Die Angst vor dem Bargeldverbot ist durchaus berechtigt

“Der Bann von Geldscheinen kann  für jeden von uns hohe Einbußen zur Folge haben – und wir können nichts dagegen tun.” (hier)

40 comments

  1. Thomas Holzer

    Tun kann man immer etwas, wenn man möchte!

    “……..in der der Staat seinen Bürgern weniger wohlgesonnen ist, als das zurzeit in Deutschland der Fall ist.”
    Die gibt sich diese Autorin aber wahrlich einer “schönen”, aber leider falschen Illusion hin.
    Der Staat, staatliche Institutionen sind den Untertanen nie wohl gesonnen

  2. Syria Forever

    Shalom Herr Holzer.

    Wie war das Fussballspiel?

    Wenn ich das sagen darf? Seit Monaten schreibe ich das die EU Bargeld abschaffen wird, oder besser, alle Vorbereitungen abgeschlossen sind. Und die EU wird Bargeld abschaffen. Die Politischen Darsteller, um Ihre Worte zu benutzen, haben keine Wahl. Griechenland ist ein Testmarkt, warum wohl wird dieser Frankenstein täglich neu wiederbelebt, mit Milliarden von Bürgergeldern?
    Griechenland ist ein Lernprozess.

    Shalom Herr Holzer.

  3. Thomas Holzer

    Natürlich dürfen Sie fragen! 🙂
    Das Finale der champions league in Berlin.
    Jeder hat immer eine Wahl, wenn nicht sogar mehrere 🙂
    Ich denke, der erste Testlauf wurde in Zypern durchgeführt; da haben ja die Beschränkungen , über Nacht eingeführt, eigentlich leider sehr gut funktionert…..

  4. O.d.S.

    Sehen Sie Syria? Sie haben keine Ahnung. Das Bargeld wird die EU sicher nicht abschaffen. Wetten wir um einen Golddukaten? 😉 Aber wenn ich Recht behalte, werden Sie sicher sowas sagen wie: ach aufgrund der Umstände haben sich die Pläne geändert.

    Hört mir auf mit diesem Verbot. Es ist absurd, es würde den Euro schneller ins Jenseits befördern als zehn Frexits, Grexits, was auch immer.

  5. Syria Forever

    O.d.S.

    Guten Morgen.
    Ich hoffe Sie behalten recht, zum Vorteil der Menschen in Europa.
    Was sollte der Euro mit dem Bargeld Verbot zu tun haben?? Heute Euro, morgen Plastik, übermorgen Essensmarken.
    Selbstverständlich wird es dazu nicht kommen…

    Guten Sonntag und geniessen Sie Ihre Schnitzel, so lange Sie noch können..

  6. Fragolin

    @O.d.S.
    Noch vor wenigen Jahren haben viele im vollsten Brustton der Überzeugung verkündet, die EU würde niemals bestehendes Recht beugen und niemals die europäischen Steuerzahler für die Schulden einzelner vertragsuntreuer Mitgliedsländer in Haftung nehmen.
    Sag’ niemals nie, wusste schon James Bond.
    Warten Sie den weiteren Verlauf der medialen Vorbereitung, den Punkt “Bargeld finanziert nur Kriminelle und Terroristen” hatten wir schon, den Punkt “Bargeld kostet die Volkswirtschaft jedes Jahr Milliarden” auch. Es kann nicht mehr lange dauern, bis das Wort “alternativlos” mit der Abschaffung des Bargeldes in einem Satz genannt wird. Und das Stimmvieh denkt sich nur “Ach was, der Metzger wetzt zwar sein Messer, aber er wird es schon nicht benutzen…”
    Ich glaube nicht an ein kurzfristiges Abschaffen des Bargeldes, aber mittelfristig sehr wohl – und glauben Sie mir, denen, die davon profitieren, ist die Art und der Name der Währung schnurz. Hauptsache, sie erhalten die Macht über ihre Untertanen und deren Leistungsergebnisse und den damit einhergehenden Wohlstand.
    Es gibt eben feinere Methoden im Kampf des organisierten Verbrechens als jene der Mafia (übrigens erst kürzlich ein netter Bericht über deren Milliardengeschäft mit der Flüchtlingsindustrie) oder der russischen und ukrainischen Oligarchen. Hier in Europa werden wir halt mit Samttüchern geknebelt und in Watte erstickt.

