Die Angst vor der Moderne im Orient

“…Nach Jemen wäre Syrien das zweite Land der Region, das an den Folgen des «arabischen Frühlings» und damit am Ruf nach Teilhabe an der politischen Macht zerbricht. Gefallen an dieser Entwicklung fänden jene Jihadisten, die den gesamten Orient zu einem supranationalen islamischen Verbund umgestalten wollen….” (Exzellente Analyse in der NZZ)

17 comments

  1. Mourawetz

    @world-citizen
    Sie finden also, die altersbedingten Vorlieben einer Generation oder auch der Generationenkonflikt mit den Baby-Boomern stehen mit dem rückständigen Weltbild des Islams ungefähr auf einer Stufe.

    Mit dem Aufbruch in die Moderne meint man die Überwindung eines veralteten Weltbilds, das neuen, vernünftigen Erkenntnissen nicht mehr standhält. Aber nicht die Überwindung einer liebgewonnenen Gewohnheit wie etwa der, jeden Abend den Lieblingsfernsehkanal einzustellen anstatt jede körperliche oder geistige Regung über moderne Kanäle wie Facebook oder Twitter der Allgemeinheit zu übermitteln.

  2. Mourawetz

    @world-citizen
    Falsch. Was fällt Ihnen ein mir zu unterstellen, dass ich das nicht gelesen habe? Natürlich habe ich das auch gelesen und die weiteren Seiten 4 bis 6 dazu.

    Denken Sie mal lieber über meine Antwort nach ohne sie voreilig abzutun.

  3. world-citizen

    @Mourawetz

    Kernsatz des Artikels ist, daß es in jeder Gesellschaft die Jungen sind, die als Lieferanten für neue Ideen fungieren. Manche dieser neuen Ideen sind gut und manche stellen sich als Irrtümer heraus, die im Laufe der Zeit korrigiert werden.

    So bald aber die Alten, die ihrer verlorenen Jugend nachtrauern die Mehrheit stellen, haben neue Ideen keine Chance mehr und die Trends gehen zurück zu jenen Zeiten, in welchen die Alten noch jung waren, weil diese glauben, sie könnten dadurch ihre Jugend wieder zurückgewinnen.
    Mit anderen Worten: Eine zukunftsfeindliche Gesellschaft, die lieber einen Schritt zurück geht, als zwei mutige Schritte vorwärts.
    Daß auch ein kleiner Schritt eine Lawine lostreten kann und wir in eine unsägliche Zeit, die niemand von uns erleben musste, zurückfallen könnten, das bedenken nur wenige oder es ist ihnen egal, denn die Folgen müssen ja dann die Jungen ausbaden, die in unserer Gesellschaft ohnehin nichts mehr zu vermelden haben.
    Oh du schöne Gerontokratie.

  4. world-citizen

    Mourawetz :
    @world-citizen
    In der Antike war der Juendkult bzw. Jugendwahn genauso verbreitet wie in unserer Zeit. Was also hat das mit der Moderne zu tun?

    Die Jungen, die der Gesellschaft die neuen Ideen liefern sollen, werden unterdrückt, weil sie in der Minderheit sind. Und ohne neue Ideen und neue Wege geht der Trend nach rückwärts.
    Ich brauche ja nur dieses Forum zu lesen; da ist ja viel mehr von “Zurück-Forderungen” zu lesen als von der Chance für neue Ideen.

  5. Rennziege

    @world-citizen
    “Ich brauche ja nur dieses Forum zu lesen; da ist ja viel mehr von Zurück-Forderungen zu lesen als von der Chance für neue Ideen.”

    Wo Sie hier “Zurück-Forderungen” erblicken, wird kryptisch und rätselhaft bleiben — falls Sie Beispiele zu nennen geruhen. Und was neue, taufrische Ideen angeht, setzen wir all unsere Hoffnungen bekanntlich in Sie. Lassen Sie uns bitte nicht im Stich, WC!

  6. Mourawetz

    @world-citizen
    Die Moderne steht für Aufklärung, Industrialisierung, Wissenschaftlichkeit, im Wesentlichen Erkenntnis auf Basís der Vernunft. Der Islam ist moralisch in der Nach-Steinzeit steckengeblieben und hat demzufolge nichts mit der Moderne zu tun. Die brauchen noch ein paar tausend Jahre bis sie in der Moderne ankommen, da nützt es auch nichts die Technologien der Moderne bedienen zu können und mit dem Smartphone herumzufuchteln.

    Sehen Sie nun, dass das Aufbegehren der Jugend gegen die Alten, das es zu allen Zeiten gegeben hat, nichts mit dem Gegensatz Moderne und Islam zu tun hat. Das eine ist ein Generationenkonflikt, das andere Epochen übergreifend.

  7. world-citizen

    @Rennziege

    >>>>>>>>>>>>>>> Wo Sie hier “Zurück-Forderungen” erblicken, wird kryptisch und rätselhaft bleiben — falls Sie Beispiele zu nennen geruhen. Und was neue, taufrische Ideen angeht, setzen wir all unsere Hoffnungen bekanntlich in Sie. Lassen Sie uns bitte nicht im Stich, WC! <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Zurück zur EFTA, Zurück zu nationalen Währungen, Zurück zum Protektionismus, Zurück zu nationalen Unterschieden etc. sind ja Forderungen, die hier immer wieder zu vernehmen sind.

