Die Demütigung eines E-Autofahrers

Von | 14. September 2017

“….Ohne Frau Hanisch wäre es richtig schlimm geworden. Ohne ihre Geduld und Hilfe hätte das Desaster in einem echten Drama geendet. Menschen wie Frau Hanisch sind es, die dafür sorgen, dass die Idee von der Elektromobilität weiterleben kann. Dass Menschen wie ich doch noch an sie glauben – ein bisschen zumindest….” (witzige Reportage der “Welt”, hier)

14 Gedanken zu „Die Demütigung eines E-Autofahrers

  1. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: “Die Idee mit dem Konvoi war gar nicht so schlecht……..”

    Ja, diese Idee wäre ausbaufähig und sicherlich im Sinne der Politiker. Man stelle jedem E-Auto ab einer -natürlich vorab angemeldeten- Fahrt von mehr als 70 Km ein Diesel-Kfz als Eskorte zur Seite 😉

  2. KTMTreiber

    Ein wirklich schöner und entlarvender Praxistest. E- Antriebe sind was tolles, – für E-Lokomotiven, Gabelstapler, E- Fahrräder, oder auch RC- Modelle. Meinem 30 Jahre alten Stern (dem übrigens bei der letzten §57a- Überprüfung sehr gute Abgaswerte attestiert wurden) , einem 5- Zylinder Saug- DIESEL vertraue ich auf Kurz- und Langstrecken, Sommer wie Winter und auch in der Nacht, wenn keine Sonne scheint. Ein “Ladekabel” (eher Starthilfekabel) führe ich seit über 10 Jahren als Ballast durch die Gegend. Ebenso eine grandiose Spaltaxt von Fiskars (man(n) weiß ja nie wann die mal braucht – blöd wenn du eine brauchst und keine im Kofferraum hast 😉 )

    Ich persönlich erachte diesen E-Automobil- Hype mit dem heutigen Stand der Technik als totalen Nonsens, zumal der Strom zwar aus der Steckdose kommt, derselbe jedoch davor irgendwie “dort hinein” kommen muss.
    Je mehr ich mich mit dieser derzeitigen E- Automobil-Technik auseinandersetze, desto mehr beschleicht mich der Gedanke, dass es hier nicht um den “Umweltgedanken”, sondern schlicht um die Einschränkung der “Mobilität der Massen” geht …

  3. TomM0880

    Synthetische Kraftstoffe und Wasserstoff bzw Brennstoffzellen wären die Zukunft, alles andere ist Wunschdenken.

  4. sokrates9

    Gibt es eigentlich irgendeine Rechenmethode die diese Autos als Alternative zeigen können?
    Ökonomisch sicherlich nicht, total liveciclemäßig auch nicht, aus umwelttechnischen Gründen wenn man alle Faktoren einbezieht ( Batterienproduktion ist so umweltbelastend dass Gleichheit mit Dieselauto angeblich erst nach 7 Jahren erreicht wird), was kostet volkswirtschaftich die Herstellung hunderttausender Tankstellen?, was passiert mit dem Kuppelprodukt Diesel in Zukunft? Gibt es hier irgendwo eine seriöse Berechnung die den Vorteil des Elektroantriebes gegenüber den heutigen Durchschnittsautos zeigt??

  5. Gast*n

    @KTMTreiber: zu Ihrem letzten Satz: mich beschleicht auch schon seit geraumer Zeit das Gefühl, dass man “nicht systemkonforme” Menschen (im konkreten Fall halt so bezeichnete “Stinker” mit älteren Karren) isolieren will und am gesellschaftlichen Austausch hindern will. Dazu passt in weiterem Kontext folgender Artikel (hier sind Raucher und Drangler die nicht systemkonformen): http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/915767_Beisl-und-Tschocherl-in-den-letzten-Zuegen.html
    Ein sehr schöner, aber trauriger Artikel, bei dem man lobenswerter Weise darauf verzichtet, den Rauchern oder Dranglern eine Vorwurfskeule drüber zu ziehen.

