Die dunkle Seite der Wende in Südafrika

“……Pieter Vermooten ist eines von mehr als 3.000 Opfern, die seit 1991 auf den Bauernhöfen Südafrikas ermordet wurden, seit dem Beginn der demokratischen Reformen, die das Ende der Apartheid besiegelten. Unter den Toten sind schwarze Farmarbeiter, Hausangestellte und Familienangehörige, vor allem aber weiße Farmer, insgesamt sollen es nahezu 1.900 sein…..” (Interessante Reportage in der “Zeit“)

2 comments

  1. waldsee

    erstaunlich ist ,daß die zeit einen solchen bericht bringt, sind doch die herausgeber meist mit weißem rassismus und islamophobiebekämpfung beschäftigt.
    leider ist dieses problem seit jahren bekannt.es wurde nur nicht darüber geschrieben und es wird ein redaktioneller ausrutscher bleiben.
    träumen sie weiter.

  2. Rennziege

    Es lohnt sich, den gesamten “Zeit”-Artikel zu lesen, so lang er auch ist. In einer Lesermeinung dazu findet sich der Link zu einem authentischen YouTube-Video, das den Friedensnobelpreisträger Mandela als Vorsänge eines Liedes zeigt, dessen Refrain lautet: “Wir haben uns geschworen, die Weißen umzubringen”.
    http://www.youtube.com/watch?v=fcOXqFQw2hc

    Ernüchternd. Gut zu wissen auch, dass die Buren keine Schwarzen beraubt oder gar vertrieben haben, wie so oft (aber fälschlich) behauptet wird. Die Regionen, in die die Einwanderer in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zogen, waren völlig unbesiedelt, obwohl Klima, Wasser und Boden reichlich Nahrung geboten hätten. Zitat aus der “Zeit”-Reportage, die diesen hehren journalistischen Begriff wirklich verdient:
    »Ach, wir dummen Buren. Erst machen wir das Land urbar und füttern die Schwarzen, dann bringen sie uns zum Dank um.«

    Und die geraubten oder staatlich umverteilten Farmen sind nach wenigen Jahren Brachland, denn die neuen schwarzen Besitzer “haben nicht gern Schwielen an den Händen wie die Buren”, sondern meinen, der einstige “Brotkorb Afrikas” fülle sich von allein, während sie in Hängematten liegen und den Beelzebub einen guten Mann sein lassen. Vor wenigen Jahren musste Südafrika, zum ersten Mal in seiner Geschichte, Nahrungsmittel importieren. Tendenz steigend.
    Noch ein Blick auf den Charakter der Buren:

    Jeden Morgen schauen die Vermootens auf ein Mosaik neben dem Spiegel in ihrem Badezimmer. Da steht das Wort hope , Hoffnung, zusammengesetzt aus zerbrochenen Fliesen. »Meine burischen Vorväter haben vieles falsch gemacht, aber darf man uns dafür heute bestrafen? Und dürfen wir Revanche üben?«, fragt Hennie Vermooten. Der mutmaßliche Mörder seines Vaters ist bekannt, die Farm Watch hat den Namen über bezahlte Informanten herausgefunden. »Leg das Schwein um«, drängen die Nachbarn Hennie Vermooten. Doch er hat keine Waffe, und er lehnt Rache ab. »Ich kann nicht alle Schwarzen hassen, weil einer meinen Vater auf dem Gewissen hat«, sagt Hennie Vermooten zum Abschied. Es sind Sätze aus dem Munde eines Buren, die man nach all den düsteren Erlebnissen kaum für möglich hält. »Die Rache ist nicht mein, ich habe dem Täter verziehen«, sagt Vermooten. Er will Versöhnung, selbst wenn es schmerzt.

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