Die Angst der Linken um die Hegemonie

Von | 10. Mai 2016

(WERNER REICHEL) Ein ORF-Redakteur hat’s schwer. Die vom Staatsfunk seit Jahrzehnten medial hofierten und gepushten Sozialisten haben den Rückhalt in der Bevölkerung verloren und stecken in einer tiefen Krise, was auch viel über die schwindende Propaganda-Macht des ORF aussagt. Die negativen Folgen der vom Staatsfunk mit verursachten Welcome-Refugee-Euphorie nehmen immer dramatischere Ausmaße an, nahezu täglich muss über multikulturelle Täter und ihre zum Teil brutalen Taten berichtet werden. Vorläufiger Höhepunkt: Die Ermordung einer 54jährigen Mutter und Großmutter auf dem Weg zu Arbeit. Und das kurz vor der so wichtigen Bundespräsidentenwahl.

Der ORF bemüht sich die Spur zu halten. Hauptaufgabe der Journalisten ist deshalb, nicht über Ereignisse und Entwicklungen zu berichten, sondern ohne zu lügen Fakten und Tatsachen so aufzubereiten und zu verdrehen, damit wirklich jedes auch noch so unschöne Ereignis in das politisch-korrekte Schema passt. Damit sich nach jeder ZiB die Linken bestätigt und die bösen Nichtlinken beschämt fühlen. Dank der täglichen Routine sind die ORF-Redakteure mittlerweile Weltmeister in dieser Disziplin. Das Bild, das der Staatsfunk von Österreich und der Welt mittlerweile vermittelt, ist nur noch eine Karikatur der Realität. Die ORF-Wirklichkeit und die Alltagserfahrungen der Österreicher haben kaum noch etwas miteinander zu tun. So ähnlich war es auch in der DDR kurz vor dem Mauerfall.

Ein wunderbares Anschauungsbeispiel, wie man aus einem für seine politischen Ziele äußerst ungünstigem Sachverhalt mit journalistischen und sprachlichen Tricks den richtigen Spin gibt, ist die Mahnwache der Identitären für das 54jährige Mordopfer in Wien. Der ORF Wien berichtet auf seiner Internetseite. Die Schlagzeile: Brunnenmarkt: Polizeipanzer bei „Mahnwache“

Das ist solides Propaganda-Handwerk. Mahnwache wird unter Anführungszeichen gesetzt. Soll heißen, nur Menschen mit der richtigen, sprich der linken Gesinnung, können  eine „echte“ Mahnwache abhalten. Machen es „Rechte“, ist es nur ein kläglicher Versuch, einen tragischen Einzelfall für seine zwielichtigen politischen Ziele zu instrumentalisieren. Der ORF entscheidet darüber, wer eine Mahnwache und wer eine „Mahnwache“ abhält. Man muss die Identitären und ihre Aktionen nicht mögen, man kann sie als politisch bedenklich oder gar gefährlich einstufen, aber man sollte sich trotzdem zumindest an die wichtigsten journalistischen und demokratischen Grundregeln halten.

Bei dieser „heimtückischen“ Mahnwache musste sogar ein Polizeipanzer auffahren. Dass das gepanzerte Fahrzeug wegen gewaltbereiter Linksextremisten zum Einsatz kam, geht aus der Schlagzeile nicht hervor. Es ist erstaunlich, wie manipulativ man mit nur vier Worten berichten und einen an sich simplen Sachverhalt völlig verdreht darstellen kann, ohne dabei die Unwahrheit zu sagen. Es ist ein Spiel mit in die Irre führenden Assoziationen, falschen Fährten, Zuweisungen, Verdrehungen und der Vermischung von Berichterstattung mit der eigenen Meinung bzw. Ideologie.

Und weil nicht nur der ORF, sondern auch einige Linksextremisten der Meinung waren, dass es sich dabei um keine „echte“ Mahnwache handelte, mussten diese Kraft ihrer selbst verliehenen Autorität einschreiten. Der ORF lässt in seinem Text keine Zweifel darüber offen, wer an diesem Abend am Brunnenmarkt die Bösen und wer die Guten waren. Den drei friedlichen Identitären – mehr waren es nicht! – stehen rund 100 „linke Aktivisten“ gegenüber. Diese sollen laut Polizei unter anderem mit Baseballschlägern bewaffnet gewesen sein. Der ORF schreibt: „Die Gegendemonstranten haben diese drei Identitären bedrängt. Es war die Rede davon, dass Baseballschläger dabei waren und Bengalen gezündet wurden“, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Verletzt wurde niemand.“