  7. O.d.S.

    @Fragolin

    Nur profitieren die EUdssR Delinquenten vom Rechtsbruch, und zwar gewaltig. Das Verbot von Bargeld bewirke hingegen, dass massenhaft Zahlungen in Pfund, Franken oder notfalls US Dollar durchgeführt werden. Je nachdem welche Währung am besten ist, wird so ein Verbot eine Flucht in diese Währung nach sich ziehen. Der Franken, als Beispiel, würde binnen Monaten explodieren, der Euro wäre tot.

    Glauben Sie den Unsinn immer noch?

  8. Thomas Holzer

    @O.d.S
    Den EU-Politikerdarstellern werden im Fall des Falles nicht vor Verboten zurückschrecken.
    Mir ist kein Fall bekannt, daß z.B. in Italien das Limit der Barzahlungen mittels Barzahlung in anderer Währung ausgehebelt wurde.
    p.s.: wer sagt, daß die USA, Kanada, Australien nicht mitziehen?

  9. O.d.S.

    Mir ist kein Fall bekannt…

    Na wenn er Ihnen nicht bekannt ist, dann gibt es ihn auch nicht, nicht wahr?
    Außerdem, warum sollte man ein Limit umgehen wollen? Die meisten Barzahlungen finden unterhalb des Limits statt.
    Warum nicht alle zusammen? Ach kommen Sie; ist es wirklich so schwer vorstellbar, wie ein waffenliebender Amerikaner reagieren würde, wenn man ihm auch nur das Verbot vorschlägt?

  10. Thomas Holzer

    @O.d.S
    Ich habe nicht geschrieben, daß es keinen Fall gibt, weil mir keiner bekannt ist!
    Etwas weniger Polemik erwarte ich mir schon………..
    Vor ein paar Jahren wurde Zypern über Nacht von den int. Finanzmärkten abgeschnitten, wider das Diktum einer der vier Säulenheiligen der sogenannten europäischen Freiheiten; hat sehr gut funktioniert

  11. Astuga

    Zypern ist auch ein gutes Fallbeispiel dafür, wie verhängnisvoll es sein kann wenn man plötzlich keinen Zugriff auf sein Bargeld hat (Sperre der Bankomaten).
    Bargeldlose Gesellschaften sind Schönwetter-Gesellschaften.
    Aber vielleicht werden dann ja wieder Zigaretten populär- als Zahlungsmittel.

  12. O.d.S.

    @ Holzer

    Verzeihung, aber warum erwähnen Sie dann überhaupt, dass Ihnen kein Fall bekannt ist?!
    Wie auch immer; Zypern war kein Beispiel für ein Bargeldverbot, sondern für einen konzertierten Schuldenschnitt. Dass dies passieren kann steht außer Frage.

    Denken Sie einmal realistisch. Was würden Sie tun, wenn es Ihnen nicht mehr erlaubt ist, Bargeld zu besitzen? Genau, Kapitalabfluss inklusive Behebung bei einer, sagen wir Schweizer Bank.
    Bitte kommen Sie jetzt nicht mit Kapitalverkehrskontrollen, denn dann sind wir in einem ganz anderen Szenario, dann zerbröselt die EU noch schneller, als mir lieb ist.

  13. Thomas Holzer

    @O.d.S.
    Weil mir kein Fall bekannt ist; so einfach ist es manchmal……
    Sie hätten vielleicht den Beitrag von “Astuga” lesen sollen….

    Dieses “ganz andere Szenario” kann durchaus eintreten, im vermeintlichen Glauben “unserer” Politikerdarsteller, gerade dadurch die EU zu retten,
    Griechenland darf ja derzeit auch alles nicht tun, aus Angst der “EU-Granden”, ansonsten würde die EU zerbröseln

  14. Peter Brauneis

    “Das Verbot von Bargeld bewirke hingegen, dass massenhaft Zahlungen in Pfund, Franken oder notfalls US Dollar durchgeführt werden”.

    Ein bissl Realismus wäre doch zu erwarten. Den USA und deren EU-Protektorat ist es binnen kürzester Zeit gelungen, der Schweiz alle der eastcoast dienlichen Maßnahmen aufzuzwingen. Etwa die Meldepflicht der Gelder von US-Bürgern in CH durch die Verhängung von Milliardenstrafen. Und bei der Bargeld-Abschaffung soll diese Methode auf einmal nicht funktionieren? Lächerlich.

