Die Auferstehung der DDR

Von | 26. Februar 2016

“…Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung wünscht sich nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns eine staatliche Schranke gegen Spitzeneinkommen. Laut einer repräsentativen Umfrage der Wochenzeitung DIE ZEIT wünschen sich 44 Prozent der Befragten, “dass in Deutschland eine Obergrenze für die Einkommenshöhe festgesetzt wird”….” (hier)

24 Gedanken zu „Die Auferstehung der DDR

  1. Thomas Holzer

    Obergrenze, Untergrenze, Bremsen, Quoten, Vorschriften, Verbote: alles für den Staat, alles durch den Staat, nichts ohne den Staat, und schon gar nichts gegen den Staat.
    Weit haben die “Eliten” es gebracht; der “Einzelne” ist ohne den Staat ein Nichts.
    Quo vadis Europa?

  2. Nattl

    Die Deutschen sind Idioten. Das haben sie in der Geschichte mehrmals bewiesen. Und sie laufen den irrigsten Ideen bis zuletzt mit Begeisterung nach. Ein Adolf Hitler konnte nur in Deutschland groß werden. Nicht Dichter und Denker sondern maximal Dichter und Deppen. Und die Österreicher waren stets das Beiwagerl dieses Idiotenvolks. Die aktuelle Asylkrise löst das Problem mit den Deutschen diesmal hoffentlich ein für allemal und vor allem nachhaltig.

  3. Marianne

    Genau so könnte man fragen ob es Obergrenzen hinsichtlich der Größe des Autos oder der Wohnungen in der unmittelbaren Nachbarschaft geben sollte. Wenn Neid als Motivator abgefragt wird, ist das Ergebnis vorhersehbar. Bemerkenswert, daß “nur” 44% sich zu ihren Neidgefühlen bekannten. Ich vermute, daß tatsächlich eher 88% für derartige Beschneidungen sind.

  4. Selbstdenker

    @Nattl:
    Lassen Sie es mich so formulieren: “die” Deutschen sind wieder in ihrem Element.

    Ich bin seit Jahren aus geschäftlichen Gründen regelmäßig in Deutschland und habe es mit den unterschiedlichsten Leuten zu tun. Es gibt natürlich vieles, das in Österreich wirtschaftlich (exzessive Steuern, Überregulierung, etc.) schief läuft, jedoch legt Deutschland ein Tempo des kulturellen Verfalls hin, dass einem zum Teil der Mund offen bleibt.

    Was mit Deutschland gerade passiert, fällt einem von der langjährigen Außenperspektive recht deutlich auf. Instinktiv spüren es auch “die” Deutschen, dass gerade eine riesige Transformation stattfindet – sie unterliegen jedoch dem Trugschluss, dass die Reste der noch vorhandenen Marktwirtschaft die Auslöser wären.

    In einer Situation in der sich Familien, kleinräumige soziale Strukturen und ein bislang enges Geflecht regionaler klein- und mittelständischer Unternehmen in Luft auflösen, wenden sich die Leute immer mehr dem Staat als Übervater / Übermutti zu. Die Deutschen durchlaufen (geschätzt) seit 2013 eine Zeitreise in Richtung der 1930iger Jahre.

    Und hier entfaltet sich der problematischste Charakterzug der Deutschen: der Glaube an die Obrigkeit bis zum bitteren Ende. In Situationen in denen sich Franzosen wie ein störrischer Esel verhalten und sich Österreicher mit den Worten “das bringt nichts mehr” aus dem Staub machen, verbeißen sie die Deutschen immer mehr, weil sie es nicht glauben können, dass ihnen die Obrigkeit (wieder) eine Lebenslüge aufgetischt hat. Die Migrationskrise ist hier zwar nicht der Auslöser aber ein Brandbeschleuniger dieser Entwicklung.

  5. Reini

    … da wird die Fußballergewerkschaft aufschreien! …
    … der Kommunismus scheint noch im deutschen Blut zu stecken! 😉

  6. Thomas Holzer

    @Reini
    Nur eine Frage der Zeit, bis auch für den DVB und dessen Vereine eine verpflichtende Frauenquote gefordert wird 😉

  7. Reini

    @TH … die gibt’s schon,… kommen nur nicht zum Einsatz, sitzen nur auf der Bank, und “verwalten” das Einkommen,… 😉

  8. Fragolin

    Geben wir uns keinen Illusionen hin: In Österreich wäre das Ergebnis kein anderes.