Wenn es um die nicht so netten Aktionen der „Aktivisten“ geht, zitiert der ORF zumeist nur die Polizei. Das soll dem Leser suggerieren, dass das keine Gewissheiten sind, sondern eben „nur“ Aussagen von Beamten. Über 100 gegen drei. Das klingt fast schon nach Lynchjustiz.  Aufgrund dieser Entwicklung und der linken Übermacht muss die Polizei mit einem Großaufgebot anrücken, um Schlimmeres zu verhindern.  Zwei Personen seien festgenommen worden, berichtet der ORF, ohne zu erwähnen, dass es sich dabei wohl um „linke Aktivisten“ gehandelt hat. Einige dieser „Aktivisten“ haben – natürlich wieder nur laut Angaben der Polizei – Polizisten attackiert. Der Kurier berichtet, was der ORF in seinem Bericht vergessen hat: „Zwei weitere wurden wegen tätlichen Angriffs und versuchter schwerer Körperverletzung angezeigt.”

Man stelle sich die Situation umgekehrt vor: Ein Mob von 100 gewaltbereiten „rechten Aktivisten“ hätte versucht, drei Linke anzugreifen, die einem Mordopfer gedenken wollten. Der ORF hätte sich mit Sondersendungen, Live-Einstiegen und Runden Tischen überschlagen. Noch-Bundespräsident Heinz Fischer hätte sich voller Sorge um Demokratie und inneren Frieden im Staatsfunk an die Österreicher gewandt.  So aber ist alles in bester Ordnung. Ein linker Mob hat lediglich für „Ordnung“ auf Wiens Straßen gesorgt. Deshalb dürfen sich die „linken Aktivisten“ in der ORF-Meldung auch noch selbst und unhinterfragt auf die Schultern klopfen. Die Aktion, die dem Steuerzahler wohl einiges kosten wird, wäre ein Erfolg gewesen, zitiert der ORF die linken Straßenkämpfer für Recht und Ordnung.

Vor lauter Wut und Schaum vor dem Mund realisieren die linken „Aktivisten“ und der ORF allerdings nicht, wie die Identitären sie vorführen, wie sie ihre Doppelstandards und Scheinheiligkeit spektakulär entlarven. Sie springen stets durch den Reifen, den ihnen die „rechten Dumpfbacken“ hinhalten. Die linke Reichshälfte reagiert völlig unangemessen, hysterisch und schon beinahe panisch auf Aktionen, die in einem freien Staat mit lebendiger Demokratie eine Selbstverständlichkeit sein sollten. Die Mahnwache und die Aktion im Audimax haben gezeigt, wie blank die Nerven derer liegen, die um die linke Hegemonie in Österreich fürchten. Und das hat absolut nichts mit einem Häufchen Identitärer und deren Aktionen zu tun.

 

27 Gedanken zu „Die Angst der Linken um die Hegemonie

  1. Gerald Steinbach

    Die Nerven dürften wirklich blank liegen, sei es der Akademikerball, die jüngsten unschönen Szenen am Brenner und sogar eine Mahnwache, egal wie man die deuten soll, bzw. sollte eigentlich keinen vor den Ofen locken, es wird binnen kurzer Zeit ein “Bereinigungskommando” aufgestellt, bestens ausgestattet mit Stangen und Schlägern und es geht los
    Irgendwie erinnert mich das an die SA in den 30 er Jahren

  2. Mona Rieboldt

    Das ist nicht anders bei den öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland.
    Nun hat in München ein Musel, Asylant?, mit Rufen Allahu akbar mit einem Messer auf Passanten eingestochen. Es gibt einen Toten und 3 Verletzte. Wie schwer diese verletzt wurden, wird nicht berichtet. Es wird aber gleich gesagt, der Täter hätte psychische Probleme. Er soll auch Drogenprobleme gehabt und sich auch vorher schon auffällig verhalten haben. Aber einen islamistischen Hintergrund gibt es nicht.
    Ja, das weiß man natürlich sofort, dass der “Ärmste” Probleme hatte, aber auf keinen Fall hat das was mit Islam zu tun.