  15. Selbstdenker

    @Syria
    “Heute Euro, morgen Plastik und übermorgen Essensmarken”

    Dreißig Jahre europäische Währungs- und Wirtschaftspolitik in wenigen Worten zusammengefasst. Den muss ich mir merken – vielen Dank! 🙂

  16. Syria Forever

    Guten Tag Selbstdenker.

    Worte haben keinen Besitzer und “Copyright” ist nichts weiter als Einschränkung der Meinungsfreiheit.
    Nutzen Sie nach belieben.

    Shalom

  17. Ferguson

    Alles schwätzt vom kommenden Bargeldverbot. Wie soll denn dann gezahlt werden? Zum Entsetzen ausländischer Vertragspartner muß ich jetzt wöchentlich geschäftliche Rechnungen mit 3´000,- Euro abstottern, weil die Bank sich wegen “Diebstahlsgefahr” standhaft weigert den Betrag in einer Summe zu überweisen. Es tut mir leid, ich bin gezwungen ein Bankkonto im außerabendländischen Ausland zu eröffnen. Dann werde ich auch gleich deren Währung in bar bei mir tragen. Noch ist das immerhin bis zum Gegenwert von 10´000,- Euro bei europäischen Grenzkontrollen erlaubt.

  18. sokrates9

    Die Geschichte hat doch gezeigt dass staatliche Verbote nicht ausreichen Reservewährungen zu verhindern! Ostmark, Rubel hatten wunderschönen Schwarzmarkt, der den “wahren Wert” einer Währung gut reflektierte! wetten, dass dann US$, Rubel, Renminbi als Alternative verwendet werden?

  19. aneagle

    Nicht alles auf einmal, Schritt für Schritt, genauso langsam wie man einen Frosch kochen muß, damit er nichts merkt. Die EUDSSR hat alle Zeit der Welt und eine gut geölte NUDGE-Strategie. Kapitalverkehrskontrollen sind schon da, siehe Kapitalabflussmeldegesetz, Bargeldverbot wird, allen Optimisten zum Trotz, kommen, ebenso Verbot von Goldbesitz. und damit starten wir, nach soliden europäischen Zerwürfnissen, neuerlich mit: Essensmarken 😉

  20. Fragolin

    @O.d.S.

    Nach Ihrer weisen Logik hätten die DDR-Bürger ihre Pappmark, für die sie nichts zu kaufen bekamen, doch nur umgehen und alle Geldgeschäfte in D-Mark und Dollar abwickeln brauchen.

    Es genügen 2 oder 3 kernige “europäische Richtlinien” aus dem Kreativbunker der Brüsseler Obertanen, und Sie sehen für den Rest Ihres Lebens eine andere Währung nur noch, wenn sie Verwandte im Nicht-EU-Raum haben, die Ihnen was für den Schwarzmarkt über die Grenze schmuggeln. Und bei Bargeldverbot hilft das nicht mal. Ruckzuck überwacht der Staat jeglichen Geldfluss über die Gemeinschaftsgrenzen und der Rest ist ein Volk von einer halbe Milliarde Menschen, die keinen Zugang zu anderen Währungen haben und ihre täglichen Einkäufe (und genau um diese geht es) nur noch gegen Plastikkarte tätigen dürfen.

    Einzelne clevere Leute, die solch ein System geschickt austricksen, gab und gibt es immer, aber die sind keine Gefahr für das System, sondern nur die Ausnahmen, die in jeder noch so strengen Regel möglich sind. Hauptsache, die breite Masse ist fest im Griff. Bei einer Herde dieser Größe fallen ein paar verlorene Schäfchen nicht ins Gewicht.

    Wer in Ostdeutschland das Glück hatte, an Westmark zu kommen, durfte diese nicht mal ausgeben sondern musste sie in der Staatsbank in Wertmarken umtauschen, die dann im “Intershop” gegen Klassenfeindware getauscht werden durften. Ausweispflicht beim Kauf stellte sicher, dass wirklich nur Westdeutsche persönlich mit Bargeld einkauften.