    Europas Jugend kennt längst keine nationalen Unterschiede mehr; sie benützen überall die gleichen I-Phones, tragen überall die gleichen Lacoste und Benetton Klamotten, essen überall bei Burger-King oder Vapiano und sehen die gleichen Filme in den Kinos (nur in verschiedenen Synchronisationen). Unterschiedliche Sprachen machen noch keine unterschiedlichen Lebensweisen.
    Die Jugend ist die Zukunft. Wer die Jugend unterdrückt, unterdrückt die Zukunft.

  8. Mourawetz

    @world-citizen
    Worin bestehen nun die taufrischen Ideen? Was Sie hier vorbringen, sind die alten Versuche der Kollektivierung, mit der uns schon immer die Linken beglücken wollte. Was ist daran neu? Und wozu sollte das gut sein? Wenn man alle gleich macht, das ist Unterdrückung. Was Sie sich da wünschen, das ist Unterdrückung.

  9. world-citizen

    @Mourawetz

    Gleichmacherei ist in erster Linie ein typisches Merkmal des Nationalstaates. Die jungen Männer zum Militärdienst einziehen und sie in eine Uniform zu stecken. Minderheiten mittels scheindemokratischer Volksbefragungen zu gängeln. Eine homogene Gesellschaft zu errichten und alle, die sich nicht an die Mehrheit anpassen wollen zur Auswanderung zwingen.
    Die Freiheit des Menschen einzugrenzen auf ein kleines Gebiet zwischen Neusiedlersee und Bodensee und allen, denen dies zu wenig ist, das Joch aufzuerlegen, irgendwo anders als “Ausländer” mit eingeschränkten Rechten leben zu müssen.
    Aber das Feuer ist kalt und das Wasser trocken.

  10. Mourawetz

    @world-citizen
    Sie sehen Gleichmacherei in der Wehrpflicht? Ich fürchte ich kann Ihnen nicht folgen. Landesverteidigung ist ja wohl die erste Maßnahme gegen Gleichmacherei von außen. Wer will eine “homogene Gesellschaft erzwingen” wenn nicht Sie mit Ihrem Gleichheitszwang über Landesgrenzen hinweg, machen Sie sich nicht lächerlich.

  11. Mourawetz

    @world-citizen
    World-citizen: Freiheit zwischen Neusiedlersee und Bodensee

    Von welcher Freiheit reden Sie? Von der “Freiheit” , seine Frau zu dögeln, bis sie Grün und Blau ist? Solche Freiheit gibt es nicht in Österreich. Und darauf sind wir auch noch stolz drauf. Wenn man das will, muss man in der Türkei zu Hause bleiben.

  12. world-citizen

    Mourawetz :
    @world-citizen
    Sie sehen Gleichmacherei in der Wehrpflicht? Ich fürchte ich kann Ihnen nicht folgen. Landesverteidigung ist ja wohl die erste Maßnahme gegen Gleichmacherei von außen.

    Ja wenn sie immer noch die Mauern in Ihrem Kopf tragen, ist Ihnen nicht zu helfen. Aber wir leben alle auf der selben Erde – außen ist nur das Universum.

    http://www.the-worldcitizen.blogspot.co.at/2012/10/vielfalt-entsteht-nicht-durch.html

    http://www.the-worldcitizen.blogspot.co.at/2013/02/warum-patriotismus-meine-sache-niemals.html

    http://4.bp.blogspot.com/-Z0WBkc08sLI/UNX9OrqkA4I/AAAAAAAABSs/F6GhQ5DKtL8/s1600/weltderrealitaet.jpg

  13. Mourawetz

    @world-citizen
    “Aber wir leben alle auf der selben Erde – außen ist nur das Universum.”

    Vielleicht wollen ja nicht alle beim Burger King fressen, vor den gleichen Filmen verblöden, etc…. Was machen Sie eigentlich mit jenen, die aus der Art schlagen? Sollen die sich einen neuen Planeten suchen?

  14. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>> Vielleicht wollen ja nicht alle beim Burger King fressen, vor den gleichen Filmen verblöden, etc…. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Es gibt jede Menge Alternativen, allerdings abhängig von der Größe des jeweiligen Landes. In Liechtenstein sicher nur sehr wenige, in Österreich ewas mehr und in Europa unendlich viele. Wenn man aber Trennlinien zieht und die Mobilität erschwert, dann sind die Menschen gezwungen, sich mit den mehr oder weniger dürftigen Entfaltungsmöglichkeiten ihres Wohnsitzlandes zu bescheiden. Und je kleiner das Land, umso dürftiger sind diese.
    Es ist nicht anders, als wenn jemand nach einer / einem Braut / Bräutigam Ausschau hält. Wer sich auf das eigene Dorf beschränkt hat so gut wie keine Wahlmöglichkeiten. Zieht man dagegen in eine große Stadt, ergeben sich tausende von Chancen und wer das Internet nutzt, kann unter vielen Millionen Chancen auswählen. Und wie man sieht, machen auch viele davon Gebrauch, denn immerhin ist heute schon jede 3. Ehe binational. Das wird es zwangsläufig mit sich bringen, daß Nationalitäten in absehbarer Zeit bedeutungslos werden.

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