  9. Falke

    “Ob ein Unternehmen erfolgreich sei oder nicht, hänge von der Nachfrage des Produktes ab” – eben! Und welches Produkt wo und wie erzeugt und vermarktet wird, entscheidet der Manager bzw. Geschäftsführer. Bei falscher Entscheidung geht die Firma pleite und alle Arbeitnehmer verlieren ihren Job und ihr Einkommen. Daher ist ein guter Manger, der die richtigen Entscheidungen trifft, gar nicht hoch genug einzuschätzen – und zu bezahlen.

  10. MD

    Ich wollte – als deutscher – nur mal vorsichtig darauf hinweisen, dass ich mit Aussagen der Art ” . . . die Deutschen sind so . . .” genauso wenig anfangen kann wie mit anderen Pauschalierungen. Gerade “die Deutschen”, die auf Plattformen wie dieser hier mitlesen, taugen nicht als negativ-nationale Zielgruppe.

    Im übrigen kann man sich bei dem Themenkomplex “Maximallohn-Mindestlohn” wohl alle “repräsentativen Umfragen” sparen. Die Ergebnisse sind vorhersehbar. Man könnte höchstens Fangfragen einbauen wie

    “Wären Sie auch dann für eine Obergrenze der Gehälter, wenn dadurch Ihr eigenes Einkommen um 1 Prozent schrumpft, nur damit wir sicher sein können, dass Ihre Antwort auf Überzeugung und nicht auf Neid basiert?”

    Ich weiß, reine Theorie.

  11. Selbstdenker

    @MD:
    Mit der Formulierung “die” Deutschen habe ich für meinen Teil angedeutet, dass es sich um eine Verallgemeinerung handelt, die nur auf einen bestimmenden Teil und nicht auf alle gleichsam anwendbar ist. Zu mehr politischer “Korrektheit” bin ich aber nicht gewillt, da Ortner Online kein Kindergartenforum ist und den meisten Leuten klar ist, dass es letztlich immer auf das Individuum ankommt.

    Wenn ich jedes mal eine Schnappatmung wie Claudia Roth bekommen würde, wenn ich “Ösi”, “Mautpreller”, “Schluchtenscheisser” oder nur “die Österreicher” höre, wäre ich wahrscheinlich schon längst erstickt. Als “Ösi” lässt mich das ganze jedoch ziemlich kalt.

    Das Problem ist, dass der Einzelne nur begrenzte Möglichkeiten hat, sich dem kollektiven Wahn zu entziehen. Theoretisches Beispiel: wenn acht von zehn Pärchen keine Kinder haben wollen, wird dies auf die eine oder andere Weise einen Einfluss auf andere haben – auch jene, die drei oder vier Kinder haben.

    Deutschland bestätigt (nach den USA) meine These, dass die größten Fehlentscheidungen am Zenit des eigenen Erfolges getroffen werden. Man überschätzt sich und die fatalen Folgen zeigen sich meist erst stark zeitversetzt: in einigen Jahren werden sich die Leute fragen, wie man nur diese Fehlentscheidungen treffen konnte. Was noch erschwerend hinzukommt ist, dass der Erfolg in einigen Bereichen auf einer Illusion aufbaut (z.B. Staatsschulden ohne Betrachtung der Verschuldungsdynamik infolge der demographischen Entwicklungen) und so der Zeiger irreführender Weise noch im “grünen Bereich” ist.

    In Deutschland hat man circa 2013 den Schalter umgelegt; seitdem fliegt dieses Land noch eine Weile mit der Schubumkehr bis es ordentlich kracht. Noch mehr als “harte” ökonomische Fakten, fallen hier “weiche” gesellschaftliche Fakten ins Gewicht. Mit Ausnahme einiger Vernunftinseln in Bayern und Baden-Würtenberg, hat sich das bürgerliche Rückgrat der Gesellschaft in Luft aufgelöst. So etwas bleibt mittel- bis langfristig nicht ohne Folgen.

  12. Selbstdenker

    @MD
    “Wären Sie auch dann für eine Obergrenze der Gehälter, wenn dadurch Ihr eigenes Einkommen um 1 Prozent schrumpft, nur damit wir sicher sein können, dass Ihre Antwort auf Überzeugung und nicht auf Neid basiert?“

    Diese Idee hat was für sich. Das Problem bei solchen Umfragen ist ja meistens, dass die Befragten sich nicht vorstellen können, dass sie selbst die “Segnungen” ihrer eigenen Forderungen zu tragen hätten.