    In einem Plastikkartensystem wäre diese Form der Überwachung, wer wann wo an wieviel Geld welcher Währung gekommen ist und dieses Geld wann und wofür ausgibt, noch perfekter. Es würde nämlich nicht nur eingeschmuggelte “Fremdwährung” sondern auch die eigene Währung überwachen.
    Es geht um die Schaffung eines Wirtschaftsraumes, der über die Entwertung der Währung (das hat doch Draghi bereits offen zugegeben – ohne Aufschrei des sedierten europäischen Mastviehs) zu einer Billigexportzone umgestaltet werden soll (die bis jetzt nur noch das teure und trotzdem erfolgreiche Deutschland blockiert – ebenso offen zugegeben), in der die Menschen gegen eine international wertlose Binnenwährung ebenso international anerkannte Waren erzeugt und verkauft, so dass eine Oberschicht von den Einnahmen der anerkannten Währungen profitieren und die Unterschicht mit Essensmarken abspeisen kann. Nur weil man Marken sparen und sich davon ein gebrauchtes Auto von der Oberschicht kaufen kann, sind die meisten es zufrieden.

    Oh, Sie glauben ja wahrscheinlich, die EU würde solche grausigen Gesetze niemals beschließen. Natürlich nicht. Genausowenig wie solche, die den Nationalstaaten den Einsatz von Waffengewalt gegen Demonstranten erlaubt und den Schießbefehl gegen Aufständische empfiehlt…

    Wissen Sie, in der EU sind es inzwischen die ehemaligen Ostblockstaaten, die sich gegen solche Strömungen speilen, denn im Gegensatz zu dem in dieser Materie absolut ahnungslosen und durch Wohlstand sedierten Westvolk haben die Ostvölker undemokratische, selbstherrliche Obertanensysteme hinter sich und wissen, was sie in einer EUdSSR erwartet. Sie werden auch die sein, die in einem solchen System schneller ihren Weg finden werden, weil seit Generationen dort Situationsflexibilität mehr gefordert war als die geradezu überhebliche satte Besserwisserei der Verwöhnten.

    @Astuga
    In Ostdeutschland waren nur West-Zigaretten Schwarzmarktgeld. Denn Schwarzmarktwert hat immer nur das, was selten, teuer oder für viele unerreichbar aber trotzdem begehrt ist.
    Es blühte ein Schwarzmarkt der Dienstleistungen. Besorgst du mir dies, repariere ich dir das…
    Warum wohl beschließen wir gerade Gesetze, dass selbst das Gratis-Rasenmähen für die alten Nachbarn nur noch von ausgebildeten Facility-Fachleuten durchgeführt werden darf und sich ein Nicht-Installateur, der einen Abfluss repariert, strafbar macht? 🙂

  21. O.d.S.

    @Fragolin

    Tut mir leid, aber Ihr Beitrag geht vollkommen an meinen Aussagen vorbei. Wenn Sie wirklich glauben, die EU ist stark genug, um eine DDR 2.0 zu werden, ist Ihnen das unbenommen. Ich sprach vom Bargeldverbot und nur von diesem.
    Ganz ehrlich, wenn es so kommt, wie Sie es sagen, dann nur weil Leute wie Sie oder Holzer untätig blieben, anstatt mutig für die Freiheit zu kämpfen!
    M.E. ist das gegen die EU nicht notwendig. Wir sind eher überzeugt, dass nach dem Zerfall die großen Herausforderungen warten.

  22. Selbstdenker

    @Fragolin
    Vielen Dank für Ihre exzellente Analyse! Ich teile Ihre Einschätzungen voll und ganz.

    @O.d.S.
    “Ganz ehrlich, wenn es so kommt, wie Sie es sagen, dann nur weil Leute wie Sie oder Holzer untätig blieben, anstatt mutig für die Freiheit zu kämpfen!”

    Das reine Schimpfen auf die Politiker und den Staat ist sicher zu wenig und das Warten auf “den großen Crash” erinnert mich häufig an – je nach Perspektive – religiöse Heils- oder Unheilsversprechen.

    Mehr pragmatische Initiative und weniger versnobtes Wehklagen wären sicher ein Gebot der Stunde, zumal der leider (zu häufig) verbreitete Fatalismus genau jener Treibstoff ist, der das System der völlig verrannten “alternativlosen” europäischen Politik (noch) antreibt.

    Von Menschen gemachte Regeln können von Menschen jederzeit geändert werden. Wer glaubt, dass man nichts machen kann und aus diesem Grund nichts tut, erklärt sich genau damit selbst de facto zum Untertanen.

