Die EU wird Erdogan teuer entlohnen müssen

“…..Erst lässt Ankara tausende Dschihadisten nach Syrien und heizt den syrischen Bürgerkrieg nach Kräften an. Dann öffnet es hunderttausenden Migranten alle Grenzen und Tore nach Europa. Jetzt verhandelt Präsident Erdogan in Brüssel über ein Arrangement mit der EU, um die Grenzen der Türkei wieder zu sichern. Für die EU wird das nicht billig − und ob es funktioniert, ist mehr als fraglich….” (hier)

7 comments

  1. astuga

    In seinem neuen Buch , „Letzte Einkehr“, das im Englischen passender „The Last Refuge“, letzte Zuflucht heißt bringt der Holocaust-Überlebende und Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertész auf den Punkt, was Europa 2015 heimsucht:

    „Europa wird bald wegen seines bisherigen Liberalismus untergehen, der sich als kindlich und selbstmörderisch erwiesen hat. Europa hat Hitler hervorgebracht; und nach Hitler steht hier ein Kontinent ohne Argumente: die Türen weit offen für den Islam; er wagt es nicht länger über Rasse und Religion zu reden, während der Islam gleichzeitig einzig die Sprache des Hasses gegen alle ausländischen Rassen und Religionen kennt.“

  2. Fragolin

    Welchen Weg wird Brüssel wohl einschlagen?
    Nöglichkeit 1: Die EU fordert die strikte Einhaltung der bestehenden Rückführungsabkommen sowie die Schließung der Grenze durch die Türkei, andernfalls die Türkei aus dem Zollverbund ausgeschlossen, von den milliardenschweren EU-Fördertöpfen abgeklemmt und mit sofortiger Wirkung die Sonderregelung zur doppelten Staatsbürgerschaft von Türken in der EU aufgekündigt wird. Gleichzeitig wird die Grenze von Frontex abgeriegelt und jeder Okkupant abgewiesen.
    Möglichkeit 2: Die EU wirft sich winselnd vor Erdogan in den Staub und bettelt, mit dicken Geldbündeln wackelnd, darum, dass er doch bittebitte die armen Flüchtlinge behalten möge.
    Das Heulen und Zähneknirschen, das auf Möglichkeit 1 folgen würde, wäre ein Indiz, den richtigen Nerv getroffen und Stärke demonstriert zu haben. Auf Möglichkeit 2 wird mit Überheblichkeit und Verachtung reagiert werden, das sichere Zeichen, gegenüber dem radikalmuslimischen Kalifen von Ankara verloren zu haben.

  3. Reini

    Das Blatt hat sich gewendet,… jetzt hat Erdogan ein Druckmittel gegen die EU in der Hand,… welche Flüchtlinge wollt ihr?,… Syrer, Dschihadisten, Kurden, Sunniten, Iraker,…. und (oder) Türken?! … es sind viele und ich schick sie euch alle! … man könnte auch finanziell darüber verhandeln! … die EU inkl. Deutschland und Österreich “muss” sich Erpressen lassen! … oder gibt’s eine andere Lösung?

  4. sokrates9

    Fragolin@ Nennen sie mir einen EU – Politiker der sich die richtige Variante 1 in Angriff nehmen traut! Außerdem ist noch ein Denkfehler in der Analyse: Bis die EU eine Entscheidung trifft – in der Regel 2 – 3 Jahre sind wir bereits überrollt…

  5. O.d.S.

    Witzig. Zuerst versagt man beim Schutz des eigenen Hoheitsgebiets und dann lässt man sich von einem Möchtegernsultan erpressen. F. the EU!

  6. Fragolin

    @sokrates9
    Ich rechne nicht einmal damit, dass auch nur einer einen Gedanken an Möglichkeit 1 verschwendet.

  7. astuga

    Druckmittel hätte auch die EU genug.
    Nur muss man die auch einsetzen wollen.

    Aber von Politikern die immer noch an eine enge Anbindung der Türkei an Europa glauben, und die außerdem Rücksicht auf die geopolitischen Interessen der NATO und der USA nehmen, kann man nicht erwarten dass sie diese Druckmittel auch einsetzen.
    Das sind Schachfiguren, aber keine Spieler.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .