Die deutsche Sprache ist entsetzlich fremdenfeindlich

Von | 12. Dezember 2015

(MARTIN VOTZI)  Von allen Seiten tönt uns entgegen, dass das Erlernen der deutschen Sprache die Nummer 1 bei Integrationsmaßnahmen ist. Es werden zwar nicht im ausreichenden Maße Kurse angeboten, aber immerhin gibt es welche.
Mit Kursen alleine ist es aber nicht getan. Fast noch wichtiger wäre die Bereitschaft der Migranten, so oft wie möglich Deutsch zu praktizieren. Zwar gibt es keine öffentlich zugängliche Statistik darüber, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund die deutsche Sprache ausreichend beherrschen, sie also im Berufsleben oder bei Behörden verwenden bzw. auch sinnerfassend lesen können, aber es fällt im Alltag doch deutlich auf, dass überwiegend in deren Muttersprache, sei es Türkisch oder Arabisch, kommuniziert wird.
Ein Rechnungshofbericht aus dem Jahre 2013 zum Thema „Schüler mit Migrationshintergrund, Antworten des Schulsystems“ zeigt aber deutlich, wie groß die Problematik schon im Schuljahr 2010/2011 war. Österreichweit hatten 22,7 % der Schüler eine andere Muttersprache als Deutsch, in Wien waren es aber schon damals mehr als 60% an Hauptschulen und mehr als 50% an Volksschulen. Fairerweise ist anzumerken, dass diese Zahlen nicht direkt etwas über die Deutschkenntnisse dieser Schüler aussagen, ein Indikator sind sie aber doch und wir dürfen davon ausgehen, dass diese Zahlen im aktuellen und vor allem im kommenden Schuljahr deutlich höher sein werden.
Es geht aber nicht nur im Schüler, die immerhin die Chance haben, an den Schulen einigermaßen Deutsch zu lernen oder durch Förderkurse unterstützt zu werden, sondern natürlich auch um die erwachsenen Migranten.
Eine aus den USA stammende Autorin und Journalistin, die schon seit 5 Jahren in Berlin lebt, hat in der Zeit über “Deutsch als Fremdsprache“ und ihre persönlichen Erlebnisse dazu geschrieben. Der Teaser geht dann gleich zur Sache: „Die deutsche Sprache ist so schwierig, dass sie bestens als Mittel der Ausgrenzung funktioniert.“
Da haben wir’s. Nicht nur die angeblich „fremdenfeindliche“ Einstellung großer Bevölkerungsgruppen macht den Migranten die Integration so schwer. Es ist auch unsere Sprache, die schon Mark Twain in einem Aufsatz „Die schreckliche deutsche Sprache“ als Zumutung beschrieben hat.
Die Autorin sieht sich im Vergleich zu den Flüchtlingen privilegiert, immerhin spricht sie nach ihren Angaben einigermaßen Deutsch und hat Englisch als Muttersprache. Nach einem Besuch einer Notunterkunft am Flughafen Tempelhof schätzt Sie aber die deutsche Sprache als eine Barriere für die Flüchtlinge ein, „die wie ein Stacheldrahtzaun mit tollwütigen knurrenden Hunden wirkt“. So fragt sie sich besorgt, wie es wohl der dort angetroffenen Urdu sprechenden Frau in 5 Jahren gehen wird, ob sie bis dahin ausreichend Deutsch kann oder ob das einzige Wort, dass wir hören werden, wenn sie den Mund öffnet, „FREMD“ ist.
Wir sollten uns schämen, so eine schwierige Sprache, die fast schon fremdenfeindlich ist, als obligatorisches Kulturgut vor uns herzutragen. Kommen wir doch unseren Migranten entgegen und lernen wir Türkisch, Arabisch und noch einige andere Sprachen. Oder führen wir zumindest Englisch als zweite Amtssprache ein. Als letztes bliebe noch, dass wir die deutsche Sprache radikal vereinfachen.
Nicht in Frage kommt aber, dass Migranten auch zu Hause oder am Schulhof Deutsch sprechen oder es wenigstens regelmäßig versuchen.

27 Gedanken zu „Die deutsche Sprache ist entsetzlich fremdenfeindlich

  1. Lisa

    Zuhause Deutsch zu sprechen, wenn es nciht die Muttersprache oder perfekte Zweitsprache ist, bringt keine Vorteile: meist können die Kinder dann beide Sprachen nicht richtig. (Deutschsprachige Mütter, die mit ein paar Englischbrocken ihre Kinder “zweisprachig” zu erziehen zu glauben!) Zudem ist der Akzent muttersprachlich gefärbt. Ich würde als fremdsprachiger Einwanderer eher darauf achten, den Kindern meine Muttersprache korrekt zu vermittteln (inkl. Grammatik) und – wenn schon Arabisch, dann Hocharabisch und nicht irgendein Provinzdialekt – zu viele der einwandernden Fremdsprachigen können cniht mal ihre Muttersprache perfekt und haben einen unglaublich kleinen und aufs tägliche Leben beschränkten Wortschatz. Das ist ein Schicht-Problem: osteuropäische Zuwanderer haben mit Deutsch weniger Probleme, ebenso Skandinavier oder Niederländer. die Sprecher von neulateinische Sprachen schon eher. Jedenfalls liegt es nciht nur an der deutschen Sprache, die, wenn mans anders angeht als in der DUDEN-Grammatik gar nicht so schwierig und in manchen Dingen viel logischer ist als z.B. Englisch . SobaldgrössereGruppen von Kindern die .eihce Muttersprache haben, ist eine Durchsetzung des Deutschen auf dem Schulhof/privat nciht mehr möglich.

  2. Thomas Holzer

    Es ist erfreulicher Weise noch nicht gesetzlich vorgeschrieben, jeden Schwachsinn, den eine unbedeutende Person von sich gibt, weiter zu verbreiten.
    Wir sind mit den Sprechblasen und Absonderungen “unserer” Politikerdarsteller schon genug gestraft.
    Das ganze Gerede von “man muß Deutsch sprechen, Deutsch ist der Schlüssel zur Integration” erübrigt sich und wird ad absurdum geführt, wenn staatliche und semistaatliche Stellen Beratung und Hilfe in fast allen Sprachen dieser Welt anbieten…….

  3. Thomas Holzer

    @Lisa
    Welche Sprache zu Hause und/oder am Schulhof und/oder in der Aula oder wo auch immer gesprochen wird, hat aber wirklich niemanden zu interessieren……

  4. Nattl

    Die Amerikaner habens notwendig sich über das Erlernen anderer Sprachen lustig zu machen. In Wirklichkeit machen sie es nicht anders als die Neoeuropäer aus dem Nahen Osten: sie schotten sich ab. Während meiner Studienzeit im Ausland haben wir nicht-amerikanischen ausländischen Studenten uns immer lustig gemacht über “Little America” — also die Subkultur, die Amerikaner aufbauen, wenn sie wo im Ausland sind. Die schaffen es, fünf Jahre im Ausland zu sein und nur rudimentär mit der Kultur des Gastlandes zusammenzutreffen: es gibt American Clubs und Lokale zum fortgehen, American friendly Supermärkte, American friendly Appentments etc. — dass dann nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland die Sprache noch immer furchterbar scheint, verwundert nicht. Übrigens: derlei Lokale gibts auch in Wien, fällt einem als Einheimischen aber gar nicht auf.

  5. Fragolin

    Der Schlüssel zur “Integration” findet sich nicht in der Sprache sondern im Platz zwischen den Ohren. Chinesische Kellnerinnen die nur “Nummel dleißehn heute aus” flöten können haben auch kein Problem in unserer Gesellschaft. Weil sie kein Problem mit unseren Gesetzen und unserem Alltagsleben haben.
    Pierre Vogel kann fließend deutsch und glaubt trotzdem, wir müssten uns auf Allahs Erde integrieren und uns dem Islam unterwerfen.
    Sprache, Kleidung, Auftreten sind Äußerlichkeiten.
    Bei Integration geht es um das Innere. Und deshalb werden wir versagen.

