Die Diskrimninierungs-Illusion

Von | 26. April 2013

“….In Wirklichkeit lässt sich jedoch nur ein verschwindend kleiner Teil der Gehaltsunterschiede auf eine Diskriminierung der Frauen zurückführen. Es sind vielmehr die unterschiedlichen Lebensentwürfe von Männern und Frauen, die sich auf dem Gehaltszettel niederschlagen….” (“Welt“)

12 Gedanken zu „Die Diskrimninierungs-Illusion

  1. Wettbewerber

    Eigentlich ein alter Hut. Es beweist nur, mit welcher Dazu-Lern-Resistenz die linken Staatsapologeten ihr Werk vollbringen. Vergleicht man Männer und Frauen mit identischer Ausbildung, sind die Unterschiede entweder kaum auszumachen, oder Frauen verdienen in gewissen Bereichen sogar ein wenig besser. Falls ein Mann z.B. aus (vorübergehenden) gesundheitlichen Gründen mitten in seiner Karriere für eine zeitlang nicht arbeiten konnte, hat er ebenso verringerte Gehaltsaussichten, wie eine Frau, die in Karenz gegangen ist. Auch hier gilt: Vergleicht man Gleiches mit Gleichem, ist eine etwaige “Diskriminierung” nicht auszumachen. Alles nur linkes Vernebelungsgewäsch.

    Männer in typischen Frauenberufen (Friseure, Kindergärtner etc.) verdienen sogar durch die Bank weniger als ihre weiblichen Kollegen. Auf einen Aufschrei in den Medien ob dieser “Männerdiskrimiierung” wird man aber vergeblich warten.

  2. Stefan

    Es gibt überhaupt keine grundsätzliche Begründung, warum ein Unternehmer seinen Angestellten untershciedlich viel zahlen sollte, außer er hat sachliche Begründungen (wie Ausbildung, Engagement, Zusatzqualifikationen oder auch zb Zugehörigkeit zum Betrieb).
    Aber welcher Unternehmer wäre so dämlich, und würde dem einen 2.500€ zahlen nur weil der männlich ist, wenn die gleiche Arbeit oder sogar die selbe Arbeit von einer Frau um 2.200€ verrichtet wird?! Mit welcher Begründung sollte er da Frauen schon bei der Einstellung diskriminieren und den Mann nehmen, der zwar dasselbe kann, aber mehr kostet?
    Wenn man die Gehaltsunterschiede seriös aufschlüsselt wird aus der tw. 20-30 (!) prozentigen Lücke schnell eine 2-3% Lücke, die aber auch weniger wird.

  3. Mercutio

    @Stefan
    Es gibt genug Unternehmer, die davor zurückzucken eine Frau anzustellen, deshalb nicht selten peinliche Fragen nach Familienplanung, Schwangerschaftsrisiko und nicht zuletzt mehr Krankenstände etc. etc.
    Übrigens seit wann spielt Qualifikation eine Rolle für die Lohnhöhe? Wenn es genug Anwärter auf eine Stelle gibt, wird immer der Günstigste, der die Anforderungen gerade noch erfüllt, genommen, alles andere wäre betriebswirtschaftlicher Unsinn. Überhaupt mag niemand überqualifizierte Arbeitnehmer, die bedeuten nur Troubles.

    @Wettbewerb
    “Friseure, Kindergärtner” verdienen weniger als ihre weiblichen Kollegen, wo haben Sie denn diese schöne Statistik gefunden?

  4. Wettbewerber

    @Mercutio
    Der Unterschied ist ebenso genringfügig (ein paar Prozent) wie es sich in anderen Branchen umgekehrt darstellt. Habe einige Male davon gelesen, kann aber im Moment keine Quelle anführen. Im übrigen ist es wohl eine logische Kosequenz: Da nur verschwindend wenige Männer hier tätig sind, wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich außerordentlich gute Leute darunter befinden, gering sein. Bei den überwältigend vielen Frauen wird es diese Ausnahme-Experten öfter geben, die dann auch etwas mehr verdienen als ihre Kollegen, die (nur / zumindest) kollektivertragsmäßig entlohnt werden. Und für das Zustandekommen der erwähnten (auf die Gesamtmenge der Angestellten geringfügigen) Gehaltsunterschiede verantwortlich sind.

