Die Entmachtung der Wähler

(JOSEF STARGL) Im Wahlkampf geht es nicht nur um Inszenierung, Moralisierung und „Unterhaltung“. Ausgabenfreudige Politiker (aller Parteien) wollen an die Macht kommen, um die Bürger zu entmachten. Sie ignorieren Staats- und Politikversagen (Beispiel Altersvorsorge) und versprechen wieder einmal neue Problemlösungen durch die Politik beziehungsweise mehr Staat als Lösung für Staatsversagen.
Eine Regulierungs- und Interventionspolitik der Etatisten schafft aber permanent neue Probleme. Sie bewirkt eine Fehlleitung von Ressourcen und eine Wertvernichtung. Die Bürgerentmachtungspolitiker verzichten auf Wahrhaftigkeit!
Einige Moralisierer/Gesinnungsethiker ohne Argumente treten im Wahlkampf immer mehr als Eschatologen auf, die ihre „prophetischen und apokalyptischen Zukunftserwartungen“ artikulieren und stets staatliche Lösungen (mit hohen Folgekosten) für die Schaffung einer von ihnen ersehnten „neuen Welt“ anbieten.
Die Bewirtschaftung der Klima-Apokalypse und des Neides dient den „Etatisten in allen Parteien“ als Instrument, um eine Eigentümergesellschaft mit Freiheit und Eigenverantwortung sowie eine Unternehmerwirtschaft/rechtsstaatliche Marktwirtschaft zu unterminieren und auszuhöhlen.
Staatsgläubige Parteifunktionäre in allen Parteien haben sich zu (überforderten) Politikern entwickelt, die mit Gesetzesbeschlüssen und mit Versprechungen keine real existierenden Strukturprobleme lösen (wollen und) können, sondern in einem „System der Verantwortungslosigkeit und der Ineffizienz“ den Günstlingen des Etatismus und eines zwangsumverteilenden Paternalismus dienen.
Zahlreiche Spitzenpolitiker halten sich offensichtlich nicht nur Beraterstäbe für Inszenierungen/“Inszenierungsfallen“, für „moralische Bevormundung“ (statt für Hausverstand und Urteilsfähigkeit!) sowie für Prinzipien- und Standpunktlosigkeit/für den Verzicht auf eine wertorientierte und inhaltliche Positionierung, sondern auch für die Entmachtung von freien und eigenverantwortlichen Bürgern und für die Begünstigung von Systemprofiteuren durch die (von ihnen ersehnte) Umverteilungs-Macht.
Die Bürgerentmachtungspolitiker in Österreich verschweigen auch, dass die von ihnen nicht kritisierte „EZB-Bürgerentmachtungsgeldpolitik“ (Inflationspolitik und Schuldenentwertungspolitik!) den Etatismus und somit ihre Regulierungs- und Interventionskaskadenpolitik fördert. Sie wollen gewählt werden, um sich des Staates zu Lasten von Bürgern bedienen zu können.
Die Bürger sollen ihre „Entmachter“ wählen, damit diese mit ihrer Umverteilungs- und Zuteilungsmacht die „willigen Nehmer“ versorgen können.
Warum wählen Bürger eine „Politik der Entmachtung von freien und eigenverantwortlichen Bürgern“?
Der Etatismus ermöglicht ein Leben auf Kosten von anderen.
Gibt es in diesem Land auch Politiker, die die Bürger nicht entmachten (wollen)?

8 comments

  1. Gerhi09

    Die grosse Masse der Wähler ist gesellschaftspolitisch völlig desinteressiert und lässt sich von den Mainstream-Medien leiten, denen sie alles glaubt. Wie eine Herde folgt sie den überforderten und korrupten Politikern in den Untergang. Traurig dabei ist vor allem die Rolle der Medien und ihre die fehlende Äquidistanz zur herrschenden Klasse. Ein Armutszeugnis für die Journalisten.

  2. dna1

    @Gerhi09
    Sie tun den Journalisten unrecht. Diese haben einen Job, nämlich mit den richtig gewählten Worten die vom Blatteigentümer vorgegebene Meinung unter die Leute zu bringen, und das tun sie sehr erfolgreich. Wer sich dagegen stellt ist seinen Job los, und man stelle sich vor, das mit Frau, Kinder und gerade neu kreditgebautem Haus.
    Und wenn “die Medien” nicht die Meinung der Regierung wieder geben, sind sie ihre Presseförderung sowie üppige Inserate los und können zusperren.
    Bleiben nur noch Blogger wie u.a. Christian Ortner übrig.

  3. Josef Eisner

    Nein – gibt es nicht. Daher kommt man, will man tatsächlich etwas ändern bzw. den Willen zeigen, etwas ändern zu wollen, um die Gründung einer weiteren Partei nicht herum.

