Die Babyboomer-Großeltern-Armee

Von | 23. Februar 2016

(MARCUS FRANZ) Dieser Text richtet sich an alle unter 40. Vorwiegend jedenfalls. Wenn diesen Artikel meine Altersgenossen (50+) auch lesen, umso besser. Denn die sind sekundär ebenfalls betroffen. Oder besser gesagt, die sind in gewisser Weise sogar ursächlich und verantwortlich involviert.

Worum es geht: In Zukunft könnte es in Österreich so viele Omas und Opas geben wie nie zuvor. Könnte. Denn dieser grundsätzlich erfreuliche Fall tritt nur dann ein, wenn die Jungen (also die Leute unter 40) sich aufraffen und ein neues Faible und neuen Mut für Familie und Nachwuchs entwickeln.

Falls sie das tun, hätten sie nämlich einen ganz entscheidenen Vorteil gegenüber den früheren Generationen: Sie könnten ihre Kinder im Bedarfsfall einer Heerschar von fitten und langlebigen Omas und Opas anvertrauen, die selber als Eltern nur relativ wenig Zeit und Geld ins Kinder-Bekommen und in die Kindererziehung investiert haben. Da gibt es, um es vorsichtig auszudrücken, ein Wiedergutmachungspotenzial, das der jetzigen jungen Generation zugute kommen könnte – ja sogar sollte.

Unsere Geburtenrate “grundelt” seit den 70ern unter der Erhaltungsgrenze, sie liegt derzeit bei 1,44 Kinder/Frau. Dass damit langfristig kein Staat überleben kann, ist bereits Allgemeinwissen. Die Babyboomer, also die geburtsstarken Jahrgänge aus den 60ern, waren ironischerweise selber nicht besonders baby-affin respektive vermehrungsfreudig. Die Ein-Kind-Familie und grad noch die Zwei-Kind-Familie waren über Jahrzehnte das Ideal der Babyboomer. Viele entschieden sich überhaupt gegen die Familie.

Die Ursachen für diese Entwicklung sind allgemein bekannt: Die Erfindung der Pille und die damit zusammenhängende neue Freiheit der Frau sowie die gesellschaftlichen Umwälzungen nach 1968 ermöglichten diese – historisch betrachtet – völlig neuen Verhältnisse.

Hinzu kommt noch unsere exzessiv gestiegene Lebenserwartung. Diese übt auf die durch die niedrige Geburtenrate bedingten demografischen Veränderungen einen zusätzlich aggravierenden Einfluß aus. Wir alle kennen bereits zur Genüge die aus der aktuellen, altenlastigen Demografie entstandene Pensionsproblematik und die damit zusammenhängenden Reformnotwendigkeiten.

Mir geht es aber hier um etwas anderes. Wie schon oben erwähnt bietet die aus der Überalterung entstandene Armee der potenziellen Großeltern den Jungen eine Riesen-Chance. Diese Option könnte in weiterer Folge auch den zukünftigen Alten mehr Lebenssinn und Daseinsfreude geben: Wenn es uns nämlich gesellschaftspolitisch gelingt, die Wertigkeit von Familie und Kindern wieder auf jenes Level zu heben, das ihr gebührt, könnten Alt und Jung freudigen Zeiten entgegenblicken.

Wir brauchen dafür einfach mehr Kinder und mehr Willen, Verantwortung für diese Kinder zu tragen. Und natürlich braucht es ein gesellschaftliches Umdenken: Die Selbstverwirklichung und der Sinn des Lebens liegen nicht (nur) im Hier und Jetzt, sondern vor allem in der Weitergabe dieses Lebens.

Drum, ihr Jungen, seid mutig und gründet Familien! Auch wenn die möglichen Mamas und Papas heute fast alle berufstätig sind – das ist keine Ausrede. Denn für Eure Eltern, die alternden Babyboomer, gilt ganz klar der Aufruf: Übernehmt mit den Jungen gemeinsam die Verantwortung für deren Kinder, es sind eure Enkel! (Anmerkung: Der Autor ist selbst 3-facher Vater)

28 Gedanken zu „Die Babyboomer-Großeltern-Armee

  1. Mona Rieboldt

    Ja und jetzt finden sich ganz viele junge Männer, die unbedingt heiraten und Kinder in die Welt setzen wollen. Die möchte ich mal sehen.
    Ob Großeltern überhaupt können und wollen, ihre Enkel auch noch aufzuziehen, wage ich zu bezweifeln.

