Die “Entfesselung der Wirtschaft” wirkt schon!

“……Nach der Erste Bank denkt auch die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich laut darüber nach, ihre Zentrale ins Ausland zu verlegen. Mit einer Konzernzentrale in Bayern hätte man sich 2013 fast 30 Millionen Euro Bankenabgabe gespart….” (hier)

7 comments

  1. cmh

    Den Sozialisten sei dank! Und wie sie ihre Technik verbessert haben.

    Es ist ab sofort nicht mehr erforderlich, dass eine Bank wie weiland die CA-BV/Bank Austria von den roten Brüdern an die Wand gefahren werden muss: die Banker wandern von alleine ab.

  2. jvj

    Ein Wunder, dass sie nicht längst weg sind, droht ihnen doch im heimischen Rechtssystem die Anklage wegen “Untreue”, wenn sie mit dem Vermögen des Unternehmens so fahrlässig umgehen, in diesem Land zu verbleiben und überbordende Abgaben leisten.

  3. Christian Peter

    Endlich gute Nachrichten : Bankenabwanderung ins Ausland ! Das hätten die Banken schon vor 15 Jahren machen sollen, dann hätte sich der österreichische Steuerzahler ein Vermögen erspart.

  4. Christian Peter

    Schon lustig : Wenn es schlecht läuft, lassen sich Banken vom Steuerzahler retten. Kaum wird Banken ein kleiner Beitrag zur Abgeltung des vom Finanzsektor ausgehenden systemischen Risikos abverlangt, wollen diese abwandern.

  5. Klaus Kastner

    Ich habe die letzten 10 Jahre meiner 40-jährigen Bankkarriere als Führungskraft bei der Raiffeisenlandesbank OÖ verbracht. Mit Respekt und Verlaub: was GD Schaller hier öffentlich sagt, ist Unsinn und einfältiger Bluff. Was sich mein ex-Chef Ludwig Scharinger dabei gedacht hat, kann ich mir bildlich vorstellen.

    Die RLB-OÖ ist Österreichs stärkste Regionalbank und in Oberösterreich verankert wie kein zweites Institut. Die Kundenbeziehung sind anders als mit einer Wiener Großbank: die Kunden sehen die RLB-OÖ als “ihre Regionalbank”. Die Eigentümer der RLB-OÖ sind nicht anonyme Aktionäre, sondern an die 100 lokale Raiffeisenbanken (die sich übrigens in den letzten Jahren oft gefragt haben, warum die RLB-OÖ, ihre “Tochtergesellschaft”, oberöstereichische Spareinlagen nach Deutschland “exportiert”, um dort über ein aufgeblähtes Filialnetz Firmen zu finanzieren, die auch mit deutschen Spareinlagen finanziert werden könnten).

    Ich frage mich, wie viele Eigentümer, Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner, etc. der RLB-OÖ sich nach dieser Aussage von GD Schaller gefragt haben, ob die Bank denn noch “sauber tickt”.

    Die RLB-OÖ hat ihre Kunden immer beraten, bei Auslandsinvestitionen nicht den steuerlichen, sondern den realwirtschaftlichen Aspekt in den Vordergund zu stellen. Man geht nicht ins Ausland nur wegen niedrigerer Steuern/Abgaben, weil niedrige Steuern/Abgaben morgen schon hohe Steuern/Abgaben sein können.

    Sollte GD Schaller damit Druck auf die Regierung ausgeübt haben wollen, dann kann ich nur daran erinnern, was Kreisky einmal gesagt hat, als er Präsident Bush nach dessen Osteuropareise empfangen hatte. Bush hatte in Osteuropa geprahlt, wie sehr man die Sowjetunion unter Druck setzen würde, damit sie die osteuropäischen Länder besser behandelt. Kreisky damals – sinngemäß -: “Wenn man schon so etwas mit der Sowjetunion tun will, dann sollte man nicht öffentlich darüber reden”.

  6. Ehrenmitglied der ÖBB

    Wenn das so weitergeht mit der Bankenabwanderung, wird das auch der AK Muhm mitbekommen?
    Dann wird er wieder eine Studie in Auftrag geben und dann dem BundesTaxler erklären, wie böse alle die Banker und Kapitalisten sind 🙂 oder 🙁
    Worauf der sich wieder an den angelernten Satz erinnert und der KRONE mitteilt: “eat the rich”!
    Dann beginnt das Spiel von vorne?

  7. Christian Peter

    Was sind die Alternativen zur Bankenabgabe ? Großbanken zu zerschlagen, damit von diesen keine systemrelevanten Risiken ausgehen und nicht mehr von impliziten Staatsgarantien profitieren. 700 Millionen Euro jährlich als Abgeltung der Risiken sind übrigens viel zu wenig, denn der Gewinn für Österreichs Großbanken durch Staatsgarantien beläuft sich auf mind. 3 Milliarden Euro jährlich (etwa 0,3 % der Bilanzsumme).

    BoE errechnete den Wert impliziter Staatsgarantien : Durch implizite Staatsgarantien wurden 30 – 120 Milliarden Pfund von den britischen Steuerzahlern an den Finanzsektor transferiert.

    http://www.heise.de/tp/news/Die-Bank-of-England-hat-den-Wert-impliziter-Staatsgarantien-fuer-ihre-Too-big-to-fail-Banken-berechnet-2019568.html

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