Die EZB arbeitet am nächsten Crash

“….Das neue EZB-Programm wird die Kreditvergabe kaum stimulieren, sondern neue Vermögenspreisblasen provozieren. Die EZB erklärt, dies sei nicht beabsichtigt. Entscheidend sind aber ökonomische Wirkungen, nicht die Absichten….(NZZ, hier)

3 comments

  1. Rennziege

    Die kluge NZZ, allmählich das einzige überlebende deutschsprachige Presseorgan, das solide und unaufgeregte Information liefert, beweist sich hier wieder einmal als Fels in der Brandung. Austzug aus dem Artikel::

    Bei diesem monetären Münchhausen-Trick werden die Verluste in Form einer verschlechterten Qualität der monetären Basis auf alle Geld-Halter im Euro-Raum verteilt. Das ist das Gegenteil von «nationaler Haftung». Kleinere Verluste können Zentralbanken über ihr Eigenkapital auf die nationalen Steuerzahler abwälzen. Im Falle einer staatlichen Insolvenz ist dieser Weg aber versperrt, weil dann die Verluste das Eigenkapital der Zentralbank dramatisch übersteigen; für einen nur homöopathischen Schuldenerlass würde man kaum eine Staatsinsolvenz erklären.

    Damit bricht die Doppelrolle des Staates als Eigentümer und Schuldner der Zentralbank in sich zusammen: Ein Schuldner kann nicht gleichzeitig sein eigener Bürge sein. Wer in einem gemeinsamen Währungsraum Zugang zur Notenpresse hat, nimmt bei jeder Geldschöpfung im grossen Stil die Partner mit ins Haftungsboot. […]

    Durch eine Geldschwemme ist bisher noch kein Land reicher geworden, sondern viele ärmer. Derzeit erprobt die Menschheit das grösste monetäre Experiment aller Zeiten. Die grossen Zentralbanken weiten ihre Bilanzen aus, wie man es in Friedenszeiten noch nicht erlebt hat. Die EZB will sich nun an diesem Versuch noch aktiver beteiligen. Es ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Es drohen protektionistische Abwertungswettläufe und ökonomisches Chaos. Ginge dabei das Vertrauen in die Währung verloren, wäre es bereits zu spät, wenn man es bemerkt.

    That’s the name of the game, ladies & gentlemen. Kompromisslos belegt noch dazu. Man ziehe sich warm an, ergreife kaltblütig die notwendigen Konsequenzen und bleibe heiteren Gemüts; denn diese infame Enteignung lässt uns noch ein Fensterchen, durch welches wir entweder entfleuchen oder unsere mitteleuropäischen Ersparnisse und Assets vor dem Schlimmsten bewahren können.
    Ich empfehle Warren Buffett als Ratgeber. Der weise alte Fuchs praktiziert seit Jahrzenten, wie man den Enteignern und Rosstäuschern auf beiden Seiten des Atlantiks ein profitables Schnippchen schlägt.

  2. Fragolin

    @Christian Peter
    Wie auch? Machen wir doch laut seiner Vorgängerin mit den Hilfskrediten an Griechenland Milliardengewinne! 😉

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