    “M.E. ist das gegen die EU nicht notwendig. Wir sind eher überzeugt, dass nach dem Zerfall die großen Herausforderungen warten.”

    Die EU ist ein durch und durch technokratisches Gebilde. Versuche die EU zu personifizieren gehen an den Kern der Sache vorbei. Vom Wesen her ist sie eher vergleichbar mit einem Computerprogramm, an dem sich seit Jahrzehnten Amateur-Programmierer abmühen und eine Verschachtelung nach der anderen einbauen, damit der laufende Betrieb – trotz ständiger Extraanforderungen für mächtige oder lautstarke Lobbies – aufrecht erhalten werden kann.

    Wozu die EU überhaupt existiert weiss eigentlich niemand mehr so genau. Erkennbar ist dies u.a. daran, dass sich die EU-Kommission einer Mega Balanced Score Card bedient, um ihre strategischen Ziele zu ordnen und zu priorisieren. Man vertraut dem System offenbar mehr als dem eigenen Urteilsvermögen.

    Hinzu kommt, dass die Funktionsweise dieses Systems über die Jahre derart verkompliziert wurde, dass eigentlich ein komplettes Reengineering anstehen würde: universelle Zuständigkeit, Verschachtelungen und Mehrdeutigkeiten ohne Ende sowie in zahlreichen Stellen ein eingebautes Backdoor für jene, die es sich richten konnten.

    Es mag sein, dass die EU mittelfristig zerfällt. Die Frage, die sich stellt, ist, wie dieser Zerfall vor sich geht – insbesondere wie gross der angerichtete Schaden wird. Je länger dieser Prozess andauert, desto widerwärtiger wird sich das System gegen seine Bürger verhalten.

    Ein (ungeplanter) Zerfall der EU könnte möglicherweise nicht so unblutig vor sich gehen, wie der Zerfall vom ehemaligen Ostblock. Deshalb bin ich der Meinung, dass ein geordneter Rückbau der EU die vernüftigste Alternative wäre, um eine möglichst weiche Landung herbeizuführen.

  23. Manuel Leitgeb

    @Astuga
    Eine Anmerkung zu ihrem Kommentar im Amerikaner-Post (weil er ja an sich hierher gehört):
    Sie haben Recht in Japan ist Bargeld im täglichen Gebrauch noch immer das um und auf. Es sind auch noch sehr stark die alten privaten Bankbücher/ Kontenbücher verbreitet (ja genau, die Dinger, die es vor den Kontoauszügen gab).
    Das geht so weit, daß Bankomaten die Möglichkeit bieten, beim Geldabheben das Bankbuch reinzulegen und automatisch die Abhebung einschreiben zu lassen.

  24. sokrates9

    Selbstdenker@ Komplettes Reengineering der EO? Einverstanden ! Nur wer soll das machen? es blickt doch von den handelnden Futtertrogsäuen keiner mehr durch und interessiert sie auch nicht solange sie nicht geschlachtet werden! Eine gewisse Transparenz und Aufklärung könnte eine freie und unabhängige Medien besorgen; doch diese wurden als Erste korrumpiert! Es ist den Medien verboten was schlechtes über die EU zu schreiben! daher auch so wenig EU – Infos ! Nachdem man es auch geschafft hat den EU – Bürger als mit gewaltfrei zu sedieren fehlt mir die Phantasie wo es hier zu Änderungen kommen soll. Am Meisten Hoffnung ist noch in die ehemaligen Ostblockländer zu setzen, die haben ja schon am eigenen Leib erfahren wie schnell diktatorische Systeme errichtet sind!

  25. Fragolin

    @O.d.S.
    Ich bezog mich auf diese Aussage von Ihnen:
    “Das Verbot von Bargeld bewirke hingegen, dass massenhaft Zahlungen in Pfund, Franken oder notfalls US Dollar durchgeführt werden.”
    Es genügt ein Federstrich der Obertanen, und Sie können keine dieser Währungen mehr erreichen. Oder nur zu utopischen Kursen.
    Es bleibt Ihnen unbenommen, die Bereitschaft der Machthaber gering einzuschätzen, ihre Macht auch einzusetzen. Aber wenn es um die Wurst geht, bin ich überzeugt, werden die Köter beißen. Die erwähnte Richtlinie zum Schießbefehl bei Aufständen haben die nicht aus Langeweile erlassen.
    Die EU wird keine DDR 2.0, denn die DDR wird einigen noch als harmloser Vorläufer der EUdSSR erscheinen, wenn die demokratischen Ketten erst einmal gelöst werden. Und es wird schon kräftig an den Kettengliedern gesägt.
    Es kommen interessante Zeiten auf uns zu.

