Die Augen zuhalten hilft leider nicht

Von | 18. Dezember 2021

(ANDREAS UNTERBERGER)  Es fällt erst im Rückblick auf, welches Thema beim jüngsten turbulenten Massenrücktritt, einschließlich jenem von Bundeskanzler, Finanzminister und Altbundeskanzler, absolut keine Rolle gespielt hat. Dabei steht das Thema normalerweise weltweit wie auch hierzulande sonst fast immer im Mittelpunkt, insbesondere in dem von Krisen: Das sind Wirtschaft und Finanzen, das ist der Reformbedarf im Sozial- und Steuersystem, das sind Budgets und Defizite.

Nichts, absolut nichts hat da interessiert. Weder die Abgehenden noch die Kommenden, weder Regierung noch Opposition. Dafür gibt es theoretisch zwei mögliche Erklärungen: Entweder, es ist eh alles bestens. Oder aber die politischen Akteure haben durch die Bank nichts begriffen.

Es ist jedoch völlig klar: Von “eh bestens” kann keine Rede sein. Vielmehr ist die Sorgenliste gewaltig, würde man die Fakten anschauen.

  • Wir haben die höchsten Inflationswerte seit 30 Jahren; und manche Pessimisten befürchten gar, dass wir bald mit den 70er Jahren vergleichen müssen, als die Inflationsrate auf 9,5 gestiegen ist. weiterlesen hier

Ein Gedanke zu „Die Augen zuhalten hilft leider nicht

  1. Cora

    Die Neuauflage der Staatsanleihenaufkäufe durch die EZB ist der offenkundige Bruch mit dem Versprechen, der Euro werde so hart sein wie die DM. Ich will meine DM wieder zurück, das sage ich, weil der Schilling direkt an die DM gebunden war. Versprechen nicht gehalten? Dann müssen wir uns auch nicht an euch halten. Der Vertrauensbruch ist vollzogen.

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