Die erste Notenbank-getriebene Rezession

“……So the best thing central banks can do to promote growth is to cut interest rates to zero or even lower. That can work for a little while. But now it’s creating a global recession because of all the excess capacities. Even if it doesn’t cost to build a new plant or drill new wells, when demand dries up you’re not making a profit. So even if interest rates are at zero you’re still losing money and you have debt on top of it. That’s why I say: Welcome to the first global recession created by central banks.” (hier)

9 comments

  1. Rennziege

    12. November 2015 – 17:57
    Thomas Holzer — Let’s get rid of them 🙂
    Frommer Wunsch, aber mit wishful thinking allein wird’s nicht gehen. Da muss die halbe Welt mitspielen. Da die Notenbanken das Kredit-Ringelspiel am Laufen halten, auf dem meisten Staaten der Welt immer schneller und höher im Kreis fahren, wird dieser Vergnügungspark noch eine ganze Weile geöffnet bleiben.
    Charles Biderman ist ein wettergegerbter Fahrensmann. Als solcher weiß er, dass der Wind drehen wird, aber nicht wann. Doch seine Aktienempfehlungen am Ende des Artikels haben Hand und Fuß.
    Charles Biderman

  2. FDominicus

    “Welcome to the first global recession created by central banks.”

    Oh ansonsten waren die Zentralbanken ein gutes Ding? I do not agree.

  3. Karl Markt

    “Welcome to the first global recession created by central banks.”

    Hahaha. Und wie sind die anderen Krisen entstanden? Ist ja geradezu das Eingeständnis, dass Krisen anders entstehen als durch Notenbanken.

  4. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Sie übersehen, wissentlich und willentlich, daß der Mensch ein mit Fehlern behaftetes Wesen ist; daher wird Ihr Wunsch nach einer Welt ohne Krisen ein marxistisch/sozialistisch “Frommer” bleiben.
    Sogar der reale Sozialismus/Kommunismus hat dies erkannt, ansonsten hätte es keine politischen und andere Gefangene gegeben; auch keine Umerziehungslager

    Realitätsverweigerer wie Sie einer sind, sind das Übel dieser Welt.

  5. gms

    Karli,

    “Hahaha. Und wie sind die anderen Krisen entstanden? Ist ja geradezu das Eingeständnis, dass Krisen anders entstehen als durch Notenbanken.”

    Schau mal, Kleiner, bestätigten Gerüchten zufolge kloppen sich Menschen auch und schlagen einander schon mal die Schädel ein, nicht wahr? Manchmal tun sie das auch in Gruppen beträchtlicher Größe. Damit sowas aber auch wirklich exzessiv abläuft und millionenfach Tote, Krüppel, Hungernde und jahrelanges Leid bedingt, bedarf es der kriegsführenden Gewaltmonopolisten.

    Das sind jene, welche die Rechnung ihres Tuns nicht selbst zahlen müssen, weil ihnen Menschenmaterial umsonst zur Verfügung steht, ein Umstand, den der historisch Kundige erstmalig nach der französischen Revolution und den hernach folgenden Kriegen in Europa beobachten kann. Völkerschlachten (in allen Bedeutungen dieses Wortes) gab es davor nicht.
    Blut und Tränen sind, “Hahaha”, daher in der Tat keine Folge staatlichen Zwangs, aber ohne diesen gab und gibt es diese nicht zeitgleich im kontinentalen oder gar globalen Rahmen.

    Analog dazu ist auch eine Wirtschaft ohne zentrales Gewalt- und Irrtumsmonopol im Geldwesen nicht vor Krisen gefeit, aber ohne dieses sind sie zeitlich und räumlich um Zehnerpotenzen kleiner. Ohne dieses Monopol gibt es niemanden, der dem Verhalten von Abermillionen von Individuen “gegensteuern” kann und diese wie im Krieg zu einem vorgeblich höheren Zweck verheizt.

    All das kann man logisch nachvollziehen und durch das Geschehene als empirisch bewiesen erachten, oder man kann, “Hahaha”, diesem Thema mit perpetuierter Ignoranz begegnen und dabei die eigenen immer wieder hingeschluderten Halbsätze in völliger Verkennung des Unterschieds zwischen notwendig und hinreichend als irgendwie von Relevanz behaupten.