    In Ihrem Text fehlt nur noch

  2. Mona Rieboldt

    In Ihrem Text fehlt nur noch, “die Selbstverwirklichung und Sinn des Lebens” einer Frau liegt im Gebären von Kindern. Ja die böse Pille und die gute Ausbildung von Frauen sind schuld an den wenigen Kindern.

    Es muss jedem selbst überlassen werden, wie, wann und ob überhaupt sich vermehrt wird. Weder Gebärprämien noch moralische Appelle schaffen mehr Kinder.

  3. Fragolin

    Sooo, und welches Weltbild wird jetzt von den führenden Parteien dieses Landes propagiert:
    1. Frauen müssen stark und unabhängig sein, was aus wirtschaftlicher Sicht nichts anderes heißt als willige Sklavinnen der billigsten Tretmühlen (bereits Teilzeit ist gaga und grenzt ans asoziale) und damit eigenständige Konsumentinnen für jeden Tinnef.
    2. Frauen müssen das soziale Umfeld pflegen, die Familie zusammenhalten und sich um Kinder und Großeltern kümmern (wodurch diese nicht ins Altenheim abgeschoben werden, was der Volkshilfe Milliardenverlsudte bescheren würde, die nur mit weiteren hunderttausenden orientalischen Dauerversorgungsfällen kompensiert werden könnten).
    Also, wie löst man jetzt den Knoten zwischen dem fortschrittlichen, feministischen und im Mantel der Selbstbefreiung daherkommenden Joch des Punktes 1 und dem alten, verzopften, ewiggestrigen Rollenbild aus Punkt 2? Solange eigenes Geld zur Befriedigung eigener Konsumbegehren wichtiger sind als die vollkommen anders gearteten Begehren einer “Familienkarriere” und solange Frauen, die sich freiwillig für die “alte” Rolle entscheiden, von ihren eigenen “Interessenvertreterinnen” als dumpfe Sklavinnen patriarchalischer Versklavung verhetzt werden, während jene, die irgendwann einsam und verhärmt in der Alterteilzeit hängen und erkennen müssen, ihr Leben an die Wirtschaft und billigen Konsum verschleudert zu haben, eingetrichtert bekommen, das bessere Los gezogen zu haben, wird sich nichts ändern.
    Herr Franz, der Wurm sitzt tief in der Gesellschaft. Sehr tief. Und die Omas und Opas werden im Altenheim nicht auf ihre Enkerl schauen – eher anders herum. Und die Frauen werden sich mehrheitlich nicht gegen den mainstream stemmen und der schnellen Befriedigung durch Konsum abschwören, um die zwar viel tiefere, aber auch mühsamere und langwierigere Befriedigung im Kreise der sozialen Gruppe zu erfahren. Nein, der Zug ist abgefahren.
    Und btw sind auch immer weniger Männer bereit, die Verantwortung bis zur letzten Konsequenz wahrzunhmen, vom Wechseln der Windeln bis zum jahrelangen Totalverzicht auf geliebte Hobbies, um mit den Zwergen Radfahren zu üben oder Ausflüge zu machen, von den durchwachten Nächten einer Mittelohrentzündung bis zum bedingungslosen Unterstützen der Frau und der Familie mit Kraft, Energie, Zeit und Geld.
    Wir sind konsumgeil, fett und faul geworden. Das ist der Preis des “Wirtschaftswunders”.
    Das rächt sich jetzt.

  4. Mona Rieboldt

    @fragolin
    “konsumgeil, fett, faul”
    Na ja, die arbeitenden Männer und Frauen sind auch Leistungsträger, die ein Wirtschaftswunder erst möglich gemacht haben. Und es sind die Leute, die mit ihren Steuern die vielen orientalische Asylanten ernähren.

