Die Europäische Zentralbank, ein Selbstbedienungsladen

Von | 27. Juli 2013

Die EZB wird zum Ausputzer im Krisenfall und gleichzeitig zum Selbstbedienungsladen für die Staaten der Euro-Zone. Sie wird Teil einer Wirtschaftsregierung und damit eine Staats-Zentralbank” (Thomas Mayer, ökonomischer Chefberater der Deutschen Bank”)

4 Gedanken zu „Die Europäische Zentralbank, ein Selbstbedienungsladen

  1. Christian Peter

    Anders lässt sich das Friedensprojekt Euro nicht mehr (künstlich) am Leben
    erhalten. Das ermöglicht aber lediglich einen Zeitgewinn, denn bleiben die
    Leistungsbilanzungleichgewichte in der Eurozone bestehen (worauf alles
    hindeutet), wird letztendlich auch die EZB die Gemeinschaftswährung
    nicht retten können.

    Nach einer aktuellen Studie der Banca d` Italia liegen die Lohnstückkosten
    in der drittgrößten Volkswirtschaft Europas, Italien, um 30 % (!!) über dem
    Niveau in Deutschland.

  2. Smarti

    @Christian Peter
    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Gerade wegen den Rettungsaktionen der EZB können diese Länder ihre Leistungsbilanzdefizite aufrechterhalten. Ohne dem Zutun der EZB würden die PIGS-Staaten ständig an Geldmenge verlieren, was ihr Preisgefüge wieder drücken, also wettbewerbsfähig, machen würde.

  3. Christian Peter

    @Smarti

    Sehe keinen Widerspruch zu meiner Aussage. Die EZB interveniert, um ein
    Kollabieren der südlichen Volkswirtschaften samt deren Bankensystem (das
    Ende des Euros in der heutigen Form) zu vermeiden. Dass dabei gleichzeitig
    die Leistungsbilanzdefizite des PIGS finanziert werden, ist unbestritten.

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