  3. Gerald Steinbach

    Mona Riebold@
    Laut der Münchner Polizei war es ein Deutscher ohne Migrationshintergrund

  4. Fragolin

    @Gerald Steinbach
    Da Sie den Akademikerball ansprechen, es gab da kürzlich so eine gmx-Schlagzeile, die ich beim Einloggen mitbekommen und auch gepostet habe, aber leider den link nicht gespeichert: Irgendwelche halbseidenen Statistiken zeigten eine massive Zunahme extremer rechter Gewalt (ohne auf Details einzugehen, Behauptungen reichen ja aus) und als Beweis wurde ein Titelbild gezeigt, wo teils vermummte, teils hassverzerrte Gestalten ein Plakat vor die Kamera hielten: “Unseren Hass den könnt ihr haben!”
    Blöd nur, dass dieser Schnappschuss linke SA-Krawalleure und Straßenterroristen zeigt, die vor dem Akademikerball in Wien auch vor Angriffen auf Ballbesucher, harmlose Passanten und (natürlich, gehört zu deren Folklore) Polizisten nicht zurückgeschreckt sind. Von Randale und Vandalismus redet ja keiner, das gehört bei denen dazu.
    Mich würde nicht einmal wundern, wenn die das wirklich unter “rechte Gewalt” abbuchen, denn immerhin haben die “Rechten” durch die freche Veranstaltung eines Balles mitten im Herzen des strunzlinken Wien diese Gewalt ja erst provoziert…
    Und ja, es ist die SA. “Sozialistische Antifa” nennen sie sich selbst, und SA ist nun mal die Abkürzung. Sie können Herkunft und geistige Nähe einfach nicht verleugnen…

  5. sokrates9

    Mana Riebold@ Allahu akbar rufen und mit einem Messer auf Passanten einstechen? Ganz klar: kann doch nur ein Rechtsradikaler sein! Die haben zufällig immer Messer eingesteckt- zum Speckschneiden – und der wollte halt mal fluchen, da hat er im Lexikon nachgesehen und zufällig steht da Allahu Akbar halt vor HEIL::

  6. Rado

    @Mona Rieboldt
    Stichwort München-Grafing: Der bayrische Rundfunk war erstaunlicherweise schon Stunden später in der Lage mit dem Vornamen “Paul” hausieren zu gehen. Sowas gibt es normalerweise schon seit Jahrzehnten in der Kriminalberichterstattung nicht mehr.
    http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/messerangriff-grafing-bahnhof-100.html
    Und bei den “Allah akbar” Rufen hat sich bestimmt auch nur jemand verhört oder will sich wichtig machen – so wie damals in Graz!

  7. Gerald Steinbach

    Mir ist auch nicht bekannt, von wo/wer/wie diese rechte Gewalt ausgeht, mir fehlt ein Bild dazu.
    Sind dies Skinheads(den letzten habe ich Anfang der 90 er Jahre gesehen), irgendwelche Asylunterkünfte die in Österreich gebrannt haben, irgendwelche Demos von wo rechte Gewalt ausgegangen ist(die Ottakringer Mahnwache kanns ja nicht sein)…
    Ich vermute einmal durch stöbern im Internet, angezeigte verbale Übergriffe an Moslems, …da genügt wahrscheinlich schon ein fluchen über das in der Nachbarschaft beheimatete Asylheim um dann als “rechter” identifiziert zu werden
    Vielmehr habe ich, wahrscheinlich wie die meisten Österreicher, ein Bild von linker ,-und Neubürgergewalt,

  8. Gerald Steinbach

    Nachtrag:Mein o.g. post geht an user Fragolin

  9. Falke

    Ein anderes aktuelles Beispiel der manipulativen Berichterstattung des ORF. Gestern auf seiner Internet-Seite: “Slowakische Polizisten schießen auf Schutzsuchende”. Was war passiert? Die Polizisten wollten einen voll besetzen verdächtigen PKW kontrollieren. Der Lenker gab Gas und raste davon. Die Polizei versuchte das Fahrzeig zu stoppen, ohne Erfolg. Da gab sie Schüsse ab, einer davon verletzte eine Insassin – eine flüchtende “Schutzsuchende”. So sieht das von ORF als “empörendes Schwerverbrechen” präsentierte Ereignis in Wirklichkeit aus. Hätte es sich um Inländer gehandelt, die Tat wäre wohl keiner Erwähnung wert gewesen, höchstens dass die Polizei das Fahrzeug zu recht mit Schüssen aufgehalten hat.
    Erwähnen muss man allerdings (wieder einmal), dass der Herr Reichel offenbar noch immer keinen Deutschkurs besucht hat, sonst wüsste er, dass “gedenken” den Genitiv verlangt, man also “eines Mordopfers gedenkt” (und nicht “einem Mordopfer”). Weiters verlangt “kosten” den Akkusativ, also “Aktion, die deN Steuerzahler einiges kosten wird” (und nicht “die deM Steurzahler einges kosten wird”).