  5. de Voltaire

    Nein, Hr. Franz. Dieser Artikel baut auf den gleichen Fehler, der bereits zur aktuellen Situation eines aussterbenden Volkes geführt hat, und wird daher nichts ändern. Just more oft he same …

    Worum es geht: Die Erfindung der Pille und 1968 alleine als Ursachen zu sehen greift zu kurz, viel zu kurz. Und führt auch (siehe die Kommentare hier) sofort zur falschen Fragestellung nach der gewünschten „Rolle der Frau“. Aber so ist es zwangsläufig, wenn etatistische und gesellschaftsklitterische Ansätze auch in den privatesten Bereich überhaupt erweitert werden. Wenn sich die Frauen gegen eigene Kinder entscheiden, weil sie von der sogenannten Gesellschaft in eine andere Rolle gedrängt werden und weil sie damit finanziell wesentlich besser (und natürlich auf Kosten von Eltern und deren Kinder) leben, dann ist nicht die Pille dafür verantwortlich. Wenn sich Männer gegen eigene Kinder entscheiden, weil sie die sogenannte Rechtssprechung damit als Freiwild für die Exfrau ansieht und weil sie damit finanziell wesentlich besser leben, dann ist nicht die Freiheit der Frau dafür verantwortlich. Und wenn dann die, „die selber als Eltern nur relativ wenig Zeit und Geld ins Kinder-Bekommen und in die Kindererziehung investiert haben“ ganz simpel meinen, dass jetzt eben die jungen (der anderen, wenn man selber keine hat) dran sind – dann soll sich das plötzlich ändern? Weil jetzt die, „die selber als Eltern nur relativ wenig Zeit und Geld ins Kinder-Bekommen und in die Kindererziehung investiert haben“ sich doch langsam Sorgen um ihre Pension machen? Wo ihnen doch der Staat das Geld der Kinder der Anderen schon lange versprochen hat? Nichts gegen ein solidarisches Pensionsmodell, aber ein geplantes Leben auf Kosten anderer ist eben gerade nicht solidarisch!

    Die Lösung kann nur sein, echte Wahlfreiheit zu ermöglichen, also die Umverteilung von Eltern und Kinder zu den Kinderlosen sofort zu stoppen. Und den Staat und die „Gesellschaft“ aus dieser Entscheidung draußen zu halten. Und für die Folgen dieser individuellen Entscheidung ist auch nicht der Staat oder die „Gesellschaft“ verantwortlich. Und ob es dann genügend Kinder gibt oder ob wir aussterben wird ohnehin die Evolution zeigen, dazu bedarf es keine „demokratischen“ Beschlüsse.

    Eine andere Alternative ist natürlich, zusätzlich zu den Kindern andrer noch Zuwanderung zu forcieren, um diese dann zukünftig ausbeuten zu können. Aber dann dürfen wir uns zukünftig nicht wundern, wenn wir in eine Gesellschaft mit fremden Wertvorstellungen leben werden. Und wir dürfen uns nicht wundern, wenn die Pensionszahler diese Ausbeutung später dann durchschauen und es dann statt der teuren Pflege einen billigen Tritt in den Allerwertesten gibt. Wir haben ihn dann redlich verdient. (Anmerkung: Der Autor ist selbst 3-facher Vater. Und glücklich mit seinen Kindern.)

  6. astuga

    An und für sich kann man dem ja zustimmen.
    Bloß ein kleiner Einspruch, es gibt keine exzessiv gestiegene Lebenserwartung!

    Das ist letztlich ein statistischer Wert der vor allem durch die deutlich längere Lebensdauer einer kleinen Gruppe zustande kommt (überwiegend Frauen – ein Blick in die Seniorenheime reicht).
    So wie in früheren Jahrhunderten die niedrige Lebenserwartung hauptsächlich Resultat einer hohen Säuglingssterblichkeit war.
    Ich kenne in meinem Umfeld (Familie, Kunden etc.) zahlreiche Fälle wo weder von besonderer Gesundheit noch besonders hoher Lebenserwartung die Rede sein kann.
    Viele haben gerade mal die ersten Pensionsjahre erreicht, mitunter nicht mal das.

