, von Eigenverantwortung, von Selbstständigkeit, von Unternehmergeist, von Kapitalbildung, von produktiven Investitionen und von Wettbewerb ist mit der Gefahr einer „Knechtschaft in einer geschlossenen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung“ verbunden.

2 Gedanken zu „Die Angriffe auf die bürgerliche Ordnung

  1. Sokrates 9

    Eussr ist gerade voll in der Realisierung!Dafür ist es notwendig weiters Logik und Verstand auszuschalten:Kleines Beispiel:Jetzt muss ganz dringend die Maske wieder verwendet werden da 0,02% der Oesterreicher infiziert sind.Die Einfuehrung verschiebt sich nun schon 5 Tage,Gefaehrder sind derzeit uninteressant,weil der Messias derzeit keine Zeit hat die “frohe Botschaft” zu verkünden!

  2. Johannes

    Inzwischen hat sich die EZB soweit in politische Entscheidungen eingemischt das es nur zwei Möglichkeiten gibt.
    Entweder das Modell hat Erfolg oder es scheitert.
    Wenn es scheitert werden ab einem bestimmten Zeitpunkt der einfache Bürger genauso wie Merkel, Macron und Lagard nur noch Passagiere eines sinkenden Schiffes sein.

    Mich persönlich würde es wundern wenn man mit horriblen Schulden auf Dauer erfolgreich sein kann. Daher tippe ich auf die zweite Option. Würde mich sehr wundern wenn Herr Soros da nicht auch schon ein nervöses kribbeln in den Fingern spüren würde, diese aufgelegte Pleite lädt Spekulanten geradezu ein.

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