“Die evangelische Kirche, eine sozialistische Vorfeldorganisation”

(ANDREAS TÖGEL)  Die katholische Kirche hat – vorsichtig ausgedrückt – ein gespanntes Verhältnis zum Kapitalismus. Mehrere päpstliche Enzykliken widmen sich seit dem Jahr 1891 (Leo XIII.: Rerum Novarum) der „sozialen Frage“ und fordern Unternehmer und Manager auf, mehr Augenmerk auf das Gemeinwohl zu richten. Dass Unternehmer nur dem Profit hinterherjagen und darüber die Interessen der Gesellschaft als Ganzes übersehen, wird von der Kirche – speziell von den zuletzt extrem weit nach links gedrifteten katholischen Sozialakademien und der Caritas – scharf kritisiert (von der evangelischen Kirche ganz zu schwiegen, die sich mittlerweile völlig unverhüllt als Vorfeldorganisation der Sozialisten positioniert) mehr hier

7 comments

  1. Johannes

    Der größte Fehler der Kirche ist die Einmischung in die Tagespolitik.
    Sie macht die Kirche parteiisch, verhärtet in Wirklichkeit die Positionen, erzeugt Feindbilder.
    In Deutschland ist es schon so weit das ein Pfarrer predigt, Gott ist auf unserer Seite.
    Ein Aalener Pfarrer trägt als Protest gegen eine Aussage Weidels ein Kopftuch im Gottesdienst.
    Ein Stuttgarter Pfarrer läßt gar einen DNA Test bei sich machen um zum Schluss zu kommen das er ein skandinavischer Italiener mit 1,3 Prozent nigerianischen DNA Anteil sei und empfiehlt allen AfDlern ebenfalls diesen Test.
    Pfarrer Steffen Reiche aus Berlin bekennt sich unumwunden zur politischen Aufgabe der Kirche und hält eine Predigt die sich gewaschen hat. Die Kritik von Ulf Poschardt (Welt-Chefredakteur) an dem Pfarrer wird scharf kritisiert.
    In Rehau organisieren die Bürger ein Heimat und Wiesenfest, geplant ist ein ökumänischer Gottesdienst, die beiden Pfarrer der katholischen und evangelischen Fraktion nützen die Gelegenheit um den Bürgern wegen dem 17 Prozent AfD Anteil ihrer Wähler den Kopf zu waschen, die CDU wird ebenfalls scharf kritisiert nur Frau Rackete wird in den Himmel gehoben. Der Gottesdienst für 2021 wird vom Bürgermeister abgesagt.

    Ein paar kuriose Vorfälle herausgegriffen aus einem Meer von Kasperliaden.

    Die Kirche ist politisch geworden und es wird ihr nicht gut tun, es scheint für mich fast so als würde nach so manchen Missbrauchsfall nun die Kirche selbst als Institution missbraucht.

    Ich bleibe weiterhin Christ und hoffe diese Phase der kindischen Selbstgeißelung und der weltfremden Selbstaufgabe wird irgendwann enden und man kann als Mensch mit Vernunft wieder erhobenen Hauptes eine Kirche besuchen.

  2. GeBa

    Ich habe meinen Glauben, der mir als Kind oktroyiert wurde, schon sehr früh wieder verloren, somit ist das was irgendwelche Kirchen von sich geben, nicht mehr als Sprühnebel.

  3. astuga

    Wenn es um ihre eigenen Besitzstände geht agieren beide Kirchen dann interessanterweise äußerst geschickt gewinnorientiert und kapitalistisch.
    Mitunter schon beinahe frühkapitalistisch, etwa bei der Ausnutzung billiger Arbeitskraft.

  4. Mourawetz

    Von der Nächstenliebe auf die Fernstenliebe abzuschweifen ist auch kein allzu christlicher Weg, den Caritas und Kirche beschreiten.

  5. Marianne Gollacz

    Meiner Beobachtung nach wenden sich Menschen, die die im Vortrag vom Herrn Rhonheimer beschriebenen jüdisch/christlichen Werte leben von den beiden großen Kirchen ab und schließen sich einer Freikirche an, in der diese Werte einen Platz haben und Kapitalismus nicht des Teufels ist. Die Freikirchen sind näher an den jüdischen Wurzeln des Christentums, haben meist eine positive Haltung zu Israel und Spiritualität hat dort einen wichtigen Stellenwert. Die Pastoren sind (erfolgreich) im Leben stehende Menschen, meist mit Familie. Die großen christlichen Kirchen verlieren immer mehr Mitglieder, aus verschiedenen Gründe. Wenn sie den gesellschaftlichen Einfluss nicht verlieren möchten, müssen sie sich neu orientieren. Sie entwickeln sich zu Sozialkonzernen und agieren auch wie Konzerne. Kirchliche und andere NGOs konkurrieren auf dem stark angewachsenen und durch den Staat finanzierten “Sozialmarkt” um Einfluss und Macht (sie wurden zu Experten der Regierung) und haben natürlich ein Interesse an der Vergrößerung des Marktes und einer Regierung, die dies ermöglicht.

  6. Hochwürden

    Evangelische Pfarrerin zum Mörder des “geschubsten” 8-jährigen Buben am Frankfurter Bahnhof:

    „Was muß jemand erlebt und erlitten haben, wenn er anderen so etwas Furchtbares antut?“ –

    So kommt er daher, der evangelisch-paternalistische Egalitäts-Totalitarismus in der Verkleidung als christliche Verständnis- und Vergebungsbereitschaft im Windschatten der Verantwortungsverlagerung von der individuellen auf die kollektive Ebene. Und er ist zum Kotzen in seiner ganzen Selbstbeweihräucherung.

    https://www.journalistenwatch.com/2019/08/01/mord-frankfurt-die/

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