  7. astuga

    Dank unserer verantwortungslosen und vertrottelten Politiker kann man ja leider heute nicht mehr sorgenfrei Kinder in die Welt setzen.
    Wenn man die Möglichkeit hat, dann sollte man es natürlich dennoch tun.

  8. Urban Galler

    @Marus Franz, haben Sie das schon mit ihrer Familienministerin besprochen ? Wenn sie weiter so gegen die Parteilinie anschreiben droht ihnen noch ein Parteiausschluss. Was machen sie überhaupt bei der Österreich Verräterpartei mit diesen gesellschaftlichen Anschauungen oder werden sie nur vorgeschoben, um dem Wähler so etwas wie eine Familienpartei vorzugauckeln ?

  9. Reini

    … der Bericht erinnert mich an “Teenager werden Mütter”!!! … 😉 … schlechte Bildung macht eben viele Kinder, bessere Bildung weniger,… wenn das Volk dümmer wird kommen wieder mehr Kinder auf die Welt! … 😉
    … na ja, und irgendwer muss dann unsere Kinder finanziell erhalten, wer wenn nicht Oma und Opa mit der Pension! …

  10. Lisa

    @Reini: so ist es leider, Das war gut in Italien zu sehen, wo zehn fünfzehn Kinder pro eltern keine Seltenheit waren. Kaum war die nächste Generation besser ausgebildet – und konnte sich andere Freizeitvergnügungen, TV etwa, leisten – sank sie auf drei, mitllerweile auf fast ein Kind pro Frau. Die Idee mit den Grosseltern wäre nur machbar, wenn man ihnen neben der Plackerei mit den Kids auch entsprechende Handlungsfreiheit geben würde – aber wer von diesen verunsicherten Müttern will sich schon von der eigenen Mutter sagen lassen, das Kind sei zu wenig warm angezogen oder sie möge mal auf das Fingernägelkauen achten… Helikopter-Eltern wollen alles unter Kontrolle haben… Bei mir hiess es einfach: Hier gibts weder Süssigkeiten noch Fäänsee am Abend – bei Oma und Opa könnt ihr das meinetwegen haben, hier gelten andere Regeln. Und dann ist da noch die Sache mit der Dankbarkeit: lieber Kita bezahlen als Danke sagen müssen. Falls das Migrations-Programm etwa die Hoffnung beinhaltet, es gebe nun wieder mehr Kinder, vergisst, dass es in der nächsten Genetrarion genauso aussehen wird: die Einwanderer altern, es sind nicht genug Junge da – also weiter via Migration die Bevölkdrungszahl stabil halten. Andernorts, in Afrika etwa, hats ja noch genug Gebärwillige.

  11. wbeier

    Selbstverwirklichung der Frau? Pille? Bequemlichkeit?
    Oder doch vielleicht die Notwendigkeit der Berufstätigkeit um einen halbwegs passablen Lebensstandart im Hochpreisland zu halten? Ob der Herr Franz über die Kosten von Wohnraum, der ja fürs Kinderhaben Voraussetzung ist, informiert ist? Ist dem Herrn Franz bekannt, dass das Alter der Familiengründung seit Jahrzehnten ständig steigt? Mittlerweile bekommen junge Menschen vor dem 30ten Lebensjahr existentiell kaum ein Bein auf den Boden – Generation Praktikum halt….. und nach dem 30ger geht sich irgendwie auch keine Kinderschar mehr aus!
    Kindergartenplätze immer noch als Gnadenakt oder sauteuer? Also Spielfelder genug um politische Paradigmen zu verbessern und die mäßige Motivation zum Kinderkriegen reicht halt schon bis zu den Babyboomern zurück. Immerhin eine Zeit als man/frau am richtigen Platz aber noch richtiges Geld machen konnte von dem die Kinder und Kindeskinder heute oft noch zehren.

  12. bazille

    Gut ich bin mit 40 eigentlich ausserhalb der Alterskohorte die Herr Franz anspricht. Aber ganz so wie er sehe ich es nicht. Meine Frau und ich haben beide studiert ( sie Bauingenieurwesen,ich Molekularbiologie) Das Studium hat zu lange gedauert und die Jobsuche danach ebenfalls. (soweit zu den gefragten MINT Studien). Nach 6 Jahren Berufsleben haben wir ein Kind bekommen, den Wohnraum danach aufgestockt und nun sind wir beide um die 40. Das war es damit. Ich will mich nicht beschweren, aber wir werden kein zweites Kind bekommen, weil es altersmäßig nicht mehr zur Debatte steht und finanziell (durch den Wegfall des zweiten Einkommens) auch nicht leistbar ist.

  13. Thomas Holzer

    Ich denke, die Aufforderung im letzten Absatz richtet sich schon ganz zukunftsweisend an “unsere” Neubürger; die gehören ja im Übermaß der entsprechenden Alterskohorte an 😉

  14. Falke

    Die Politik hat die Lösung ja schon gefunden: wir importieren hunderttausende junge, noch dazu “gut ausgebildete” Familien aus dem Orient, dabei besonders viele testosteron-aktive Männer – und schon haben wir das Nachwuchs-Defizit gelöst.

  15. Lisa

    @Falke: die Medizinforschung wird bis dann vielleicht auch den gebärfähigen MAnn entwickelt haben , sonst nützt das Ganze Testosteron nämlich nix. Ausser zu sexuellen Missetaten…

  16. Reini

    Falke … und dass die Vermehrung schnell durchgeführt werden soll, werden die Frauen für einen Paarungsversuch gar nicht gefragt ob sie wollen oder nicht! 😉

  17. Hanna

    Zu “Ursachen” dafür, dass “Die Babyboomer, also die geburtsstarken Jahrgänge aus den 60ern, waren ironischerweise selber nicht besonders baby-affin respektive vermehrungsfreudig.” Meine Generation wurde dazu angehalten “es zu etwas zu bringen”: Frauenbefreiung im Sinne von “Such dir deinen Job selber aus, und mache Karriere, wenn du kannst, damit Gleichberechtigung endlich wirklich passiert!” – und genau das haben wir gemacht. Damals hieß es “Mach berufliche Erfahrung, geh’ am besten ins Ausland, schau, dass du beruflich aufsteigst, gebildete, beruflich erfolgreiche Frauen braucht das Land”. Das nannte sich “Emanzipation”, “richtig Frau sein zu dürfen” (und NICHT “wie die Männer sein”!). Denn Frausein bedeutete immer schon: Kompetenz, Stärke und Intelligenz gepaart mit Gefühl. Leider wurde all das über Jahrhunderte von Männeren unterdrückt. Meine Generation (geb. 1964) der Frauen nahmen es ernst, was unsere Großmütter vorbereitet hatten – und wir bildeten uns und arbeiteten. Dass da nicht zugleich auch massenhaft Kinder kommen konnten, ist ja wohl klar. Wir waren nicht “vermehrungsfreudig”? Was für ein unglücklich gewählter Ausdruck. Waren wir schon. Aber: Wir wollten uns eben nicht “freudig vermehren”, wenn wir nicht sicher sein konnten, dass wir unseren Nachwuchs auch durchbringen konnten, denn, politikbedingt fing es mit der Arbeitslosigkeit an. Und damals war das noch nicht so, dass man einfach auf Sozialhilfe leben konnte. So war das. Es gibt kein “Schuldgefühl”, das Sie implizieren, wonach wir “Großeltern” uns jetzt auf die Enkerln stürzen und sie erziehen wollen. HAHAHAHA! Wir sollten heutige Kinder erziehen? Da können wir uns gleich für alle Möglichen “Übergriffe” ins Strafregister eintragen lassen oder in den Häf’n ziehen. Und die heute Kinderkriegenden sind so verblendet, was “Autorität” betrifft, dass sie uns eh nicht lassen würden. Dafür mischen sie fleißig im Zerstören unserer Kulturen mit. Aber da sind wahrscheinlich wir “Schuld”, ihre “Eltern”. Mir würde schon genügen, wenn es möglich wäre, die zig tausenden Ausländerkinder irgendwie in den Griff zu bekommen: Denn sonst wird diese Generation die dümmste und manipulierbarste der Weltgeschichte sein. Und man wird sie in den Krieg schicken könnten, wohin man will, die Männer halt. Weil die neuen Frauen werden ja nur eines wollen: gebären, weil ihnen sonst nix vermittelt wurde. Die Welt ist im Eimer, so sehe ich das. Noch dazu bin ich Wasserfrau … ergo …

  18. Hanna

    Noch etwas: Wir, die “Babyboomer”-Armee würde gernen denen in den Hintern treten, die unser Land zerstören. Aber sowas von. Und gnadenlos.