  26. Selbstdenker

    @Fragolin
    “Es genügt ein Federstrich der Obertanen, und Sie können keine dieser Währungen mehr erreichen. Oder nur zu utopischen Kursen”.

    Das setzt allerdings voraus, dass die Machthaber dauerhaft die gleichen Interessen verfolgen. Kurzfristig kann dies – so wie beim Euro und vielleicht in wenigen Jahren auch beim Plastik – durchaus der Fall sein. Langfristig werden neue Zerwürfnisse aufplatzen und das Gesamtgebilde zum Einsturz bringen. Dann sind wir wieder bei den Essensmarken.

    Dass sich die USA, die EU, die Schweiz und ein paar andere Länder vom ehemals freien Westen einig über ein Bargeldverbot werden könnten, kann ich mir durchaus vorstellen. Das dem autokratische Länder mit völlig unterschiedlichen Interessen (Russland, China, etc.) folgen werden, kann ich mir jedoch nicht so leicht vorstellen.

    Wenn sich die “Währungsexperten” vom IS den Kopf über eine eigene, goldgedeckte Währung machen, um unabhängig vom USD zu sein, kann man das jedoch durchaus ernst nehmen. Der IS könnte damit seine Einflusszone schlagartig in Richtung Nordwesten erweitern. Aktivitäten wie Kopfabschneiden, Foltern und Vergewaltigen hätten dann wahrscheinlich eher Hobby-Charakter für die Gotteskrieger, da man bei einem derart aufgelegten Elfmeter wirtschaftlich wesentlich schneller ans Ziel gelangen wird.

    Wie ich schon öfters bemerkt habe: sie sind von sich aus nicht stark. Es ist “unsere” Schwäche, die sie erst stark werden lässt.

  27. O.d.S.

    @ Fragolin

    Meine Aussage war: das Bargeldverbot kommt nicht, weil…
    Dass aber plötzlich Kapitalverkehrskontrollen inklusive Beschränkungen verbunden mit Bargeldverbot kommt, kann natürlich sein.
    Aber dass Sie ernsthaft meinen, dass die EUdssR werde solche Schritte ergreifen, ist interessant. Angesichts zahlreicher Sezessionsbestrebungen, Austrittsparteien und dem immer größer werdenden Hass auf die EU, welche immer stärker von Nationen und nicht den Institutionen dominiert wird, lässt es doch sehr unwahrscheinlich erscheinen, dass dies nationale Regierungen, vor allem die Briten, die Spanier, die Griechen und die Franzosen ihren Bürgern zumuten.
    Es mag sein, dass diesen Blödsinn ein paar Nationen einführen, aber in allen EU- Nationen Bargeldverbot und Kapitalverkehrsbeschränkungen? Nein.
    Aber freuen würde es uns sehr, denn die EU ist das grösste Übel der jüngsten Zeitgeschichte. Ein Machtapparat, einzig geschaffen, um den seit 160 Jahren währenden Kampf um die erneute uneingeschränkte Herrschaft über das Volk zu erlangen.

  28. Fragolin

    @Selbstdenker

    “Langfristig werden neue Zerwürfnisse aufplatzen und das Gesamtgebilde zum Einsturz bringen.”

    Alles andere würde allem widersprechen, was die Geschichte der menschlichen Zivilisation in den letzten Jahrtausenden gelebt hat. In 100 Jahren wird die Welt komplett anders aussehen als jetzt.
    Ich vermute, nicht nur der Euro wird sich in die lange Liste der vergangenen Währungen einreihen, auch die EU wird als gescheiterter Versuch eine Neuauflage des Weströmischen Reiches aufzubauen in den Geshcichtsbüchern untergehen. Vielleicht haben wir dann auch das Kalifat in Europa, oder aus der Abwehr dessen eine Wiederkehr des fundamentalistischen Christentums, fanatische Diktatoren, wiedererstandene Könige oder ein zerbröseltes Gemisch bedeutungsloser Fürstentümer… wer weiß? In 100 Jahren sind wir schlauer, jetzt kann man nur 1 und 1 zusammenzählen und hoffen, dass es nicht ganz so dick kommt, wie die Wolken am Horizont androhen.

