Die Butter-Planwirtschaft der EU und ihre Folgen

“……Wer in Supermärkten einkaufen geht, wird es bemerkt haben: der Butterpreis ist explodiert. Vor einem Jahr lag der Preis für eine 250 Gramm-Packung noch durchschnittlich bei 0,79 Euro, im Juni diesen Jahres dann bei durchschnittlich 1,49, und nun, nur einen Monat später im Juli 2017 schon bei 1,79 Euro, eine Steigerung von 20% zum Vormonat. Und damit hat sich der Preis für Butter innerhalb nur eines Jahres mehr als verdoppelt!” (warum? hier)

14 comments

  1. aneagle

    Der Mensch plant, der Markt lächelt und G´tt lacht. Scheinbar haben die Menschen den Apfel von der Schlange erhalten und nicht verbotenerweise vom Baum der Erkenntnis gepflückt. 🙂

  2. Thomas Holzer

    Und weil sich weder “der Markt” noch die Untertanen so verhalten, wie es Bürokraten und Politiker erwarten, ja fordern, müssen die Möglichkeiten, sich frei zu entscheiden, weiter eingeschränkt werden.

  3. aneagle

    @TH
    Sie sagen es,
    im Paradies gibt es keine freien Entscheidungen. Weiß sogar der Islam. 72 Jungfrauen oder keine ! 😉

  4. Falke

    Ich war vor etwa 3 Wochen in Deutschland. Dort kostet die (billigste) Butter beim Diskonter immer noch 0,99 Euro. Damit komme ich zu dem Hauptgrund, warum in Deutschland die Lebensmittel ganz allgemein um 20-30% billiger sind als bei uns: weil es nämlich dort einen echten Wettbewerb gibt. Bei uns gibt es zwar eine sogenannten “Wettbewerbsbehörde”, zu deren Aufgabe es u.a. gehört, Preisabsprachen zu verhindern. Was soll man aber denken, wenn vom Diskonter (etwa Hofer) bis zum Hochpreismarkt (Billa) die Butter (und eine ganze Reihe weiterer Lebenmittel, etwa Milch, Topfen usw.) bis auf den Cent genau das gleiche kosten. Mehr noch, bei Preisänderungen geschieht das ebenfalls durchwegs genau am selben Tag und in genau derselben Höhe, während in Deutschland die Preise dieser Produkte höchst unterschiedlich sind, je nachdem, wo man sie kauft. Einen klareren Beweis für Preisabsprachen ist ja kaum möglich. Und was tut die Wettbewerbsbehörde? Sie schläft – hochbezahlt – den Schlaf des (Un-)Gerechten.

  5. Christian Peter

    @Falke

    Ganz richtig, Preisabsprachen stehen in Österreich an der Tagesordnung und gibt es in vielen anderen Bereichen, z.B. bei Banken bzw. Finanzdienstleistungen. Hier ein kleiner Auszug der Verurteilungen in Österreich wegen Preisabsprachen bzw. Bildung von Kartellen, dürfte nur die Spitze des Eisberges sein :

    https://www.konsument.at/kartelle042015?pn=6

  6. Falke

    @Christian Peter
    Ein Beweis, dass Strafen offenbar niemanden von Preisabsprachen abhalten. Wahrscheinlich sind sie zu niedrig bzw. nicht dort, wo sie am meisten “weh tun” und/oder die meisten Konsumenten betreffen.

  7. Christian Weiss

    “40% des EU-Budgets fließt in die Landwirtschaft, die man protektionistisch vor allem gegenüber afrikanischen Importen abzuschirmen versucht (worüber jedoch kaum jemand redet!).”

    Das sind dann so die Nebensätze, die ich liebe. Man verballert Milliarden für völlig kontraproduktive Entwicklungshilfe, welche nur korrupte Regimes stützt und ansonsten Afrika in Abhängigkeit von Allmosen hält.
    Wenn dann die Afrikaner trotzdem noch so etwas wie Produktivität zustande bringen, dann versucht man ihre Produkte vom Markt zu verdrängen.

    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich über so was kotzen könnte.