  19. Astrid G.

    @Reini Stimmt nur zum Teil. Gute Bildung der Buben verringert nicht die Anzahl der Kinder, lediglich gute Bildung der Maedchen. Maedchen, die in die Schule gehen, bekommen ueberall auf der Welt als Frauen dann weniger Kinder, sogar unabhaengig von der Religion. Man nennt das Girl-Effect. Daher plaediere ich schon seit laengerem dafuer, dass Oesterreich von nachziehenden Ehefrauen (und natuerlich auch Ehemaennern, die sind halt nicht so haeufig) nicht nur einen Deutschnachweis auf A1 Level verlangt sondern einen auf A2. _Das_ waere ein Beitrag zu weniger Krieg in Afghanistan. Erlaeuterung:
    Die wenigsten Afghanen suchen sich selbst eine Frau. Die wird meist von den Eltern gesucht. Ein junger heiratswilliger Mann, der in Europa ist, bedeutet Versorgung fuer die Schwiegereltern, das heisst so jemand ist sehr begehrt. Nun ist es aber so, dass eine Frau, die als Kind nicht mal in ihrer eigenen Sprache Lesen und Schreiben gelernt hat, A2 auf Deutsch schlicht nicht schaffen kann.
    Diese monetaeren Ueberlegungen haetten Einfluss auf den Schulbesuch von Toechtern. Und damit wiederum auf die Geburtenrate dort, und damit auf die kriegerischen Auseinandersetzungen (wenn man, wie ich, Heinsohns These folgt dass vor allem unkontrollierte Bevoelkerungszunahme (Stichwort Kriegsindex) zu den weltweiten Konflikten fuehrt)

    Heinsohn zeigt uebrigens auch sehr schoen dass vor dem Ausbruch der Pest in Europa Verhuetung betrieben wurde. Man kann es anhand der Taufbuecher sehen: ein Paar hatte damals im Schnitt etwas ueber zwei Kinder. Das hat die Bevoelkerung stabil gehalten.
    Nach der Pest wurde Verhuetung streng geahndet und das Wissen darum ging verloren, und die Folgen kann man auch bei Heinsohn nachlesen.

  20. Reini

    @Astrid,… bin deiner Meinung,… nur mit den Nachziehenden Ehefrauen und Deutschnachweis auf A1 oder A2 Level, muss ich leider schmunzeln. 😉
    … In gewissen Kulturen, gefühlt auf der halben Welt, dürfen die Frauen keine Bildung erlangen, sie brauchen nicht zur Schule, und dürfen keine Freie Meinung haben.
    … man braucht nicht nach Afghanistan (Mittelalter) zu reisen,
    diese eingeschleppten Ansichten häufen sich unkontrolliert mitten in Europa!

  21. astuga

    @Astrid G
    Gut gesagt, interessante Info.

    wbeier und bazille bringen es auch auf den Punkt.
    Wenn man im Berufsleben bzw in der Ausbildung steht und nicht völlig leichtfertig, asozial oder von Wurschtigkeit getrieben ist, dann bekommt man eben meist nicht mehr als die statistischen 1.4 Kinder.

  22. Astrid G.

    @astuga Danke.
    Und ja, gebildete Menschen investieren oft ihr erstes Jahrzehnt als Erwachsene in Bildung (das schreibt uebrigens auch Heinsohn …) und nehmen dann ihre Verantwortung einem Kind gegenueber auch ernst wenn es da ist.