    @O.d.S.

    Ich glaube nicht, dass sich der Brüsseler Hof viel um Sezessionsbestrebungen schert; welche Meinung dort über den Abfall von Provinzen herrscht, konnten wir letzthin an mehreren Schauplätzen interessiert verfolgen.
    Die Briten, da gebe ich Ihnen recht, werden da nicht mitmachen, wie bei dem meisten, was die EU am Kontinent verzapft. Aber die sehe ich mittelfristig sowieso nicht mehr in der EU. Ebensowenig wie Griechenland, wenn es dort nicht innerhalb der nächsten Monate zu einem Knalleffekt kommt, an dessen Ende das Land von seiner gewählten Regierung aus Marxisten und Nazis “befreit” und unter Kuratel gestellt wird. Selbst einen Militärputsch halte ich, die griechische Historie betrachtend, nicht für unmöglich. Wenn dieser Putsch “pro-EU”-Ziele proklamiert, wird der Brüsseler Segen sicher sein.
    Und der Rest? Spanien, Frankreich – die machen da sicher mit, da sehe ich keine Skrupel der Regierigen ihren “Bürgern” gegenüber.

    Ihr letzter Absatz – da treffen wir uns sofort auf einen guten burgenländischen Wein – unterschreibe ich gern.
    Und ich hatte wirklich mal eine andere Meinung und glaubte (wollte glauben) an das Funktionieren eines friedlichen und vor Allem vernunftgesteuerten Zusammenschlusses der europäischen Staaten.
    Inzwischen bin ich felsenfest davon überzeugt, dass das Schaffen von Machtstrukturen, die Machtmissbrauch, Unterdrückung und Ausbeutung ermöglichen, zwingend dazu führt, dass genau das eintritt. Murphy hat auch auf dieser Ebene Recht behalten.
    Deshalb erwarte ich auch, auch wenn dies pessimistisch klingt, dass die EU sich noch weiter vom Volk weg und zu einem absolutistischen Machtinstrument hin bewegt und dass von denen, die sich am Futtertrog dieser Institution mästen (und einige haben sich bereits außerhalb jeglicher Gerichtsbarkeit mit geradezu unendlicher fiskalischer Machtfülle über fast den gesamten Kontinent versorgt) alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt werden, um das System zu erhalten und die Macht über den Pöbel auszubauen.
    Die Juncker-Doktrin von den kleinen Schritten wird solange weiter verfolgt, wie sie wirkt. Wirkt sie nicht mehr, werden große Schritte gesetzt und Widerstand dagegen gebrochen.

  29. Selbstdenker

    “Und ich hatte wirklich mal eine andere Meinung und glaubte (wollte glauben) an das Funktionieren eines friedlichen und vor Allem vernunftgesteuerten Zusammenschlusses der europäischen Staaten.
    Inzwischen bin ich felsenfest davon überzeugt, dass das Schaffen von Machtstrukturen, die Machtmissbrauch, Unterdrückung und Ausbeutung ermöglichen, zwingend dazu führt, dass genau das eintritt.”

    Genau meine Rede.

    In einer Schönwetterphase traut man solchen Strukturen keinen Machtmissbrauch zu. Die Stunde der Wahrheit schlägt dann, wenn Gewitterwolken aufziehen.

  30. Selbstdenker

    @Fragolin:
    “Die werden doch nicht etwa auf die Idee kommen und…”

    Das ist genau jener Satz, den ich mir beim EU-Beitritt, bei der Euro-Einführung sowie beim Siegeszug von Internet und Handy dachte.

    Die Antwort ist einfach: Doch sie werden. Wenn man schon selbst ohne großen Aufwand ein Missbrauchspotential erkennen kann, was werden sich dann diejenigen erst denken, denen es um sehr viel Macht und sehr viel Geld geht und die auch die Mittel dazu haben?