  6. GeBa

    HERRLICH !!!!!
    Ich habe in einem Forum diese Satire allen E-Autos Befürwortern und mit Diesel betriebenen Autos Gegnern, weil sie ja den jährlichen Hurrican in den USA verursachen, gewidmet. 🙂

  7. aneagle

    Selbst schuld, wer den Vorreitern des autonomen Fahrens inclusive amtlicher Genehmigung für jede einzelne Fahrt und pünktlich auf die Viertelstunde durchgeführten Reisen im Kollektiv von A nach B, den nützlichen Idioten macht. Hoffentlich sind es weniger, als die irren Klimareligiösen. Ab einer gewissen Anzahl von Gesamtverrückten, sei es religiös, politisch, esoterisch, gutmenschlich oder sonst was, kippt das System und hat zu wenige Irrenwärter. Im offenen Vollzug aber, sind Massen von Irren dann tatsächlich selbst- und fremdgefährlich. Siehe die Erfahrungen mit arabischen Frühlingen.

  8. Rennziege

    Wer noch einen halbwegs guten Physiklehrer hatte, weiß: Der Elektroantrieb ist etwa zwei Jahrzehnte älter als der Verbrennungsmotor und hat sich nur bei der Straßenbahn für eine Weile durchgesetzt: im Nabenmotor von Ferdinand Porsche (als blutjunger Ingenieur für die Wiener Lohner-Werke arbeitend, wenn ich mich recht erinnere).
    In mehr als einem Jahrhundert ist es dem E-Antrieb nicht gelungen, sich auf der Straße durchzusetzen; dies wird er auch im nächsten Jahrhundert nicht schaffen — es sei denn, die Öko-Spinner setzen ein paar Billiönchen Steuergeld für Subventionen in den Sand. (Die sogenannte Energiewende hat allein in Deutschland schon eine Billion an realen Kosten verschlungen.)

  9. GeBa

    @Gast*n
    Ich sage schon wie ein Mantra – Wien ist nicht mehr meine Stadt und ich bin froh, nicht einen Tag jünger zu sein als ich bin.

  10. KTMTreiber

    @GeBa:

    … um es mit den Worten des unsterblichen Hansi Hölzl zu sagen: “… ganz Wien, ist so herrlich hin, hin, hin… ” – der Rest aber ebenso…

  11. Leitwolf

    Das ist ein Lercherlschaß im Vergleich zum Gesamtbild. E-Autos bringen in umwelttechnisch rein gar nichts (sogar ganz im Gegenteil) so lange der Strom dafür aus Kohlekraftwerken kommt. Zwar könnte um marginale Effizienzunterschiede streiten (etwa Dieselmotor vs. Kohlekraftwerk), aber die ressourcenintensive Produktion von letztlich kurzlebigen Batterien macht die Rechnung obsolet. E-Autos blasen mehr CO2 in die Luft als Herkömmliche.
    So! Jetzt gibt es aber die Energiewende und bald schon soll all der Strom aus erneuerbaren Energieträgern kommen. Die Frage ist nur: aus welchen Erneuerbaren? Wasserkraft wäre da ideal, lässt sich im flachen Land jedoch praktisch nicht realisieren. Photovoltaik und Windenergie liefern aber keine Grundlast. Es liegt in der Natur der Sache, dass mal viel, mal gar kein Strom kommt – und zwar tagelang. Um das auszugleichen, bräuchte man bei der schon installierten Windkraft in D allein 3TWh an Speicherkapazität.
    Derzeit werden pro Jahr ca. 60GWh produziert (für Handys, Notebooks und Autos). Die Kosten sollen angeblich nur mehr bei 200$ pro KWh liegen. Die Lebenszeit einer Batterie könnte man großzügig mit 10 Jahren ansetzen.
    Man bräuchte also 50mal die Jahresproduktion, alle 10 Jahre, zu Kosten von 600 Mrd. Dollar (eben alle 10 Jahre) um diese Schwankungen auszugleichen. In dem Maße in dem der Anteil der Windenergie steigt, werden sich diese Größen entsprechend erhöhen.
    Am ersehnten Ende der Energiewende, wenn also 100% aus Erneuerbaren stammt, werden die Kosten hierfür den Großteil des deutschen BIP konsumieren.

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