Die Arroganz der Öffentlich-Rechtlichen

Von | 13. Januar 2013

“Die Öffentlich-Rechtlichen verteidigen die neue Rundfunkgebühr als gerecht und effizient. Sie haben sich zu einem Staat im Staat entwickelt, der weitgehend unkontrolliert macht, was er will. (Von Henryk M. Broder, “Welt“)

3 Gedanken zu „Die Arroganz der Öffentlich-Rechtlichen

  1. Rennziege

    Die nagelneue Steuer namens “Haushaltsabgabe”, von einem ARD-Intendanten zur “Demokratieabgabe” verklärt, wird bekanntlich auch von der österreichischen Regierung und seiner allzeit getreuen Posaune namens ORF heftig angestrebt. (Gespannt harren wir des euphemistischen Trostpflasters, das die Unsrigen diesem unverhohlen kriminellen Irrwitz aufkleben werden.)

    In Germanien, immerhin, wurden und werden einige verfassungsrechtliche Klagen eingereicht, weil:

    (a) ein Haushalt, in dem weder Glotze noch Radio noch Computer noch Smartphone betrieben werden, keine elektronischen Medien konsumieren kann;
    (b) die öffentlich-rechtlichen Anstalten (nomen est omen!) keinen gesetzlich verankerten Kulturauftrag mehr erfüllen, sondern dieselben primitiven Instinkte und dieselbe primitive Quotenhurerei um jeden Preis bedienen wie die privaten Verblöder;
    (c) die geduldeten Nebengeschäfte und eigenen Produktionsfirmen gewisser Moderatoren (Jauch, Gottschalk, Pilawa et mult. al.), gepaart mit illegaler Werbung und Product Placement, ein Diebstahl am Gebührenzahler sind;
    (d) die horrenden Preise für Fußballrechte, mit denen ja primär die Millionengagen auch der krummbeinigsten Kicker berappt werden;
    (e) die öffentlich-rechtlichen Sender einen irritzig überhöhten Personalaufwand treiben, der ~70% der Einnahmen in der Verwaltung versickern lässt, während die Produktion verhungert;
    (f) man für die ~8 Mrd Euro, die ARD und ZDF alljährlich kassieren, binnen zwei bis drei Jahren ganz Hollywood (mit wesentlich besseren Filmen und Serien!) kaufen könnte;
    (g) die Nachrichtenredaktionen von ARD und ZDF überwiegend im Dienst rotgrüner Politik stehen und mehr angepasste Meinung denn recherchierte Meldung ventilieren.

    Auf die Gefahr hin, zu lang zu werden: Jeder deutsche Speditionsbetrieb soll nun pro Monat und Lkw ebenfalls diese “Haushaltsabgabe” zahlen — mit der Begründung, dass die Fahrer unterwegs Radio hören könnten. Aber die zahlen jetzt ja eh schon zu Hause, warum also nochmals an ihrem Arbeitsplatz? Auch gegen diese Abzocke wird gottlob geklagt. (Ich wiederhole: Staat und ORF, eh kaum noch unterscheidbar, planen denselben Schmäh bei uns.)

    Allmählich erscheint unsereiner der alte Ostblock als ziemlich zahm und human.

  2. derGärtner

    Leider haben Sie völlig Recht, der ORF benimmt sich wie ein Pivater
    20:15 Beginn eines Film´s sollte sein, leider vorher noch schnell eine Werbung.
    Unterbrechungen im Film, wie bei Privaten, kommt glaube ich, kaum außer bei Sportveranstaltungen, bis jetzt vor.
    Auch die Kulturbeiträge sind den Privaten Anbietern ähnlich amerikanische
    Sendungen bringen schnelle Kulturbeiträge wie King of Queens, etc.

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