    Der selbe Satz kommt mir in den Sinn, wenn ich an die angestrebten Kontenöffnungen im Zuge der Steuer-“Reform” denke: die werden doch nicht automatisch massenhaft Bewegungsdaten nach verdächtigen Mustern durchsuchen … nein, so etwas würden die natürlich niiieee tun…

    Sollten Sie etwas Zeit haben, empfehle ich Ihnen die Lektüre der Stellungnahmen im Begutachtungsverfahren vom Steuerreformgesetz 2015/2016:
    http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/ME/ME_00129/index.shtml

    Originell sind die zum Teil wortgleichen Stellungnahmen von AK und ÖGB. Insbesondere jener Absatz, in dem sie fordern, dass ein “Rechtsschutzbeauftragter” (…!) dafür Sorge zu tragen hat, dass de facto nur Selbständige von Kontoöffnungen betroffen sind.

    Wahrscheinlich werden AK und ÖGB als nächstes fordern, dass Radarstrafen nur bei Selbständigen eingetrieben werden dürfen … und ein “Rechtsschutzbeauftragter” dafür Sorge zu tragen hat.

  31. Thomas Holzer

    Wir sollten sowieso für die Abschaffung der Justiz eintreten! Rechtsschutzbeauftragte scheinen im neuen österr. “Rechtsstaat” zu genügen
    Wie man sieht, scheint ja die Lösung vieler, wenn nicht aller “Probleme” in der Schaffung von möglichst vielen Beauftragten zu bestehen 😉

  32. Selbstdenker

    @Thomas Holzer
    So wie ich es verstanden habe, übt der “Rechtsschutzbeauftragte” eine Art Weichenfunktion aus, die sicherstellt, dass in Geschäfts- und Privatkonten vom Baustoffhändler, nicht jedoch in die vom Pfuscher, Einsicht genommen wird. Wo kommen wir denn hin, wenn gleiche Tatbestände (Steuerhinterziehung) gleiche Rechtsfolgen hätten!

  33. Selbstdenker

    @Thomas Holzer
    “Wir sollten sowieso für die Abschaffung der Justiz eintreten!”
    Genau. Das würde dem Staat (vorerst) einiges an Geld und den Politikern jede Menge lästiger Fragen und Widerstände ersparen.

  34. Selbstdenker

    @Thomas Holzer
    Vielleicht können Sie mir hier weiterhelfen: umfasst die Kontoöffnung auch jene Konten der – sagen wir mal – nicht ganz unumstrittenen Karibikgeschäfte einer ehemaligen österreichischen Gewerkschaftsbank?

    Gilt die Fiskal-Porno Pflicht künftig auch für Politiker oder stellt der “Rechtsschutzbeauftragte” hoffentlich sicher, dass ebendiese vor dem Recht geschützt werden?

  35. Syria Forever

    Shalom Selbstdenker.

    Politiker brauchen keinen Rechtsschutz. Politiker passen sich das Recht nach belieben an, oder brechen es nach belieben und passen es Rückwirkend an.

    Guten Mittag.

  36. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Doch wohl eher Letzteres! 😉
    Parteien, deren Vorfeldorganisationen und natürlich “unsere” Politikerdarsteller sind davon ausgenommen, um ein gedeihliches Zusammenleben in diesem unserem “Rechtsstaat” zu sichern.

    Bezeichnend auch gestern der Herr Maznetter, welcher -natürlich unwidersprochen- das Faktum, daß die Finanz das Einkommen eines jeden Angestellten auf den Cent weiß, als Rechtfertigung für die Konteneinsicht heranzog, ja sogar die Behauptung aufstellte, Gleichheit zwischen Angestellten und Selbstständigen bestehe eben nur dann, wenn in alle Konten, Bausparverträge, Depots (Bankenschließfächer?) Einschau gehalten werden kann.

  37. Selbstdenker

    @Syria Forever
    Genau meine Rede. Politiker bestimmen situationselastisch, welche der einander widersprechenden Regeln in ihren Catch-22 System die Vorfahrt bekommt.

    Es wäre in gewisser Weise durchaus denkbar, dass Regeln, die Ihnen persönlich etwas nützen, die Vorfahrt bekommen…

  38. Selbstdenker

    @Holzer:
    “die Finanz das Einkommen eines jeden Angestellten auf den Cent weiß”

    Jetzt bin ich baff: die Finanz (und wahrscheinlich auch die SV) weiss wirklich auf den Cent genau über die Höhe der Aufwandsentschädigungen der AK-Schutzbefohlenen bei ihren außerbetrieblichen “Nachbarschaftshilfen” Bescheid?

    Was sagt der “Rechtsschutzbeauftragte” mit dem Parteipass dazu?

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