Die Enteignung der Wohnungs-Eigentümer

“….Mitwohn-Plattformen wie Airbnb, Wimdu oder 9flats boomen. Ein Urteil des OGH erschwert jedoch jetzt das Vermieten von Wohnungen an Touristen. Was man nun beachten muss und warum Wohnungsmieter freiere Hand haben als Eigentümer….” (hier)

8 comments

  1. Christian Peter

    Mit Enteignung hat das nichts zu tun. Die Politik wird sich dem ausufernden Geschäftsmodell der Share – Economy endlich widmen müssen. Es kann nicht angehen, dass sich Unternehmen (meist aus dem Silicon Valley) durch Unterlaufen der Regeln Wettbewerbsvorteile verschaffen und dadurch die heimische Wirtschaft ruinieren und dem Staat gewaltige Einnahmenausfälle bescheren.

  2. Mario Gut

    @Christian Peter – so schaut´s dann aus, wenn der “basis – sozialistisch eingestellte Mensch” mit “Wenn und Aber” das Grundsätzliche der freien Verfügbarkeit über das Eigentum bereits in Frage stellt. Wenn Auswüchse herrschen, dann können und sollen Gerichte entscheiden – Gerichte haben aber kein Recht in der demokratischen Gesellschaft sich eine politische Ideologie anzumaßen. Wenn ich Eigentümer bin, ist es meine Entscheidung alleine, an wen ich sie vermiete (übrigens auch ob an Aus- Inländer, Negrophile, oder Schwule, oder nur Heteros, oder all die Genannten explizit nicht, sondern nur bisexuelle Vorarlberger Sozialdemokraten, oder Grüne-Tiroler, die Inninen aber nicht….).

    Nur, was will man in einem Land, in dem der Bürger gezwungen wird irgendwelchen Kammern anzugehören und zur Zwangsversicherung auch noch das Zwangsinstitut dazu übergestülpt bekommt, der ORF mit der GIS sogar Hauskontrollen durchführen konnte – und diese Bürger (auch Sie?) schon ideologisch so “niedergespritzt” sind, dass sie das einfach hinnehmen. Übrigens begründet hat auch die DDR alle dirigistischen Maßnahmen höchst “einleuchtend”.
    Erklären sie einmal einem Amerikaner, dass in Österreich der Bundeskanzler praktisch direkt bestimmt, wer Burgtheater Chef wird – die schütteln darüber nur den Kopf. Sie und vermutlich Putin, sowie einige Südamerikanische Linksozialisten würden das eher nicht tun. Alles klar.

  3. Christian Peter

    @Mario Gut

    Hier geht es in der Hauptsache um das ausufernde und beinharte Geschäftsmodell der Share – Economy, nicht um irgendwelche Nebensächlichkeiten. Leider verabsäumte die Politik bisher, sich um dieses Thema zu kümmern.

  4. Thomas Holzer

    Niemand wird gezwungen, sich “dem beinharten und ausuferndem Geschäftsmodell der Share-Economy” anzuschließen, zu unterwerfen

  5. Jeanvaljean

    @ Christian Peter

    Ich verweise auf ein “Zitat der vergangenen Tage” hier:

    Kennen Sie das Merkmal der Zweitklassigen? Es ist der Ärger über die Leistung eines anderen. Ayn Rand

  6. Christian Peter

    @Jeanvaljean

    Wenn schon ohne Regulierung, dann muss dies für alle Marktteilnehmer gelten. Es kann nicht angehen, dass sich Einzelne durch Unterlaufen der Regeln Wettbewerbsvorteile verschaffen.

  7. gms

    Christian Peter,

    “Wenn schon ohne Regulierung, dann muss dies für alle Marktteilnehmer gelten.”

    Es sind zwei unterschiedliche Märkte, und niemand ist gezwungen, als Anbieter in dem einen oder dem anderen tätig zu sein.

    “Es kann nicht angehen, dass sich Einzelne durch Unterlaufen der Regeln Wettbewerbsvorteile verschaffen.”

    Na dann lassen Sie sich als Ahnungsloser und rosa Fürsprecher der Zweitklassigen mal über die Wettbewerbsvorteile der echten Taxis aufklären: Limitierte Anzahl der Konzessionen, keine Normverbrauchsabgabe (NoVA) bei der Anschaffung und keine KFZ-Steuer laufend, ermäßigter MwSt-Satz (10%) bei Personenbeförderung (unlängst sogar per EuGH-Entscheid abgesichert [1]), Benutzung von Busspuren, eigene Standplätze auf öffentlichen Straßen und diverse Sonderregelungen fürs Zu- und Abfahren in Zonen, die für Nicht-Taxler tabu sind.

    All diesen ansehnlichen und erkennbar geldwerten Privilegien steht das Recht der Miet-Chauffeure gegenüber, daß sie Fahrgäste ablehnen und den Fahrpreis aushandeln können.

    [1] curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2014-02/cp140026de.pdf

  8. gms

    Christian Peter,

    “Wenn schon ohne Regulierung, dann muss dies für alle Marktteilnehmer gelten.”

    Auch wenn mein obiges Statement das Thema verfehlte (Wohnung vs. Taxi), so war’s dennoch kein Streifschuß. Analog zum Taxi-Gewerbe haben gewerbliche Zimmervermieter handfeste Vorteile gegenüber ihrer neu aufkommenden Konkurrenz: Private Zimmervermieter können ihre Aufwände in der Regel nicht steuerlich geltend machen.

    Zwei Märkte => unterschiedliche Regelungen. Analoges gilt für jede Art von Geschäften unter Privaten, wo der Staat sich aus guten Gründen rauszuhalten hat. Entweder kauft man pars pro toto eine Uhr auf Ebay, oder beim konzessionierten Händler. Man hat dann zwar in beiden Fällen einen Zeitanzeiger, ab hinsichtlich Haftung, Steuer usw. stehen die Zeiger vollkommen anders.

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