    Können Sie denn eine Statisik anführen für Ihre Behauptung, dass immer der Günstigste, der gerade noch die Anforderungen erfüllt, eingestellt wird? Sind Sie im öffentlichen Sektor beschäftigt? 😉

  5. Mercutio

    @Wettbewerber
    Nein bin nicht im öffentlichen Sektor, aber die behauptung, dass der Quaklifizierteste eingestellt wird, stimmt vieleicht für Tischler und Schweißer, aber sicher nicht im mittleren und höheren Management, dort kommt es vielmehr auf Netzwerk, Seilschaft, … pardon “Social Skills” an.

    Im Übrigen möchte ich ohne Statistik behaupten, dass es mehr männliche Starfriseure, -köche und -designer gibt.
    Die Kindergärnter lasse sich nciht gelten, weil die haben ein öffentliches Besoldungsschema und Dienstrecht. Was stimmt ist, dass Frauen im öffentlichen Bereich bevorteilt wrdeen, um die Quoten zu erfüllen und “Vorbilder” für die Wirtschaft zu setzen.

  6. Mona Rieboldt

    Und nicht zu fassen, immer noch bekommen Frauen die Kinder 😉 Was der Mann dazu tut, gibt ihm einfach mehr Zeit, Karriere zu machen. Frauen arbeiten daher oft Teilzeit, weil sie dann noch Kraft für Mann und Kinder haben. Und es ist ja nicht jederfrau Sache, die Kinder noch unter drei Jahren in staatliche Obhut zu geben.
    Es kommt auch darauf an, welche Ausbildung jemand hat. Es gibt Berufe, bei denen man Beruf und Familie vereinbaren kann. Die Masse ist das aber nicht.

    Nun will man Frauen mit der Quote unbedingt bei Dax-Unternehmen in Firmenvorstände und ähnliches bringen. Abgesehen davon, dass dort schon jetzt laut “Wirtschaftswoche” 20% Frauen sind, finde ich es seltsam, wie sehr sich Grüne und Linke um solche Millionärinnen kümmern. Bei nächster Gelegenheit schimpfen sie dann aber wieder, was solche Vorstände verdienen.

  7. gms

    Wettbewerber :
    Eigentlich ein alter Hut. Es beweist nur, mit welcher Dazu-Lern-Resistenz die linken Staatsapologeten ihr Werk vollbringen.

    Besonders augenfällig ist die Fakten-Resistenz beim Blick auf die nackten Zahlen. Je höher die Erwerbsquote der Frauen in den einzelnen Staaten, desto größer ist die sog. Gehaltsschere dort — und umgekehrt, siehe etwas Malta. Einzig Schweden ist hierbei ein Ausreisser, der sich aber mit einem extrem hohen Frauenanteil im Staatsdienst erklärt.

    Ebenso vergrößert sich die Differenz mit dem Entwicklungsgrad eines Landes. Je existenzfeindlicher die Zustände eines Landes, desto eher unterlassen Frauen das für unsere Breitengrade typische Schielen auf Selbstverwirklichung, “Work-Life-Balance” und “Umgang mit Menschen”.

    Betreffend die in diesem Zusammenhang immer wieder gebrachte Vereinbarkeit von Beruf und Familie und das in dieser Hinsicht als vorbildhaft genannte Frankreich: Dank steuerlichem *Familien*splitting bleibt den Franzosen für ihre Kinder entschieden mehr im Geldbörsel als sonstwo in Europa, womit sich wiederum – und das ist der zweite gravierende Aspekt – die dort kaum regulierten und somit omnipräsenten und leistbaren Tagesmütter bezahlen lassen.

    Was bleibt unterm Strich? — Auf die Schnapsidee, sich dank Steuerprogression bis auf den Unterrock aussackeln zu lassen, nachdem man seinem Chef mühsam eine Beförderung plus Gehaltssteigerung abgerungen hat und damit unter verschärfter Beobachtung steht, nur um danach seinen Nachwuchs staatlichen Stellen zur Verwahrung zu überlassen, kommen Frauen zumeist nicht.

    Genderpolitik ist der Kampf der dummen Frauen gegen die intelligenten!

    Nachdem aber mitterdings selbst die lila InnInnen langsam den Braten um die unterschiedliche Gestricktheit der Geschlechter riechen, hübschen sie ihre Argumentation auf mit der Forderung nach Job-Sharing. Im pinken Phantasia teilen sich nämlich zwei Pippi Langstrümpfe sowohl die Arbeit, das Einkommen wie auch die Management-Verantwortung.