  6. Christian Weiss

    Muss man ändern. Ist aber nicht die einzige Barriere: Der Anblick von Kirchen sollte vermieden werden. Gipfelkreuze, Kneipen mit Alkoholausschank, Restaurants mit Schweinefleisch im Angebot, die Andreaskreuze bei den Bahnübergängen, den Pünktlichkeitswahn, die geordnete Abfallentsorgung, gemischt-geschlechtliche Schwimmbäder, Schnee, Wintersportarten, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Pornokinos, Bikini-Modeschauen…

  7. Johannes

    Es gibt einen weg diesen unmenschlichen Zustand relativ rasch zu verbessern. Alle Menschen die von der deutschen Sprache, ähnlich der amerikanischen waterboarding Folter, malträtiert werden
    suchen vor dieser Verfolgung durch die deutsche Sprache um Asyl in Amerika an.

  8. Christian Weiss

    “Die Amerikaner habens notwendig sich über das Erlernen anderer Sprachen lustig zu machen. In Wirklichkeit machen sie es nicht anders als die Neoeuropäer aus dem Nahen Osten: sie schotten sich ab. Während meiner Studienzeit im Ausland haben wir nicht-amerikanischen ausländischen Studenten uns immer lustig gemacht über „Little America“ — also die Subkultur, die Amerikaner aufbauen, wenn sie wo im Ausland sind. Die schaffen es, fünf Jahre im Ausland zu sein und nur rudimentär mit der Kultur des Gastlandes zusammenzutreffen: es gibt American Clubs und Lokale zum fortgehen, American friendly Supermärkte, American friendly Appentments etc. — dass dann nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland die Sprache noch immer furchterbar scheint, verwundert nicht. Übrigens: derlei Lokale gibts auch in Wien, fällt einem als Einheimischen aber gar nicht auf.”

    So machen das doch nicht nur die Amerikaner, sondern alle Englischsprechenden. In Zürich kann man verschiedene Pubs finden, wo die Verkehrssprache Englisch ist. Ich habe mal eine Kellnerin gefragt, wie sie zu ihrem Job gekommen ist. Die war Studentin aus Dublin und konnte über Beziehungen in den Semesterferien in jenem Pub arbeiten. Auf die Frage, ob sie die Zeit nicht auch zum Deutsch Lernen nutzen wolle, winkte sie ab: Interessiere sie nicht und brauche sie ja hier auch nicht.

    Menschen sind eben faul. Und wer eine Sprache spricht, die er im Gastland verwenden kann, weil er dort auf viele trifft, die sie auch sprechen, hat oft genug kein Bedürfnis, die eigentliche Sprache des Gastlandes zu lernen. Wenn er dann noch auf eine grosse Diaspora trifft, ist er einszwei in diesem Milieu unterwegs.

    Schon mal gesehen, wie sich Deutsche in den Ferien aufführen? Da gibt es inzwischen auch nachhaltig verwüstete Landstriche abseits deutschsprachiger Gefilde, wo es Gaststätten gibt, die für ihre deutsche Klientel Currywurst und Bratwurst anbieten. Und in den Klubs der Saufstrände rotten sich die Germanen zu wahren Horden zusammen.

  9. mariuslupus

    Die Abneigung gegen die deutsche Sprache kommt, wie alles politisch korrekte, von oben. Die Politekerdarsteller die sich immer gerne mit ihrer Unfähigkeit die deutsche Sprache korrekt zu sprechen produzieren, möchten diese Sprache vereinfachen, etwas, wie ein “Pidgin-Deutsch” einführen. Dann würden auch Leute nicht merken dass sie nur Phrasen dreschen. Das Jugo -Deutsch ist in der Zwischenzeit bereits in den Schulen Alltag. Demnächst wird sich die Akademie für die Deutsche Sprache damit beschäftigen wie Deutsch in die Jugo-Sprache integriert werden könnte.
    Apropos Englisch, in keiner anderen indogermanischen Sprache werden die schichtspetifischen und Kasten Unteschiede so identifizierbar wie in Englisch.