  4. sokrates9

    Interessant ist dass es vor allem unter den Wirtschaftsbossen niemand mehr sieht inwieweit sich die Gesellschaft von immer intellektuell verblödeten Poltikern und noch devoteren Journalisten in einen immer irrationaleren Politstrudel reißen lässt! Was sind derzeit die Themen: Strache, Identitäre – eine gefährliche Gruppe von ca 50 Hansln, Greta und Klimaschutz.Alles Themen die die Zukunft des Landes massiv beeinflussen werden! Was zB eigentlich die 0-Zinsenpolitik wirtschaftlich bedeutet interessiert niemand, wird nur von kleinen Elite verstanden!

  5. GeBa

    Diese Wirtschaftsbosse sind es doch, die die Politiker lenken. Von einer cleveren Gesellschaft hat weder die Wirtschaft noch die Politik was. Die kann man nicht in die gewünschte Richtung steuern.

  6. sokrates9

    Geba@ Kann mir nicht vorstellen dass die Wirtschaftsbosse mit dem Kurs von Merkel die Deutschland in die Rezession treibt, zufrieden sind! Früher wurde von den Wirtschaftsbossen aktive Politik gemacht! Heute kuschen die von der Politik, lassen sich nicht erfüllbare Abgasnormen auf das Auge drücken um dann zu versuchen mit Manipulationen die Politik auszutrixen!

  7. Johannes

    Der Wähler hatte nie Macht, einzig an einem Tag ist ihm die ganze Macht gegeben, am Wahltag.
    Danach hat der Wähler seine Schuldigkeit getan und kann wieder zu seinem Arbeitsplatz zurückkehren um die Wahlzuckerl welche finanziert werden wollen zu erarbeiten.

    Abgesehen davon wird eifrig daran gearbeitet die Freiheit der anonymen Meinungsäußerung zu beenden.
    Jeder Beamte und Staatsbedienstete muss dann um seinen Job fürchten, Selbständige können von diversen Gruppierungen fertig gemacht werden.

    Das verbieten von Vereinen steht als nächstes an, im konkreten Fall die Identitären. Wenn man bedenkt wie viele islamische Vereine es in Österreich gibt in denen zum Teil Kinder Schlachten nachspielen und Tote simulieren müssen kommt eine große Aufgabe auf die ÖVP zu.
    Ich bin schon sehr gespannt wie viele dieser Vereine verboten werden.
    Mit den Identitären habe ich mich nie befasst, deren Aktivitäten nur aus den Medien verfolgt, ich frage mich wirklich gehen Herrn Kurz die Themen aus das er auf diese Art und Weise Wahlkämpfen muss.

  8. astuga

    Die Frage ist, wer sind denn diese “Wirtschaftsbosse”.
    Das sind in Wahrheit wenig sinnvolle Verallgemeinerungen wie alle die “Europäer”, DER Westen, DIE Amis usw.

    Es gibt einzelne Investoren und Finanzspekulaten die so gut aufgestellt sind, dass sie fast an jeder Situation verdienen, und die teilweise Krisen gezielt herbeiführen und Volkswirtschaften ins Chaos stürzen, oder sogar politische Umstürze befördern.
    Siehe Soros.

    Es gibt Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen die auch für Regierungen beratend tätig sind und deren Führungsriege entweder selbst in die Politik geht oder aus der Politik kommt (Bspl. Romano Prodi, Macron, Mario Draghi).
    Die aber bei Bedarf auch keine Probleme damit haben ihre Kunden (darunter Staaten wie Griechenland) zu schädigen. Siehe Goldman Sachs.

    Es gibt bedeutende Großkonzerne die in Symbiose mit der Politik leben und in deren Vorständen natürlich auch Politiker sitzen. Und wenn eine Regierung gewisse öffentliche Stellungnahmen wünscht, dann hilft man gerne.
    Siehe VW, oder siehe der ehemalige Mercedes Chef Zetsche zur angeblich hohen Qualifikation der Refugees.

    Es gibt Unternehmen wie Alphabet Inc. (Google, youtube), facebook oder amazon die Großspender für Parteien wie die Demokraten sind und die progressive, linke Politik über Medien betreiben die in ihrem Besitz stehen. Bezos von amazon gehört ja ua. auch die Washington Post (so wie Benko jetzt die Kronen Zeitung regiert).
    So wie ja auch fast alle TV-Sender heutzutage im Bestitz großer Unternehmenskonglomerate oder Private-Equity-Gesellschaften sind.
    In Deutschland wiederum ist die SPD eine Großmacht vor allem im Printbereich.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft

    Es gibt Staatsfonds die global investieren, wie jene aus den Golfstaaten und Saudi Arabien, wo natürlich auch politische Interessen zum Tragen kommen.

    Und zwangsläufig verfolgt jedes Unternehmen erstmal egoistische Ziele, und ist dann zB. an guten Beziehungen seiner Regierung zu bestimmten Ländern interessiert. Weil dort seine Partner sitzen oder weil er dort investieren möchte.
    Was aber vielleicht für andere von Nachteil ist und die Außenpolitik seines Landes konterkariert.
    Wer also sind DIE Wirtschaftsbosse?

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