  13. Christian Weiss

    Vor einigen Jahren wurde in der Schweiz über die “1:12-Initiative” abgestimmt, die dafür sorgen wollte, dass das höchste Gehalt in einem Unternehmen das zwölffache des geringsten nicht übersteigt. Schon damals konnte man in den Leserkommentaren jener deutschen Zeitungen, die darüber berichteten, eine grosse Begeisterung für das Anliegen feststellen. Als wir dann diese dämliche Initiative sang- und klanglos abserviert haben, war das Unverständnis riesig. Wieso waren die dummen Eidgenossen nicht bereit, ihrer Wirtschaft Schaden zuzufügen, wenn man dafür doch so viel Spass zurück bekommt, indem man “denen da oben” die Löhne wegkürzen kann?

    Deutsche sind nun mal zur Mehrheit keine Anhänger der Marktwirtschaft. Wofür sie allerdings auch nicht viel können. Die politischen Systeme sind seit jeher auf Bevormundung ausgelegt – sogar jenes der Bundesrepublik. Es gibt zur Hauptsache Parteien- statt Personenwahlen. Dank 5-Prozent-Hürde bleibt das Machtkonglomerat der etablierten Parteien erhalten. Die Politik wird generell durch betriebsblinde Berufspolitiker bestimmt. Die etablierte Politik scheut die direkte Demokratie wie der Teufel das Weihwasser.
    Wie soll denn da mal was Schlaues entstehen?

  14. Mona Rieboldt

    Na ja, bei einer Umfrage der linksgedrehten “Zeit”, was soll denn da sonst für ein Ergebnis heraus kommen. Diejenigen, die diese Zeitung lesen, denken auch links-grün. Und Neid auf die, die mehr besitzen, wird schon lange von der SPD und Grünen geschürt. Das Volk, das man spalten kann, haben Politiker besser im Griff.

  15. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt:
    Wobei: sobald sich die Gehaltsdiskussion in Richtung Politikerbezüge und Gagen von Profi-Fussballspielern dreht, wird diese plötzlich zur “Neiddiskussion”.

    Soviel Doppeldenk muss man erst einmal packen. Das simulative “Ergebnis” (Schauspieler, Politiker-, Journalisten- und Fussballdarsteller) irgendwo wird offenbar höher geschätzt als das reale Ergebnis (Arbeitsplatz) im Ort.

  16. gms

    Nattl,

    “Die Deutschen sind Idioten.”

    Dieses harte Urteil ist dann berechtigt, so es beinhaltet, die Deutschen als Kollektiv würden als eine von Medien getaktete Empörungsgemeinschaft sich zyklisch darüber alterieren, was wirren Köpfen entsprang und hernach ventiliert wurde.

    Wer darin (*) mehr Zeit investiert, als zum Querlesen und Kicken in die Mülltonne nötig ist, verdient es vermutlich tatsächlich, Idiot genannt zu werden, zumal er sich seiner eigenen Idiotisierung hingibt, sofern er nicht rechtzeitig den Wechsel auf die Metaebene schafft.

    *) —–
    Das Vermächtnis – so lautet der Titel der Untersuchung, für die DIE ZEIT und ZEIT ONLINE mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Sozialforschungsinstitut infas zusammengearbeitet haben. Die Studie ist mehr als eine der üblichen Momentaufnahmen, mit denen dem Land der Puls gefühlt wird. Es geht um Vergangenheit, Gegenwart und gesellschaftliche Zukunft. Wie leben die Deutschen, und was würden sie kommenden Generationen gern vermachen? Wovon würden sie ihnen abraten? Welche Zukunft erwarten sie? Ungewöhnlich: Die Interviewer haben nicht nur 3.000 Gespräche mit repräsentativ ausgewählten Menschen geführt, sondern die Befragten auch riechen und tasten lassen. Wie riecht die Zukunft: eher wie Grapefruit, wie Rosenblüten, wie Heu? Wie fühlt sie sich an – glatt, rau, hart oder weich?
    —–

  17. gms

    Fragolin,

    “Geben wir uns keinen Illusionen hin: In Österreich wäre das Ergebnis kein anderes”

    Ergebnis wovon?! Was irgendwelche linken Esoteriker umfragetechnisch aus dem Volk melken, veranschaulicht eher das Mindset der Melker, denn jener, deren Absichten und Einschätzungen vorgeblich unter dem Mikroskop lagen.

  18. Selbstdenker

    @gms:
    “Wie riecht die Zukunft: eher wie Grapefruit, wie Rosenblüten, wie Heu? Wie fühlt sie sich an – glatt, rau, hart oder weich?”

    Meine Einschätzung: die Zukunft riecht nach Plastiksprengstoff und getrocknetem Blut. Sie fühlt sich wie Knebel um Hände, Füße und dem Brustkorb an.

    Alles wird gut! 🙂

  19. gms

    Christian Weiss,

    “Deutsche sind nun mal zur Mehrheit keine Anhänger der Marktwirtschaft.”