  10. Hanna

    Wer in Österreich jetzt “zu Hause” ist, hat die Landessprache zu sprechen. Sorry, aber alles Andere ist ja wohl nur ein bitterer, schlimmer Scherz. Unsere Sprache ist auf unserer Geschichte und Kultur gewachsen, wenn Leute hereinemigrieren, die mitwachsen wollen, dann in unserer Kultur. Wenn sie ihre eigene Sprache und Kultur retten wollen, dann müssen sie in ihren eigenen Ländern Kommunen oder sowas einrichten und nicht von uns und unserer Kultur erwarten, dass wir deren ruinöse, aggressive Kulture mit Jahrtausenden völlig anderer Ansichten fördern solle. Sorry, aber ich weigere mich, irgendeine andere Kultur als meine eigene in meinem Land zu unterstützen oder – zu akzeptieren. Ich werde mich nicht nach Arabern und Türken richten, niemals.

  11. Falke

    @Fragolin
    Ganz richtig. Negativbeispiel Frankreich: dort können fast alle Migranten gut Französisch (weil sie großteils aus den ehemaligen französischen Kolonien in Afrika stammen, wo auch heute noch Französisch gesprochen wird), aber von Integration keine Rede. Vor allem in den Großstädten Paris oder Marseille gibt es Parallelgesellschaften mit Millionen Mitgliedern.

  12. Lisa

    Christian Weiss: Allerdings verreisen Touristen wieder, das ist der Unterschied. Das Burkaverbot z.B. (gesetzlich duch das Vermummungsverbot abgesichert), das zumindet im KAnton Tessin in der Schweiz gilt, gilt nicht für Toutitinnen aus den arabischen Ländern. Auf das Geld, das die hier lassen (nicht knauserig, auf Luxusgüter erpicht, mit ganzen Familienclans anreisend), will man denn doch nicht verzichten. Non olet.

  13. Der leiwaunde Johnny

    Ich hätte einen sehr einfachen Ansatz: jeder spricht in seiner eigenen Heimat seine eigene Sprache. Wer daheim bleibt, muss sich nicht mit lästigen Fremdsprachen oder gar Fremdenfeindlichkeit herumschlagen. Hat die letzten 100.000 Jahre ganz gut funktioniert. Probleme/Kriege gab es immer dann, wenn irgendwer glaubte irgendwo anders einmarschieren zu müssen.

  14. Christian Peter

    Man kann es nicht oft genug wiederholen : Migranten brauchen weder Deutsch zu lernen, noch sich zu integrieren, denn Kern der Asylrelchts ist es, politisch verfolgten Menschen temporären Schutz anzubieten, keine neue Heimat. Subsidiärer Schutz von Kriegsflüchtlingen wird ohnehin nur befristet vergeben – die Menschen sollen sobald wie möglich wieder in ihre Heimat zurückkehren, Integrationsdebatten kann man sich ersparen.

  15. Michael

    “Eine Autorin”, “hat geschrieben” – was ist der Name dieser Autorin und wo hat sie geschrieben?

  16. Rennziege

    Ein kanadischer Freund schlägt ein höchst einfaches Einwanderungskriterium vor, in wenigen Sekunden zu erledigen:
    Immigration Officer: “Hi! So you wanna live in our country? Fine. Here’s a a bacon sandwich for you to start your integration.”
    Wer brav aufisst, darf rein. Andernfalls: “You don’t like it? No problem. Just go back to where you came from.”
    Freilich ist dieser Lackmustest nicht ganz ernstgemeint. Aber bei Hardcore-Muslimen könnte er zu hartnäckigem Schluckauf führen. 🙂

  17. O.d.S.

    Bei der Migration haben sich unerträgliche Lügen und Propagandakerzen verbreitet.

    1) Man kann einem Staat offene Grenzen verpassen. Das geht nur, wenn der Staat sehr stark in die Privatsphäre eingreift. Abgewandelt: man kann einen liberalen Staat haben und man kann offene Grenzen haben, aber nicht beides. Die Folge ist immer die Bildung von Parallelgesellschaften. Man sollte schon so ehrlich sein und das österreichische Volk fragen, ob es nichts dagegen hat, wenn in manchen großen Gebieten zwar de iure österreichische Staatsgewalt herrscht, de facto diese Gebiete aber nichts mehr mit österreichischer Kultur und mit unseren Werten und Gesetzen zu tun hat. Bestes Beispiel sind die Asian- Americans. Die errichten gerade im Westen der USA einen Parallelstaat, in dem die Caucasians und ihre Lebensweise eher unerwünscht sind.

