Die EU hat ihre Selbstachtung verloren

Von | 15. April 2021

“… Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen und Rats-Präsident Charles Michel sind vergangene Woche nach Ankara gereist und in eine Falle getappt. Der eigentliche Skandal aber geht über «Sofagate» hinaus: Es ist die Unterwerfung der EU-Spitzen gegenüber einem autoritären Regime. weiterlesen hier

9 Gedanken zu „Die EU hat ihre Selbstachtung verloren

  1. Kluftinger

    So lange Frau Merkel auch in Brüssel im Hintergrund oder auch sichtbar die Fäden zieht , wird sich am Verhalten der EU gegenüber Erdogan nichts ändern.
    Und so lange in Österreich die Moslems ein erwartbares Wählerpotential darstellen, wird sich auch in der “Integrationspolitik” nichts ändern? Da kann man schon wieder eine Slawisten-Moschee öffnen ?

  2. Johannes

    Die EU will die Türkei unbedingt aufnehmen, zum Teil sicherlich aus den selben Großmachtfantasie die schon einen Verheugen auf teufelkommraus erweitern ließen.
    Doch die EU stößt an ihre Grenzen, durch vollkommen instinktlose Arroganz hat man die Chance der viel näher liegenden Ukraine auf einen Beitritt vermauert. Erdogan weiß um die geopolitische Wichtigkeit seines Landes.
    Was aber entscheidend sein muß, er sieht die Demokratie als Vehikel das er benutzen will um aus ihr wieder auszusteigen wenn er am Ziel ist.
    Das er nur widerwillig mit diesem Vehikel fährt und es immer wieder anhält um kurzfristig auszusteigen hat er oftmals bewiesen.

    Es blieb jedesmal konsequenzlos und Erdogan wurde dadurch ermutigt in seinem Wahn obwohl jeder sehen kann das er wirtschaftlich auf schwachen Beinen steht nützt man diese Tatsache nicht um ihm glasklar die rote Linie aufzuzeigen.

    Die EU setzt sicherlich darauf das sie eine Institution ist welche unabhängig wer gerade an ihrer Spitze steht fortbesteht, während das System Erdogan eher am Ende ihrers physischen Bestehens steht. Nach Erdogan kann die Türkei vollkommen anders ausgerichtet sein.
    Wenn man jetzt jede Verbindung kappt könnte es nach Erdogan schwer und mühsam sein die Bevölkerung der Türkei für Europa zu gewinnen, vor allem würde sich die türkische Politik nach Erdogan schwer tun den Kurs zu wechseln.
    Ich denke diese strategischen Überlegungen sind ein Teil des europäischen Erscheinungsbildes beim Umgang mit Erdogan.

    Ich halte diesen Umgang für falsch und glaube das Erweiterung irgendwo seine Grenzen haben muss.
    Eine Überdehnung könnte letztendlich die gesamte EU zerstören.

  3. Allahut

    Und der größte Skandal ist, dass sich im Reisegepäck auch noch einige Milliarden Steuergeld befanden, sozusagen als Mitbringsel für den Sultan.
    Und bezüglich der Unterwerfung gegenüber einem autoritärem Regime, fallen mir immer die Sanktionen gegen Österreich ein. Hätten damals Schüssel & Co, wie man sagt Eier gehabt, dann hätten sie eine Volksabstimmung über einen EU-Austritt initiiert.

  4. Falke

    So ganz verstehe ich die Einstellung der EU der Türkei gegnüber nicht, vor allem, wenn man ihre “Sorgen” um die Rechtsstaatlichkeit von Ungarn und Polen betrachtet. Entweder entspricht die Türkei den Anforderungen der EU bezüglich Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – dann braucht man sie ja nicht zu kritisieren. Oder sie entspricht nicht – dann müssten die Betirittsverhadlungen sofort und ganz offiziell abgebrochen und für beendet erklärt werden.

  5. KluftInger

    @ Falke
    das sagen Menschen mit Hausverstand sc hon seit Jahren!
    Abbruch!!

  6. Rado

    Endlich hat Erdogan auch mal etwas positives vorzuweisen!
    Solche Szenen mit der aufgeblasenen U.vdL. würde ich gerne öfter sehen.

  7. Falke

    @Rado
    Ich muss zugeben, die Szene hat mir auch sehr gefallen; Schadenfreude war allerdings auch dabei 🙂

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