Die EU hält arme Länder arm

“….Dennoch verhindert die EU die Entwicklung ärmerer Gesellschaften in vielfältiger Weise, beispielsweise durch ihre Zollvorschriften, die höhere Zölle für weiterverarbeitete Produkte vorschreiben. Dies wird am Beispiel von Kaffeebohnen deutlich, die zollfrei in die EU exportiert werden können, wohingegen gerösteter Kaffee einem Zoll von 7,5 Prozent unterliegt. Ist der Kaffee dann noch entkoffeiniert, steigt der Zoll auf 9 Prozent. Dasselbe gilt für Schokolade: Kakaobohnen unterliegen keinem Zoll, bei Tafelschokolade liegt der Zoll bei 30 Prozent….” (hier)

11 comments

  1. Rado

    Klingt ja recht investigativ wichtig, ist aber Unsinn was im ziterten Artikel behauptet wird.
    Habe gerade selber nachgesehen. Gerade die zitierten Beispiele:
    Kaffee ungeröstet: Zollsatz für Ghana: 0,00%, Zollsatz für Äthiopien (Staatengruppe GSP) Zollsatz 0,00%
    Kaffe geröstet: Ghana: 0,00%, Staatengruppe GSP 0,00%
    usw.
    http://ec.europa.eu/taxation_customs/dds2/taric/measures.jsp?Lang=de&SimDate=20170818&Area=&MeasType=&StartPub=&EndPub=&MeasText=&GoodsText=&Taric=0901210000&search_text=goods&textSearch=&LangDescr=de&OrderNum=&Regulation=&measStartDat=&measEndDat=

  2. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: “Aber mit der Europäischen Union verhält es sich stets gleich und die Wahrheit ist wie immer eine ganz andere.”

    Aber wer das öffentlich zu behaupten wagt, ist ein ganz ein böser Rechtsrechter, Nationalist und Kriegstreiber

  3. Weninger

    @Holzer
    So würde ich es nicht sagern, es kritisieren eh alle an der Eu rum, von den Grünen und Kommies bis hin zu AFD und FPÖ. Nur passt halt jedem etwas anderes nicht, was ein geschlossenes Auftreten gegen Missstände erschwert. In erster Linie ist die EU ein Spielball der Großkonzerne und Lobbies, um deren globales Treiben zu erleichtern.

  4. Thomas F.

    Zölle sollten ganz einfach abgeschafft werden, gänzlich, wenn nötig auch einseitig. Dann braucht es auch keine Zollunion und keinen ‘gemeinsamen Markt’. Denn der gemeinsame Markt ist der Weltmarkt.

  5. mariuslupus

    Die Entwicklungshilfe nach EU Muster, man nehme den Fischern die Netze und die Fische weg. Dafür Entwicklungshilfe, Lieferung Tiefkühlpizza mit Sardinen und Thunfisch.

  6. .11

    “Wenn wir Großbritannien aus der EU herausbekommen, müssen wir uns nicht länger an diesen Praktiken beteiligen” Diesen Satz habe ich nicht ganz verstanden. Heißt das, dass die EU das alles nur tut, weil GB das verlangt? Und “… GB aus der EU herausbekommen” klingt ja so, als ob das ein Ziel oder ein besonderer Vorteil für die EU wäre. Eigenartiger Artikel.

  7. Falke

    „Wenn wir Großbritannien aus der EU herausbekommen, müssen wir uns nicht länger an diesen Praktiken beteiligen“ Diesen Satz habe ich nicht ganz verstanden. Heißt das, dass die EU das alles nur tut, weil GB das verlangt? Und „… GB aus der EU herausbekommen“ klingt ja so, als ob das ein Ziel oder ein besonderer Vorteil für die EU wäre. Eigenartiger Artikel.

  8. Christian Weiss

    “In erster Linie ist die EU ein Spielball der Grosskonzerne und Lobbies, um deren globales Treiben zu erleichtern.”

    Die Zölle stützen Ihre These aber genau gar nicht. Denn den Lebensmittelkonzernen sind Zölle grundsätzlich ein Dorn im Auge. Sie haben nichts davon, wenn ihre Produkte teurer werden, weil der Staat auch noch etwas abgreift. Es ist den in europäischen Staaten ansässigen Konzernen nämlich noch so recht, wenn sie ihre Produktion nach Afrika verlagern können, wo sie tiefere Löhne bezahlen müssen.
    Als Konsumenten profitieren wir ebenfalls davon. Und mittel- bis langfristig auch als Arbeitnehmer. Denn ein reiches Afrika ist der bessere Kunde für europäische Spitzenprodukte, die man in Afrika auch in 50 Jahren noch nicht produzieren wird können, als ein armes Afrika.

    Die Erfolge der Konzernlobbyisten beschränken sich darauf, sozialpolitische und umweltpolitische Regulierungen kontraproduktiver Natur in eine Richtung zu bringen, dass sie den Grosskonzernen weniger schaden als den mittelständischen und kleinen Unternehmen.

  9. namor

    @11
    Meine Lieblingsverschwörungstheorie: die ganze Flüchtlingskrise nur um den BREXIT zu sichern. Die Migration war eines der, wenn nicht das zentrale Thema der Abstimmung. Und “blöderweise” Monate vorher Flüchtlinge ohne Ende, jeder Willkommen, EU-Umverteilung ohne Mitspracherecht, etc. Zweites Indiz: Calais war einzigartig, ein illegales Flüchtlingslager vor der englischen Haustüre. Das gab es noch in Idomeni, nur kürzer, kleiner und viel weiter weg. Drittes Indiz: dem Bedauer-Chor zum Trotz kann es dem restlichen Europa gar nicht schnell genug gehen mit dem Schlußstrich.

  10. Christian Peter

    @Weninger

    Folgendes Zitat bringt es auf den Punkt : ”Diejenigen, die gewählt sind, haben nichts zu entscheiden und Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt.”

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