  10. Mona Rieboldt

    Falke
    “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod”, Buchtitel 😉

  11. Rennziege

    10. Mai 2016 – 15:53 Falke
    Danke für Ihre grammatikalischen Hinweise an Herrn Reichel, die auch mir auf der Zunge lagen.. (Wirklich schade, dass heutzutag’ sogar ziemlich g’scheite Schreiber ihre Muttersprache nur begrenzt beherrschen.)
    Zu den slowakischen Polizisten: Die wollten keine “Schutzsuchenden” treffen, sondern die Hinterreifen eines Fluchtautos, das sich der Kontrolle entzog. In Zeiten des nahezu weltweiten Terrors ist dies legitim. Aber auch die gute alte Glock ist nicht rückstoßfrei, was den abgegebenen Schuss, besonders in der Eile, ein wenig höher ausfallen lassen kann.

  12. Mona Rieboldt

    Rennziege
    Es ist aber nichts Neues, dass selbst Germanistik-Studenten die Rechtschreibung vielfach nicht beherrschen, von Interpunktion ganz zu schweigen. Und viele davon werden später Deutsch-Lehrer. Seid und seit wird immer wieder verwechselt, Relativpronomen werden falsch eingesetzt etc. etc.

  13. Mona Rieboldt

    Rado
    Damals in Graz war der Täter auch nur psychisch krank, das weiß man dann schon nach ein paar Minuten. Wie oft passierte es denn in den letzten Jahrzehnten, dass ein Deutscher mit einem Messer wahllos Passanten niedersticht und dabei allahu akbar ruft? Ein Toter, drei Verletzte, davon einer schwer verletzt.

  14. Gerald Steinbach

    Die Antwort warum dies so ist, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen

    “”Zurückzuführen sei das vor allem darauf, dass immer mehr Schlepper inhaftiert werden””

    Die breite Masse sind also die Schlepper, so,so..

  15. Mona Rieboldt

    Was München angeht: Inzwischen sprechen N24 und “Merkur” von einem Täter mit Migrationshintergrund.

  16. otto langer

    d a n k e für diesen kommentar !!!!!!!!!!!!!!

  17. Gerald Steinbach

    Stell dir vor es ist Krieg in Europa und die Merkel hat es nicht geschnallt

  18. Johannes

    Hin und wieder schaue ich ORF es ist nicht das Interesse an Berichterstattung da kann man woanders weit besser informiert werden. Nein es ist diese ungemein einmalige Art des ORF Partei zu ergreifen und Berichterstattung in eine Richtung zu betreiben. Das hat schon was, wo findet man sowas heutzutage schon noch? In Nordkorea vielleicht. Es ist jedesmal ein Genuss und ein Staunen was die alles so aus dem Zylinder zaubern können, das Beispiel mit den hundert oder mehr Linken, die mit Baseballschlägern bewaffnet auf drei Menschen die eine Mahnwache abhalten losgehen, ist wirklich ein Lehrbeispiel ORFscher Verniedlichung die Umgekehrt niemals möglich wäre. Da ist eine gestörte Theatervorführung oder ein erklettertes Haus mit Transparent ja wirklich viel brutaler und gefährlicher für die Republik.

  19. Falke

    @Mona Rieboldt
    „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ habe ich mit großem Vergnügen schon vor vielen Jahren gelesen, ebenso auch andere einschlägige Bücher von Bastian Sick.

  20. Gerald Steinbach

    Johannes@
    Die Berichterstattung in dieser Causa war wirklich Oscar reif
    120 “Aktivisten”, bewaffnet mit diversen Schlaggeräte gegen 3 Rechtsextreme, diese mit Kerzerl bewaffnet
    Tom Müller war sehr zufrieden mit seiner Truppe

  21. Selbstdenker

    “So ähnlich war es auch in der DDR kurz vor dem Mauerfall.”

    Aktuell geht es den Linken um die Aufrechterhaltung ihrer Narrative und dazu ist ihnen jedes Mittel recht.

    Ein jahrzehntelanger Veränderungsprozess, bestehend aus einer Mischung konstruktivistischer Hirngespinste bei gleichzeitiger Dekonstruktion jener Fundamente, auf denen die westliche Zivilisation aufgebaut ist, hat zur heutigen Situation geführt.

    Es fällt bereits ein Dominostein nach dem anderen um – auch wenn das linke Ideologen nicht wahrhaben wollen. Und der Umfang geht weit über den offensichtlich gescheiterten totalitären Multikulaturalismus hinaus.

  22. mariuslupus

    Entsprechend der marxistischen Ideologie gibt es keine wertfreie Berichterstattung. Der Klassenstandpunkt ist enscheidend. Die Medien haben die Aufgabe den Massen die Unausweichlichkeit des Weges zum Sozialismus zu erklären. Der Klassenfeind muss entlarvt werden und hat die Empörung und Verachtung der fortschrittlichen Massen zu spüren bekommen.

  23. Fragolin

    @mariuslupus
    Kommunismus ist wie Islam ohne Allah. 😉

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