    Siehe: Interpunktionsketten und selbsterfüllende, aber inital falsche Prophezeihungen.

    Keine Frage, die Deutschen und Bürger andere Länder sind mehrheitlich nicht so korrekt eingenordet, wie der handelsübliche Libertäre es gerne hätte. Nur erkennt der Libertäre zugleich Hintergründe hierfür, die, wenn auch nicht monokausal, darin liegen, daß einem Volk mit Propaganda aus veröffentlichter Stimmungslage im Pingpong zwischen linken Thinktanks und artig mitspielenden Medien eingetrichtert wird, es hielte nichts von Marktwirtschaft. Wer dann noch an Freiheit glaubt, findet sich plötzlich allein auf weiter Flur, doch sitzt er einem gezielt induzierten Trugschluß auf.

    Selbst wenn die ventilierten Ergebnisse solcher Studien für die Mehrheit der Leser erkennbar unkorrekt sind, so bringe sie dennoch eine Dynamik in Gang. Debattiert wird dann vorhersagbar über Prozentsätze, Verhältnisse und die ominöse ‘Fäääaness”, nicht jedoch über basale Prinzipien.
    Und bevor man bis drei zählen kann, ist der mentale Fokus des Volkes exakt dort, wo ihn Linke haben wollen. Postwendend finden sich auch politische Vollstrecker, die den vermeintlichen Volkswillen in Gesetze gießen.

    Das Tragische dabei: Selbst mach Libertäre glauben den ventilierten Unsinn und spielen damit ungewollt ihren eigen Feinden in die Hände.

  20. Thomas Holzer

    @gms
    Die Realität sieht aber leider anders aus; zumindest sehe ich dies so.
    Da bedarf es keiner selbsterfüllenden Prophezeihungen mehr

  21. gms

    Thomas Holzer,

    “Die Realität sieht aber leider anders aus; zumindest sehe ich dies so.”

    Selbst wenn wir hier im Forum keine Einigkeit über die Realität herstellen können, so herrscht selbige doch mutmaßlich über die Existenz eines eklatanten Unterschieds zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung.

    “Da bedarf es keiner selbsterfüllenden Prophezeihungen mehr”

    Ich behaupte und akzeptiere allfällige Widerlegungen, wonach Stimmungsbilder gezielt beinflußbar sind und hierbei wiederum linke Kräfte federführend sind. Manch ein Politiker behauptete nicht ohne jeden Grund, zum Regieren bedürfe es bloß der Bild-Zeitung.
    Egal nun, wie Deutsche tatsächlich betreffend Marktwirtschaft verfaßt sind — wer das Geschreibsel besagter Studie namens ‘Die Welt die wir erleben wollen’ ernstnimmt und die von der ‘Zeit’, die an der Studie mitwirkte, apodiktisch formulierte Schlagzeile ‘Deutsche fordern Obergrenze für Spitzengehälter’ für relevant hält, dem kann taxfrei nicht nur Fatalismus, sondern darüber hinaus noch erfolgreiches Absolvierten des Brainwashing-Programms attestiert werden.

    Die Debatte, wie verkorkst das gute alte Germanien mitterdings ‘real’ ist, mögen andere führen und damit die fünfte Kolonnne bilden, weil es jene Energien abzieht, die’s zur Antwort nach einem allfälligen Warum bedarf, so man sich auf ein grundsätzliches Auseinanderfallen von Ist und Soll einigt.

  22. Thomas Holzer

    Ich bezog mich eigentlich auf die österreichische Bevölkerung 😉
    “Alles durch den Staat, nichts ohne den Staat, alles vom Staat”, das erachte ich in Österreich schon als sehr weit verbreitet……..

  23. mariuslupus

    Ob Linksdiktatur, oder Rechtsdiktatur, wo ist der Unterschied? Die eigentliche Überraschung ist ,dass es die Bevölkerung in Deutschland so lange in einer Demokratie ausgehalten hat. Es wird immer vergessen dass die “DDR” Musterschüler im kommunistischen Block war. Die “DDR” ist nicht an dem Willen der eigenen Bevölkerung gescheitert, sondern an den Reformen in der Sowjetunion. Die begeisterten “DDR” Bürger unter ihnen viele, viele, kleine Spitzel, auch IM, genannt, hätten gerne ihre heimelige SED-Stasi Diktatur behalten.
    Aber jetzt kommt die Wende. Die nächste Diktatur ist in den Startlöchern. Oder schon munterwegs ?
    Auch Herr Zukerberg macht bei der Einschränkung der Redefreiheit, mit.

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