2 Gedanken zu „Die Barbaren lauern überall!

  1. Selbstdenker

    Sehr lesenswerter Beitrag. Die Schweizer Medien sind tatsächlich das neue Westfernsehen (und die “öffentlich-rechtlichen” Medien in der EU der Schwarze Kanal).

    “Progressiv nennen sich jene, die den menschlichen Fortschritt als moralische Aufgabe betrachten. Sie greifen ein, um die Gesellschaft in die Richtung zu zwingen, die aus ihrer Sicht die einzig richtige sein kann. Ihre Zauberworte lauten Emanzipation, Integration und Inklusion, sie sehen sich als die Avantgarde von Weltoffenheit und Toleranz. Ebendiese progressiven Zeitgenossen verstricken sich in jüngster Zeit in Widersprüche, die selbst unter linken Freunden bisweilen Zweifel an der Fortschrittlichkeit ihrer Positionen nähren.”

    Auf diesen eben zitierten Absatz möchte ich näher eingehen, da er die Akteure teffend beschreibt.

    “Progressiv nennen sich jene…”

    Es sind diejenigen, die sich selbst als “Linke” bezeichnen.

    Die Bezeichnungen “links” und “rechts” haben sich über Jahrhunderte hinweg laufend verändert und sich zum Teil ins Konträre gewandelt. Sie taugen nicht wirklich zu einer absoluten ideengeschichtlichen Positionierung; speziell mit fortschreitender Ausdifferenzierung politischer Strömungen.

    Eine hohe Aussagekraft haben diese Begriffe hingegen als Gradmesser der Abweichung in Bezug auf Ideen und Positionen der westlichen Intelligenzija. Als “links” gilt, wer mit deren Ansichten konform geht und als “rechts” gelten jene, die diese Ansichten aus verschiedenen Gründen ablehnen.

    Das Praktische daran: man kann nach jeden hässlichen Auswuchs eigener Ideen, nach jeden Crash eines totalitären Systems, das man zuvor selbst coram publico propagiert hat, die eigene Position etwas verändern und wieder auf andere zeigen. Schuld sind immer “die anderen”, die sicher “rechts” sind.

    In den Dreißigerjahren vom vergangenen Jahrhundert, waren diejenigen, die sich “Linke” nennen, mit Feuer und Flamme Verfechter von Ideen, die sie nach dem WK2 vordergründig ablehnten und zur Zeit gerade wieder neu entdecken.

    “…die den menschlichen Fortschritt als moralische Aufgabe betrachten. Sie greifen ein, um die Gesellschaft in die Richtung zu zwingen, die aus ihrer Sicht die einzig richtige sein kann.”

    Ergänzend sei hinzugefügt, dass diejenigen, die sich “Linke” nennen, ihre Vorstellung von dem, was sie subjektiv als “Fortschritt” verstehen, zum objektiven “Fortschritt” für alle ernennen. Es ist eine kompensatorische Arroganz mit der sich verkannte “Genies” selbst zum Philosophenkönig krönen.

    Das die Realität anders aussieht – es gibt individuell zum Teil höchst unterschiedliche Vorstellungen von “Fortschritt”, es gibt begrenzte Ressourcen, unterschiedliche individuelle Fähigkeiten und Voraussetzungen, Feedbackmechanismen, Un­wäg­bar­keiten, etc – gilt als Störfaktor. Es kann nur ein more of the same geben und zur Umsetzung ihrer “glückseeligmachenden” Utopie is jedes Mittel recht. Der Zweck heiligt die Mittel. Ein Toter ist eine Tragödie, tausend Tote sind eine Statistik.

    “Ebendiese progressiven Zeitgenossen verstricken sich in jüngster Zeit in Widersprüche…”

    Der harte Kern erkennt diese Widersprüche sehrwohl, jedoch sind ihnen diese Widersprüche egal, da es ihnen nicht um die Realität und das Wohlergehen der Menschen geht, sondern um die Macht, mit der sie ihre eigenen, aus ihrer Sicht “schönen” Ideen in die Köpfe der Menschen boxen können.

    Diese Leute haben kein Problem damit, die offenkundige Lüge gleichwertig neben die Wahrheit zu legen. Und sie haben auch kein Problem damit ihr brüchiges Lügengebäude zum Wolkenkratzer auszubauen, wenn es der Aufrechterhaltung ihrer Vision dient.

    Und an diesem Punkt stehen wir heute tatäschlich. Der kompromisslos-dogmatischen Verbreitung ihrer Ideologien, steht eine erstaunliche Pragmatik in Bezug auf ihre inferioren Resultate gegenüber:

    Die angeblichen Verfechter der “klassenlosen Gesellschaft” errichten mit einer todsicheren Wahrscheinlichkeit selbst eine noch unverdientere und noch undurchlässigere “Aristokratie” als diejenigen, die sie bekämpfen.

    Diejenigen, die gerne die Armen und Geknechteten vorschieben um ihrer Idee von “Gerechtigkeit durch Gleichheit” Vorschub zu leisten, haben kein Problem damit, wenn alle – inklusive die Armen! – durch die Umsetzung ihrer Ideen ärmer werden und zu Knechte gemacht werden. Hauptsache alle gleich. Mit Ausnahme der “Elite” natürlich, die für ihr selbstloses und geniales Handeln “etwas mehr” entschädig wird.

    Diejenigen, die die “Geschlechtergerechtigkeit” mit sich überschlagender Stimme rausbrüllen, haben kein Problem damit, wenn die Zentren des Feminismus zu Orten zerrütteter Familien, einem dysfunktionalen sozialen Umfeld, funktionslosen Institutionen, einer Kindheit mit Gewalt und sexuellen Missbrauch und ultimativ einer feministischen “Befreiung” in Burka und Niquab enden.

    Diese Liste könnte ich seitenlang fortsetzen, aber zur Ilustration der grundsätzlichen Problematik dürften diese Beispiele meiner Meinung nach bereits mehr als ausreichen.

  2. Selbstdenker

    Zur Verdeutlichung wo die “Progressiven” stehen, einmal mehr die Darstellung ihrer Weltsicht:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/2017/08/14/das-weltbild-der-westlichen-intelligenzija/

    Mit demokratischen Wahlen kann man zwar die institutionelle Macht eine Zeit lang ein wenig zurecht rücken.

    Wer sich diese totalitäre Plage längerfristig vom Hals halten möchte, wird sie in ihren Nestern – allen voran den geistes- und sozial”wissenschaftlichen” Fakultäten der Unis und in den Redaktionsstuben intellektuell herausfordern müssen.

    Das verlangt zwar etwas Mut und kurzfristige Opferbereitschaft, jedoch sind diese Gegner der Realität im Allgemeinen und der Menschlichkeit im Speziellen aufgrund des von ihnen jahrzehntelang praktizierten intellektuellen Inzest mittlerweise so degeneriert, das eine Beendigung ihrer Tyrannei trotz ihrer immer noch bestehender institutioneller Macht in greifbare Nähe rückt.

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