„Die Ausgrabung“: Britische Tugenden provozieren das deutsche Feuilleton

Von | 9. Februar 2021

„Die Ausgrabung“, der neue Film des Regisseurs Simon Stone, präsentiert bei Netflix, ist erfreulich, weil er heilige Kühe der Gegenwartskultur angreift: das definitorische Geschrei und das hemmungslose Moralisieren. Auf eine stille Art provoziert das Werk. Zwei der besten Schauspieler Großbritanniens sind zu sehen: Ralph Fiennes und Carey Mulligan. Mike Eley ist ein großartiger Kameramann, der in strengen Totalen Personen und Landschaft auffasst. Der Film ist auch ein politisches Statement – durch Negation der aktuellen Gemeinschaftsklischees, vom „Wir“, vom „Volk im Krieg gegen Hitler-Deutschland“. mehr hier

2 Gedanken zu „„Die Ausgrabung“: Britische Tugenden provozieren das deutsche Feuilleton

  1. Johannes

    Der Brexit war für die von Deutschland geführte EU ein unverzeihliches Vergehen welches selbst Merkel nicht rückgängig machen konnte.
    Seither wird versucht alles schlechtzureden was in und um Großbritannien passiert, vor allem britischer Patriotismus wird als dumme, rückständige unzeitgemäß Verhaltensweise gebrandmarkt.

    Ich kann mich gut erinnern an eine Zeit als Korrespondenten noch mit allem Respekt über die jeweilige Regierung Großbritanniens berichteten. Heute scheint jeder Respekt, vor allem wenn der “Falsche” in der Regierung sitzt abhanden gekommen.
    Vom ersten Satz an ist die ganze Parteilichkeit zu erkennen und in präpotenter Überheblichkeit wird berichtet als würde man als letzte höchstgerichtliche Instanz ein Urteil sprechen .

  2. dna1

    Diesem Artikel kann ich mich nur anschließen. Ein toller Film und ganz anders, als der sonstige Trash, der heutzutage produziert wird, mit seiner unbedingt erforderten und schon fast ekelhaften politischen Korrektheit und dem offenbar notwendigen Befolgen althergeholter Gut-Böse-Strickmuster.
    Dass die FAZ den Film als “Langeweiler” wertet ist nur bezeichnend für das mangelnde Niveau der Zeitung, aber bitte, jedem was ihm gefällt.

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