  23. Astrid G.

    @Reini Im Moment wird A1 verlangt. A1 kann man mit viel Muehe noch schaffen wenn man auswendiglernt. Deutsch auf A2 geht nicht mehr wenn die Frau als Maedchen nichts gelernt hat.
    Zur weltweiten Situation – hier ein Artikel zu Oesterreich: http://www.dasbiber.at/content/alles-schlampen
    “Biber” wird von migrantischen (!) Jugendlichen geschrieben. Sie sind entsetzt ueber das was sie in Schulen in Oesterreich erleben und hoeren. Im Absatz “Diskriminierung” findet sich die uebliche Das-hat-nichts-damit-zu-tun-Erklaerung, aber das kann man ja ueberlesen.

  24. Gerhard

    Neben der erwähnten “Pille” tragen sicher auch die legale und oft sogar forcierte Abtreibungsmöglichkeit zur Reduktion der Kinderanzahl bei. Derzeit ist es so, dass Eltern mit Kindern auf mehreren Ebenen “bestraft” werden. Und die Kinderlosen lassen sich im Alter von den doch geborenen Leuten später durchfüttern.
    In der näher liegenden Stadt gibt es schon mehr Tier- als Kinderärzte, denn viele junge Paare (meist Lebensgemeinschaften ohne Trauschein) bevorzugen lieber Katzen und Hunde.
    Andererseits höre ich auch, dass oft Frauen nach erfolgreicher Karriere mit 30 bis 40 Jahren einen Kinderwunsch haben, welcher aus verschiedenen medizinischen Gründen unerfüllt bleibt.

    Es wäre die Aufgabe der Gesellschaft und den Staates, Kinder finanziell enorm zu fördern und für Alleinstehende und Unverheiratete höhere Lohn-/Einkommenssteuern zu verlangen. Ich weiß, es ist schwierig, so etwas in einem übersozialen Staat durchzuführeen, aber langfristig führt ohnehin kein Weg daran vorbei.

    Die Prognose, dass die nunmehrigen und gebärfreudigen Einwanderer in einigen Jahren alle unsere Pensionsprobleme lösen werfden, hat sich mitlerweile als Märchen herausgestellt. Vielmehr steigen nur die Integrations- und Sozialaufwendungen.