  8. Christian Peter

    @Falke

    Nicht einmal die wenigen Vorteile, die der EU – Beitritt eigentlich hätte bringen sollen, wie z.B. sinkende Preise durch mehr Wettbewerb, haben sich verwirklicht. Was bringen offene Märkte, wenn in kleinen Ländern wie Österreich in den meisten Bereichen ein paar Unternehmen marktbeherrschende Stellung gemießen ? Auch in anderen Bereichen kann von ‘Liberalisierung’ keine Rede sein, man denke z.B. an die (eigentlich EU – rechtswidrige) Zwangsmitgliedschaften bei Kammern, u.a.

  9. Thomas F.

    20% Butterpreissteigerung zum Vormonat weil Draghi so tapfer kämpft gegen die gefährliche Deflation.

  10. Reini

    Ohne Preisabsprachen würde es ein wirtschaftliches Chaos geben. Tausende Arbeiter würden von heute auf morgen auf der Straße sitzen, neue Firmen können diese “Baustellen” kaum bewältigen. Die Strafen der Preisabsprachen werden in einen verkraftbaren Rahmen gehalten. Ich glaube nicht das der Staat z.B. einen Rewe Konzern in den Ruin treiben will,… 100.000ende Arbeitslose wären der Fall,… und wer bleibt wiederum auf den Schaden (Ausgleichszahlungen, Konkursverfahren, Kosten an die Subfirmen, Arbeitsvermittlung, … usw…) sitzen – richtig der Steuerzahler selbst,… Es kommen zwar neue Firmen auf dem Markt, aber diese trifft das gleiche Schicksal.
    Die EU ist Kontraproduktiv, es wird zwar alles Billiger durch die Konkurrenz (außer die lebenswichtigen Sachen, Wohnung, Auto, ärztliche Versorgung, usw… ) , sie zerstört aber den Heimischen Arbeitsmarkt, für das wiederum mehr Steuergeld draufgeht,…
    Wenn die Butter jetzt statt 0,79 auf einmal 1,79 kostet gibt es einen Aufstand,… wenn das neue Smartphone um 300 Euro teurer wäre, wäre dies komplett wurscht, es wird gekauft – auch auf Schulden!

  11. namor

    @christian weiss
    Warum schenken Sie solchen Nebensätzen glauben?! Keine Zahl, weder in Tonnen noch in Dollar. Aus welchem Land soll die afrikanische Milch zu uns kommen? Kommen die Lebensmittel dann an Ägypten vorbei, die haben nämlich schon lange nicht mehr genug Eigenanbau und die Importe müssen sie sich vom Ausland bezahlen lassen. Aber diese 80Mio sind ja keine Afrikaner, streng genommen schon, aber hier ist das andere Afrika gemeint.

    Vielleicht ist ja eher die Ukraine, die USA, Kanada, das Problem. Noch wahrscheinlicher ist, dass man mit dieser Gießkanne Lebensmittel billig hält, dafür läßt sich doch einfach Rgumente finden.

  12. namor

    @reini
    Danke, dass es zumindest einer in Erwägung zieht, da würde jemand wohlwollend das große Ganze im Auge haben und deshalb passiert was passiert.

    Wer sagt, dass dies nicht gewollt ist? Tierischen Kalorien den Kampf ansagen weil sie viel mehr Ressourcen verbrauchen. Die Überproduktion ist abgebaut, die Butterberge schmelzen war doch mal Agenda. Klar kann man das anders sehen. Aber immer nur Unfähigkeit bis böse Absicht zu unterstellen macht auch nicht klug.

    Und wenn man diesen afikanischen Bauernschmä glaubt, profitieren sogar die Afrikaner und wir bekämpfen Fluchursachen und euch passt es wieder nicht. Ok, letzter Satz war jetzt: ironisch, sarkastisch oder zynisch?

  13. Johannes

    Ja ist es denn die Möglichkeit butter wird also pro Viertelkilo von 79 Cent auf unglaubliche 1;79 Euro mehr als doppelt so teuer.
    Nicht böse sein diese Aufregung ist lächerlich für so ein wertvolles Lebensmittel solche Preise als teuer zu bezeichnen ist eine Beleidigung des Bauernstandes.
    Das Doppelte von annähernd nichts ist nicht viel seien wir doch nicht hysterisch, ein 250 Gramm feinste Butter ein Lebensmittel für eine Woche um diesen Preis, wir sind verwöhnt zum Leidwesen der Bauern.

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