  6. Karl Markt

    @gms
    “Analog dazu ist auch eine Wirtschaft ohne zentrales Gewalt- und Irrtumsmonopol im Geldwesen nicht vor Krisen gefeit, aber ohne dieses sind sie zeitlich und räumlich um Zehnerpotenzen kleiner. ”

    Ja das stimmt ja sogar. Die Zentralbanken verlängern die Krisenzyklen (und vergrößeren dadurch ihr Volumen), nichts anderes sage ich.

    Bloß, wenn Sie sagen, dass eine Wirtschafts auch ohne ZB nicht vor Krisen gefeit sind, stehen Sie schon im Widerspruch zu einigen Grundsätzen des klassischen und des Neoliberalismus, wie zB “unsichtbare Hand”, Say’sches Theorem, etc…
    Ist mir sehr sympathisch!

  7. gms

    Karl,

    > Die Zentralbanken verlängern die Krisenzyklen (und vergrößeren dadurch ihr Volumen),

    Sie verlängern jene Krisen, die sie durch ihre Allwissenheits- und Allmachtsattitüden selbst auslösen.

    > Bloß, wenn Sie sagen, dass eine Wirtschafts auch ohne ZB nicht vor Krisen gefeit ist, stehen Sie
    > schon im Widerspruch zu einigen Grundsätzen des klassischen und des Neoliberalismus, wie zB
    > „unsichtbare Hand“, Say’sches Theorem, etc…

    Oben wurden bereits (O-Ton) “hingeschluderten Halbsätze” moniert. Diese Vorgansweise wird nicht brauchbarer, wenn dabei, noch dazu falsch, aus Klickipedia kopiert und ein “etc ..” angehängt wird.

    Says begründet die *neoklassische Nationalökonomie*, und selbst bei allen deren Unzulänglichkeiten, die später von anderen Liberalen herausgearbeitet wurden (insbesondere die Nichtbeachtung der Subjektivität von Nutzen und Wert), hat sogar er niemals Krisen ausgeschlossen.

    > Ist mir sehr sympathisch!

    Emotionen benebeln den Verstand. Anders ist die hündische Ergebenheit gegenüber dem bekanntesten Profiteur des Geldsozialismus’ von dir und Deinesgleichen nicht erklärbar. Zitat:

    .. anders als damals müsste die Politik heute wissen, dass es keinen objektiven Mangel an Geld gibt. Es kann ex nihilo generiert und sinnvoll investiert werden. George Soros und Yanis Varoufakis können doch nicht die einzigen sein, die diesen Zusammenhang verstanden haben.
    Wirklich große Finanzspekulanten sind nicht nur Heuschrecken, sondern bisweilen auch kluge Globalisten. Der Plan, den Soros zur aktuellen Flüchtlingspolitik entwickelt hat, zeugt davon. [..]
    Die Migrationen aus dem sog. ‚Nahen Osten‘ sind epochaler Ausdruck einer Kluft zwischen dem globalen Regime der Akkumulation und den sozialen Erwartungen der Bevölkerungen, ganz ähnlich der Implosion des Staatssozialismus. [..]
    Viele Details aus dem Soros-Plan erscheinen im gegenwärtigen Spektakel wie eine Stimme der kapitalistischen Vernunft. „Die EU muss während der ersten zwei Jahre jährlich 15.000 Euro pro Asylbewerber für Wohnen, Gesundheit und Ausbildung bereitstellen – und den Mitgliedsstaaten die Aufnahme von Flüchtlingen schmackhafter machen.“ Damit müsste die Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU garantiert werden. Zudem sichere Migrationsrouten statt Flüchtlingselend und ein Entwicklungsplan für die Regionen des östlichen Mittelmeers. Die Migrantinnen haben einen epochalen Dialog eröffnet, Soros hat den Ball aufgenommen.
    — Zitatende —
    ffm-online.org/2015/10/11/vernunft-des-grossen-kapitals/#more-33957

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