  25. Seerose

    Was fuer ein ueberheblicher frauenfeidlicher Artikel.
    Sie haben keine Ahnung von einem Frauenleben, sie degradieren Frauen zu nicht mehr funktionierenden Gebaermaschinen. Aber funktionierende kommen jetzt ja genug ins Land. Den meisten von den Ankommenden Frauen wurde Bildung versagt, sie wurden nicht gefragt, wie sie sich ihr Leben vorstellen und sie sind lebenslang an Maenner gefesselt, die ihre Macht dadurch ausueben, dass sie ihre Frau und ihre Kinder durch Mindestsicherung erhalten. Ein Grossteil dieser tapferen Maenner laesst die Frauen und ihre unzaehlingen Kinder in einem Kriegsgebiet zurueck. Frauen werden verhuellt, unter Kopftuechern versteckt, Toechtern wird die Bildung und Berufsausbildung weiterhin verweigert und sie werden von Maennern (Vaetern wie Bruedern) dazu gezwungen diese Tradition fortzusetzen. Gehen Sie mal in Zuwandererfamilien und schauen sich dort um. Frau werden eingesperrt, sie duerfen unsere Sprache nicht lernen, sie werden vergewaltigt (auch in der Ehe gibt es Vergewaltigung), sei werden nicht gefragt, ob sie am laufenden Band Kinder produzieren wollen. Maedchen werden bereits mit 7 Jahren unter Kopftuecher gezwungen und Schulbildung oder Berufsausbildung fuer Maedchen ist etwas das aeusserst selten vorkommt.
    Ich selbst stamme aus einer oesterreichischen Familie, in der der Vater immer recht hatte, meiner Mutter kein eigene Entscheidung zugestanden wurde und ich als Tochter “ja keine weiterfuehrende Bildung notwendig hatte, da ich ja sowieso heiraten wuerde”.
    Ich habe aus diesem Gefaengnis nur ausbrechen koennen, indem ich stur war, mich mittels Arbeit bereits ab 14 Jahren und unbaendigem Bildungswillen und grosser Sparsamkeit abends durch eine Maturaschule kaempfte und so mein Leben selbst in die Hand nahm. Niemals wollte ich so leben wie meine Mutter. Ich hatte einen guten Beruf, ich habe ihn gerne ausgeuebt, ich habe geheiratet, ich bekam eine Tochter. Mehr war da nicht drinnen.
    Haette der Staat nur einen Bruchteil des Geldes, das jetzt fuer bereichernde Neuankoemmlinge aufgewendet wird, fuer eine Unterstuetzung fuer mich, wenn das Kind krank war, wenn ich mal Hilfe brauchte (mein Mann hat grossteils im Ausland gearbeitet) gegeben, ja dann haette ich gerne ein zweites Kind gehabt.
    Es gibt auch heute noch oesterreichische Jungfamilien, die bereit waeren mehr als 1.4 Kinder zu bekommen. Haben Sie schon mal die Wohnungspreise in Oesterreich zur Kenntnis genommen, manchmal verschuldet sich die ganze Familie fuer eine Wohnung, die dann auch nur erhalten werden kann, wenn beide einer Arbeit nachgehen. Wenn eine Frau einen Beruf hat, der ueber Servieren oder Kassieren hinausgeht, und der sie noch dazu ausfuellt und den sie ernst nimmt, dann ist es oft nicht so einfach diesen halbtags oder stundenweise auszueben. Dann kommt der Kindergarten, dann die Schule, natuerlich eine Privatschule (was sonst, wollen sie, dass ihr Kind mit 3 anderen deutschsprechenden Kindern in einer Klasse sitzt und sich langweilt). Das alles kostet Geld, bei zwei Kindern das doppelte und bei drei Kindern das dreifache.
    Und was soll das bringen, im Moment kommen soviele Kinder (man braucht ja nur in Zeitungen zu schauen und den ORF aufzudrehen)? Sollen sich die Kinder dann um einen Arbeitsplatz anstellen? Schon jetzt gibt es keine Arbeitsplaetze, wird sich das aendern?
    Es tut mir leid, dass das so ein langer Beitrag geworden ist, aber ich hab die Schuldzuweisungen an Frauen, die immer von Maennern erhoben werden, so satt.

  26. Gerhard

    @Seerose:
    Ihren guten Ausführungen wäre eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Allerdings ist die Kritik an Dr. Vetters Kommentar nicht richtig, da er in keinem Satz frauenfeindlich war. Seine einzige berechtigte Botschaft ist, dass die Jungfamilien der “Alt”österreicher wieder mehr Kinder zeugen sollten.

  27. Lisa

    @AstridG.: danke für den Link. “einige Jungen zum Nachdenken gebracht” Klar, man muss klein beginnen – aber grosse Hoffnungen amche ich mir da nicht. ein Mädchen, das den Mut hat, trotz Migrtationshintergrund ein bisschen aufzumucken, ist schon mal nicht typisch. Zudem wird der von Freud beobachtete “weibliche Msochismus” in diesen Kulturen gefördert. Gerade kürzlich ist eine Gefängnisaufseherin mit Migrationshintergrund mit einem syrischen Häftling abgehauen…
    @Hanna:stimmt. Ich hätte problemlose ein halbes Dutzend Kinder aufgezogen, wenn ich mich auf Mithilfe hätte verlassen können: finanziell zuerst, aber auch die im Grunde kinderfeindliche Gesellschaft, der Mangel an Teilzeitstellen, längst nicht mehr Unauflöslichkeit der Ehe, Hilfe von Familie (Omas haben auch noch andere Interessen) , Ansprüche von Erziehungsratgebern – und vieles mit.

  28. de Voltaire

    Man sollte die Kommentare hier nicht nur elektronisch, sondern auch auf Pergament festhalten. Zukünftige Historiker würden dann verstehen können, warum wieder einmal eine erfolgreiche Kultur ausgestorben ist. So ganz ohne Angriff von außen, nur durch innere Fäulniss …
    (und nein, das ist keine Schuldzuweisung an Frauen, von einem Mann erhoben … *kopfschüttel*)

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