Die Deutschen, das infantile Volk

“…..Am Weltfrauentag pilgern kritische Intellektuelle zum Bundeskanzleramt, um der Kanzlerin einen Strauß roter Rosen zu übergeben, als Zeichen ihrer Dankbarkeit für die Politik der Regentin in der Flüchtlingskrise. Gibt es noch ein anderes Volk, das seine Infantilisierung so bereitwillig mitmachen würde? Die Kehrseite dieser Gemütsruhe ist ein Rigorismus, der sich selbst zum Maß aller Dinge erhebt. Wer nicht “Refugees welcome!” ruft oder es gar wagt, die Frage nach einer “Obergrenze” bei der Zuwanderung zu stellen, wird schnell in die fremdenfeindliche Ecke abkommandiert. Wer dagegen dazu aufruft, “den Terroristen mit Beten und Liebe zu begegnen”, der muss sich weder um sein Ansehen noch um sein Seelenheil sorgen. Dem ist ein Ehrenplatz zwischen Albert Schweitzer und Mutter Teresa sicher….” (Broder  , hier)

4 comments

  1. Falke

    Dass das “naive Volk” ihr Blumen bringt, kann man ja vielleicht noch verstehen. Aber dass die politische (und hoffentlich auch intellektuelle) Elite ihr wie eine Schafherde dem Leithammel folgt, ist wohl kaum nachzuvollziehen. Inzwischen hat sich ja immer klarer herausgestellt, dass der Zug der Lemminge sich als Vergleich eher eignet als die Schafe – und trotzdem hängt immer noch die Mehrheit (?) der Politiker und der Bevölkerung (?) an Muttis Hosenfalten.

  2. gms

    Wer den Deutschen ein gerütteltes Maß an Obrigkeitsgläubigkeit gepaart mit Duldsamkeit nachsagt, wird wohl so falsch nicht liegen. Zugleich aber steht die Frage im Raum, wie sehr zur Schaffung dieser Einschätzung die sattsam bekannte Differenz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung kausal ist.

    Politik wird in demokratisch verfaßten Soziotäten oftmals über die Bande bewerkstelligt, weniger kryptisch formuliert: Über Wahrnehmungs- und Meinungsmanagement. Wirkmächtig dabei ist weniger das Sein, sondern der Anschein, das, was man als Konsens oder auch nur tragfähigen Kompromiss zu erkennen glaubt respektive jene Legende, die ohne nennenswerten Widerpruch behauptet werden kann. Jean-Claude Juncker weiß das, und wir inzwischen ebenso.

    Die sprichwörtliche Mehrheit wird nicht aufbegehren, so deren einzelne Bestandteile sich allein auf weiter Flur wähnen. Während Sozialismus seit jeher erfolgreich auf Lautstärke setzt zur Dominanz in der politmedialen Auseinandersetzung, besinnt sich die Rechte in der BRD erst jüngst dieses Themenfeldes. Wohlfundierte Unduldsamkeit, Beharrungsvermögen und die Kraft des gerechten Zorns suchte man bei Bürgerlichen bislang vergebens, aber die jüngsten Tendenzen lassen hoffen.

    Einmal mehr gilt: Große Menschengruppen können meinungstechnisch heftiger umschlagen, als ein Individuum hierfür in der Lage ist. Schweigespiralen wirken ebenso, wie dessen Durchbrechen. Nachdem man weiters nicht alle Menschen für alle Zeiten für dumm verkaufen kann, wird der sprichwörtliche deutsche Michel vielleich morgen noch brav sein, aber mit Sicherheit nicht so gutgläubig, wie es aktuell noch den Anschein hat.

  3. Mona Rieboldt

    gms
    Die “Obrigkeitsgläubigkeit” hat auch was mit Geld zu tun. Der Staat macht halt viele von sich abhängig mit Geldzuwendungen. Richtig, die Deutschen sind leidensfähig, lassen sich viel gefallen. Die Gefahr besteht darin, dass sie sich immer mehr in die Ecke bzw. an die Wand drängen lassen, dann aber kann es sein, dass sie wild um sich schlagen. Es kommt darauf an, was noch passiert. Zur Zeit wird den Leuten seitens der Politik immer mehr Asylantenheime aufgedrängt bzw. aufgezwungen. Wenn noch sowas passiert wie in Köln oder ein Anschlag von Moslems, dann kann es auch hier in der Bevölkerung anders aussehen.

  4. mariuslupus

    Die Entlarwung der Meister-Demagogin ist eine Lektüre bei der einen dass Lachen vergeht und es eröffnet sich ein Abgrund. In diesem Abgrund werden Bilder aus früheren Zeiten sichtbar. Auch in diesen, grossen, grossen Zeiten pilgerten Nutzniesser der Regimes, oder die es werden wollten, zum jeweiligen Machthaber und überbrachten devoterweise ihre Ergebenheitsgeschenke. Der unaufhaltsame Aufstieg der Angela Ui.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .