11 Gedanken zu „Die Angstmacherei mit der Armut

  1. Thomas Holzer

    Nicht nur mit der Armut!
    Angstmacherei scheint seit ein paar Jahren einer der Grundpfeiler der “Politik” geworden zu sein – zumindest in Europa

  2. G.

    Angst als Strategie, direkt als erfolgreiches Modell von der Kirche übernommen.

  3. astuga

    Naja, jede Armut ist erstmal eine relative Armut, da sie immer im Bezugsrahmen des jeweiligen Landes bzw der dortigen Ökonomie gesehen werden muss.
    Das macht die vielfältigen Probleme die daraus für die betreffende Gesellschaft entstehen aber nicht geringer.

    “Die Armutsquote ist nur deshalb gestiegen, weil viele Kinder eingewandert sind, die wenig begütert sind.”

    Na dann ist ja alles Ok.
    Das Bildungsniveau sinkt ja auch nur deshalb, weil Analphabeten eingewandert sind.
    Die Straftaten steigen auch bloß, weil halt teilweise Menschen mit krimineller Energie eingewandert sind.
    Alles kein Beinbruch, shit happens.
    Berlin ist arm aber sexy…

  4. astuga

    Nachsatz: man kann auch begründete Bedenken und Sorgen instrumentalisieren.

    Und man kann eine solche Instrumentalisierung benützen um jene die berechtigte Bedenken äußern zu diskreditieren.
    Hauptsache wir schaffen das!

  5. fxs

    Das Jährliche “Netto-Medianeinkommen” der unselbstständig Tätigen Österreicher betrug 2015 laut Statistischem Zentralamt (https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/soziales/personen-einkommen/allgemeiner_einkommensbericht/index.html) €19.967.- Das der österreichische Metallarbeiter, die ja jetzt um Lohnerhöhung streiken dagegen €25.168.- Selbst das 25% Quantil des Einkommens dieser Berufsgruppe ist mit €20.158.- immer noch höher als das Medianeinkommen aller Unselbstständigen.
    Interessant ist, dass laut Statischem Zentralamt das Medianeinkommen 2013 der Selbstständigen VOR STEUER nur €11.388 betrug, also weniger als 60% des Medianeinkommens der Unselbstständigen. Nach der “Armutsdefinition” im Artikel, sind also die Selbstständigen in Österreich “armutsgefährdet”.

  6. dna1

    Eine solche Armutsdefinition ist völliger Quatsch. Punkt.

  7. astuga

    @fxs
    Das überrascht bei vielen EPU`s und kleinen Gewerbetreibenden nicht wirklich.
    Vor allem in Branchen die weniger gewinnbringend sind, aber natürlich auch bei Neugründungen.
    Scheinselbständigkeit mal ausgeklammert.

    Viele bezahlen einen hohen Preis dafür ihr eigener Herr zu sein oder eigene Ideen umzusetzen.
    Erst recht in einem Staat der kleine und mittlere Unternehmer am liebsten als Untergebene behandeln würde.
    Auch die WK greift ordentlich zu für wenig Leistung – wie sagt man im Englischen: Just another sucker on the vine.

  8. raindancer

    also ich kenne keinen einzigen ASVGler der reich geworden ist…jedoch viele Unternehmer

  9. Thomas Holzer

    @astuga
    “Scheinselbständigkeit” gibt es nur in den Augen der Kammern!

  10. fxs

    @agusta
    ja natürlich, darum geht’s mir auch gar nicht, sondern darum die Lächerlichkeit dessen, was als Armut verkauft wird, darzustellen. Wenn du natürlich meinst, dass EPU’s und die, die einen hohen preis dafür zahlen, ihr eigener Herr zu sein, quasi freiwillig die Armut gewählt haben, dann halten wir sie halt für Heilige, aber nicht für Leute, die auf Kosten der öffentlichen Hand durchgefüttert werden wollen.

  11. astuga

    @fxs
    “…aber nicht für Leute, die auf Kosten der öffentlichen Hand durchgefüttert werden wollen.”

    Stimmt, das wollen sie id. Regel nicht.
    Werden sie auch nicht, im Gegenteil.

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