    2) Eine Sprache lernt man nur gut, wenn man die Muttersprache beherrscht. Das ist so evident falsch, dass man nicht begreift, wie dieser Mythos überhaupt überlebt. Eine Sprache lernt man, wenn man ständig in dieser Sprache kommuniziert und denkt. Jeglicher Einfluss anderer Sprachen hat nur negative Auswirkungen.

    3) Österreich ist ein Einwanderungsland. Österreich war ein Reich, in dem verschiedene Nationalitäten vereint waren und Österreich hat massenhaft Türken in den 70ern zwecks billigem Aufbau von Infrastruktur importiert. Das war’s aber auch schon. Ansonsten können wir onne EU genauso kontrollieren und steuern, wer genau in unser Land darf, wie Japan z.b.

    4) Integration benötigt beide Seiten. Falsch. Wenn die aufnehmende Seite der anderen entgegenkommt, gibt es ja gar nichts mehr worin man sich integrieren kann. Jeder, der in unser Land kommt, hat sich bedingungslos zu assimilieren. Wenn er das nicht tut, ist er unerwünscht, weil ein Fremdkörper und somit potenzieller Unruheherd und jeder Verstoß gegen unsere Strafgesetze eines Migranten in den ersten fünfzehn Jahren muss zur Abschiebung führen.

    Wer nicht Deutsch kann, wird sich nicht integrieren. Das wird wohl niemand in Zweifel ziehen. Wie soll ich Sitten, Gebräuche, Normen und Werte eines Staates verstehen, wenn ich die Sprache nicht kann?

  18. Christian Peter

    Ganz einfache Lösung : Asyl auf Zeit, Flüchtlinge brauchen dann weder Deutsch zu lernen noch sich zu integrieren. Ist übrigens nach dem Asylrecht für Kriegsflüchtlinge auch gar nicht anders vorgesehen.

  19. caruso

    Also. daß die deutsche Sprache fremdenfeindlich ist, kann ich aus Erfahrung bestätigen:-))))
    Schrecklich ist sie nicht, nur sehr schwer. Aber nicht schwerer als meine Muttersprache, das
    Ungarische. Nur gaaanz anders schwer. Mir persönlich hat’s beim Erlernen viel geholfen, daß
    ich ein Bücherwurm bin. Sobald möglich. las ich alles kreuz und quer, was ich die Hände bekam – mit einem Wörterbuch in der Hand. Was den Akzent betrifft, den ungarischen verliert man nie. Es sei, man lernte eine Fremdsprache schon als Kind.
    lg
    caruso

  20. mariuslupus

    Es war einmal ein Reich und in diesen hat niemand gewusst dass es so etwas wie eine Integration gibt, aber alle haben sich integriert. Der Vasek Hubicek hat im Jahre 1899 beschlossen Schneider zu lernen und ist aus Brin nach Wien marschiert. Konnte kein Wort daitsch. Der Schneidermeister Herr Johann Ganslgruber hat ihm klar gemacht, wen du die Sprache nicht erlernst , gibt es keine Lehre. Vasek wollte lernen, wollte Schneidermeister werden, hat die Sprache gelernt. Paar Jahre später, eigene Werkstatt, seine Frau Bozena für die Powidltatschkerl zuständig, zwei Söhne, der eine bei der Gendarmerie der andere ausgelernter Damenfrisör. Herr Scheneidermeister Hubiczek hat nie etwas von Integration gehört.

  21. Thomas Holzer

    @Hanna
    Welche Sprache jemand spricht, der in Österreich zu Hause ist/lebt, sollte wohl ihm überlassen werden.
    Amtssprache ist entsprechend der Verfassung Deutsch und einige anerkannte andere (Minderheiten)Sprachen, der Rest (sprich in welcher Sprache sich jemand sonst wo verständigt) hat den Staat definitiv nicht zu interessieren.

  22. Rennziege

    12. Dezember 2015 – 16:39 caruso
    Erfreulich! Darin gleichen Sie dem knorrigen Ferenc Lehár oder dem Ferenc Molnár. Auch die haben ihren ungarischen Schlenker stets beibehalten, was in der “oiden” Monarchie so selbstverständlich wie charmant klang. Tor´tzdem sprachen sie ein perfektes österreichisches Deutsch. Und schrieben die erfolgreichsten Operetten und Komödien der Theaterwelt. Glückwunsch!

  23. Astrid G.

    @caruso Es hat kaum mit dem Artikel zu tun, aber es draengt mich Ihnen zu antworten. Sie haben geschrieben: “Was den Akzent betrifft, den ungarischen verliert man nie.”
    Das stimmt nicht, man kann jeden Akzent abtrainieren wenn man zu einem guten Sprech- (nicht: Sprach-)lehrer geht. In Deutschland hat es frueher ein eigenes Phonetikstudium gegeben, und wenn bis vor kurzem Schauspieler aus dem deutschen Raum zu uns gekommen sind haben sie selbstverstaendlich gelernt oesterreichisches Hochdeutsch zu sprechen.

    Nur wissen Deutschlehrer in den seltensten Faellen bewusst wie die einzelnen Laute korrekt gebildet werden, daher koennen sie es auch nicht vermitteln. Aber Sprechlehrer koennen es, und es geht ziemlich schnell (schneller als Deutsch als Sprache zu lernen). Kontdaktdaten gibt es zB beim ORF Service. Unbedingt abraten wuerde ich von der Schule des … – ich mag keine Werbung machen, auch keine Antiwerbung. denn die sprechen selbst mit starkem Akzent eigenartigerweise.

  24. Lisa

    @Christian Peter:Stimmt im Bezug auf Asylanten. Das sind aber aber extrem wenige – das Problem ist die Massenzuwanderung von Asylbewerbern, Kriegsflüchtlingen und gewöhnlichen Einwanderern, die leider undifferenziert und ausdrücklich von den Regierungen, aber nicht von allen Bürgern, gewünscht wird. Philippinische Krankenschwestern, tamilische Köche, Bau- und Industriearbeiter aus dem Balkan, polnische Altenpflegerinnen, Müllmänner aus Afrika – Europa braucht sie. Pizzabäcker und Kellner aus Südeuropa, IT-Spezialisten aus Indien, Ärzte aus der ehemaligen Sowjetunion, Fussballer aus Südamerika – Europa braucht sie. So. Und jetzt die Preisfrage: Warum und wozu braucht Europa sie? Wer ist Europa? Abstrakte Begriffe mogeln sich elegant über die Menschen, die dort leben, hinweg.

  25. Lisa

    @Der leiwaunde Johnny: Früher gabs aber auch viel, viel weniger Menschen auf der Erde. Neubesiedlungen waren früher erwünscht, um unbewohnte Landstriche mit ziemlich homogenen Einwanderern zu bevölkern. Land ohne Bauern war wertlos. Amerika ohne Siedler wäre nicht das, was es heute darstellt. Die deutschen Siedler, die im MA in den Osten einwanderten, trafen meist auf entvölkerte oder gar nie bewirtschaftete Gebiete. Heute drängen überall auf der Welt Menschen aus verschiedenen Gründen in bereits dicht besiedelte Gebiete, in die Städte und ihre Agglomerationen im In- und Ausland. Diese Bevölkerungsdichte erschwert das Zusammenleben, weil niemand Freund mit sämtlichen Mitbürgern seiner Stadt sein kann, man kennt ein paar Dutzend, ein paar Hundert Leute, mal besser mal schlechter, aber der grosse Rest ist einem gleichgültig, solange man nicht direkt konfrontiert ist. Dann allerdings entladen sich u.U. Aggressionen – nicht nur im Tierversuch.

  26. Christian Peter

    @Lisa

    ‘Phillipinische Krankenschwestern, tamilische Köche, Müllmänner aus Afrika brauchen wir’

    Schwachsinn, das gilt alleinfalls für Länder mit Vollbeschäftigung aber nicht für Länder mit hohen Arbeitslosenraten wie Deutschland und Österreich. Zuwanderung gibt es außerdem durch die Personenfreizügigkeit im EU – Raum mehr als ausreichend aus Ost- bzw. Südosteuropa. Auch von den zugewanderten Osteuropäern sind viele arbeitslos und beziehen Sozialleistungen.

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