  8. Mourawetz

    Das Thema wurde schon so oft wiedergekäut. Das Gender Gap ist eine Illusion, stand schon in der Links-Postille profil zum Nachlesen, damit es auch die Emanzenweiber lesen können. Trotzdem gibt es offenbar noch immer ein paar dumme Kühe, die nicht ruhen können und ihren Pansen mit dem Dreck noch einmal wiederkäuen wollen.

  9. Wettbewerber

    @Mona Rieboldt
    Klasse Ausführungen, gerade der letzte Absatz! “Feminismus ist Marxismus in Hot Pants” habe ich mir einmal sagen lassen. Sprich: Wenn die Frauen denn einmal in den obersten Etagen angekommen sind (aber deshalb nicht über Nacht vor lauter Dankbarkeit zu eingefleischten SozialistInnen mutieren), werden sie logischerweise zu Klassenfeinden. Siehe Margret Thatcher, siehe Maria Schaumayr, die ehemalige Ministerin Gastinger oder auch Sarah Palin und Michele Bachmann undundund… Und es kommt noch besser: Wenn ein linker Held (wie z.B. Bill Clinton) seine Position als Präsident schamlos ausnutzt um sich an Frauen sexuell auszutoben (Lewinsky, Jones, …), dann darf er trotzdem über Los gehen und von Feministinnen unbehelligt seine Millionen kassieren. Echte Frauenfreunde das sind!

  10. Mona Rieboldt

    @gms

    Ehegatten-Splitting gibt es ja auch in Deutschland. Und es kommt zum Tragen, wenn einer arbeitet und der andere sich um die Kinder kümmert, einer arbeitslos ist und ähnliches. Die Eheleute unterstützen sich damit gegenseitig. Nun wollen Rote und Grüne das Ehegattensplitting abschaffen, die Frauen sollen arbeiten. Dann sitzt also die Frau z.B. acht Stunden bei Aldi an der Kasse und zahlt mit ihren Steuergeldern diejenigen, die auf ihre Kinder aufpassen, was sie sonst kostenlos getan hat.

  11. gms

    @Mona Rieboldt

    Absolute Zustimmung. By the way: *Familien*splitting (erneut mit textueller Hervorhebung) wie in Frankreich, ist weit mehr als ein Ehegattensplitting, weil bei Erstgenanntem auch Kinder als Quotienten mit 0,5 resp. 1.0 speziell fürs dritte Kind gewertet werden, und sich die Bemessungsgrundlage somit nicht bloß auf maximal zwei Personen aufteilt, wie in Deutschland (oder gar nur eine, wie im knallroten Austriachstan). Ergänzend bleibt einem in Frankreich ein Leben lang der Zusatzfaktor von 0.5, wenn man mind. ein Kind bis zum 16. Lebensjahr großzog.

    Sonderbarer Weise ist dies niemals ein Thema, wenn die Linke mit viel Aufsehen auf Frankreich zeigt und staatliche Betreuungsplätze wie die “ecole maternelle” fordert. Als wäre das nicht schon dumm genug, sind in F Kinder unter 3J. weitaus häufiger bei privaten Tagesmüttern, als in sonstigen Einrichtungen — weil die Familien nunmal das Geld dazu haben.

    Obendrauf – und damit die Forderung nach weiteren staatlichen Verwahrungssanstalten für Kinder völlig absurd, ist die Frauenbeschäftigungsquote in Frankreich sogar niedriger als in Deutschland und Österreich (F: 59,9%, D: 66,1%, Ö: 66,4, Quelle Eurostat 2010)

    Faktenresistenz war und ist seit jeher eine sozialistische Kardinaltugend. Dem Ziel, Leute in Beschäftigung zu drängen, damit man ihnen Geld abnehmen kann, welches man dann in Indoktrinierungsstätten für den Nachwuchs buttert, wird alles Andere untergeordnet. Nachdem es aber nicht Millionen an Top-Jobs gibt, muß zusätzlich laut linkem Lehrbuch stalinistisch mit Mindestlohn, Quoten, Kündigungsschutz etc. in den Arbeitsmarkt eingegriffen werden. Wäre ja noch schöner, wollten sich die Bürger der Anmaßung durch die Obrigkeit nicht beugen und artig neue Drohnen hervorbringen.

  12. Wolf

    @Mourawetz
    Das ist ja auch die Hauptbeschäftigung und Nachweis der Existenzbrechtigung unserer “hochintelligenten” Quotenfrau als Frauenministerin (Heinisch-Hosek, falls Ihnen der Name entfallen sein sollte, was keineswegs eine Bildungslücke oder sonst ein Manko ist).

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