Die Bürokratie wird uns noch erwürgen…

Von | 9. März 2021

(ANDREAS UNTERBERGER) Parlamentarier, Minister und erst recht alle EU-Institutionen sehen den wichtigsten, wenn nicht sogar einzigen Sinn ihrer ganzen beruflichen Existenz darin, ständig neue Gesetze und Regeln zu erfinden. Rund um die Uhr wird die Politik in den repräsentativen Demokratien Europas ständig von einschlägigen Lobbys, NGOs und Medien unter Druck gesetzt, irgendwelche sozialen oder ökologischen Wünsche zu erfüllen, die Gesellschaft noch mehr zu regulieren, sie angeblich gerechter und sicherer zu machen, die Menschen noch gleicher zu machen und die persönliche Freiheit noch mehr einzuschränken. Die Politik erfüllt fast all diese Wünsche und kommt sich dabei auch noch gut vor. weiterlesen hier

Ein Gedanke zu „Die Bürokratie wird uns noch erwürgen…

  1. Franz Meier

    Nach dem Krieg ging es in Europa um den Wiederaufbau, die Etablierung des Sozialstaates, um die sogenannte „gerechtere Gesellschaft“. Ferien gab es damals zwei Wochen im Jahr. Später wurden es drei, dann vier, dann fünf, dann sechs Wochen. Unsere Grossväter arbeiteten in den Nachkriegsjahren noch 48 Stunden die Woche. Ab 1959 wurden es 45 Stunden, dann immer weniger Wochenarbeitsstunden. Europa wurde natürlich ständig effizienter. In Frankreich war Ende der 90er Jahre Martine Aubry als Arbeitsministerin im Kabinett Jospin tätig. (Mitglied der sozialistischen Partei Frankreichs, Tochter von Jacques Delors – ehemaliger EU-Kommissionspräsident). Sie brachte das neue Arbeitsgesetz der 35 Stunden-Woche auf den Weg, es galt ab 1.1.2000. 35 Stunden?! Ich arbeite eigentlich sehr gerne und ich dachte: Warum nicht 30 oder 20 oder 10 oder noch besser NULL Stunden? Absurd? Wieso absurd? Wie viele Jobs sind in der Folge nach China abgewandert? Wer will heute noch in Frankreich investieren bei diesen Arbeitsgesetzen und Gewerkschaften? Jetzt spricht man in Europa vom bedingungslosen Grundeinkommen. Jeder Politiker und jede Partei die gewählt werden will, muss ständig neue „Zückerchen“ erfinden und versprechen, um gewählt zu werden. Wo wird die Demokratie enden, die immer nur verspricht, immer mehr verschenken will? Heute ist es die EU mit ihren tausenden Bürokraten die ununterbrochen neue Gesetze, Verordnungen, Novellen und Regulierungen erlassen. Brauchen wir diese wirklich, machen diese alle Sinn? Natürlich nicht. Es sind genau diese endlosen, teilweise absurden Regulierungen die das Wachstum und die freie Marktwirtschaft in der EU behindern und den nicht auszurottenden Gedanken eines grossen, sozialistischen Zentralstaates fördern. Es ist in Brüssel immer der Gedanke der Perfektion der genau das Gegenteil bewirkt: Man will es bei der Migration perfekt machen – dann will man alle aufnehmen die kommen (auch alle Kriminellen). Man will es beim Klimaschutz perfekt machen – dann stellt man einwandfreie Atomkraftwerke einfach ab. Man will es bei den Sozialleistungen perfekt machen und schleudert mit Milliarden nur so herum. Man will es in der Wirtschaft perfekt machen – aber mit möglichst viel Einmischung und Überregulierung. Die EU erreicht mit ihrer Politik in sämtlichen Bereichen immer genau das Gegenteil von Perfektion. Jeder neue, zusätzliche Versuch es perfekt zu machen, geht wieder in die Hose. Die EU kann es einfach nicht. Die EU ist in ihrer heutigen Form ein hoffnungsloses Konstrukt.

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