Die EZB bekämpft eine Illiusion

Von | 30. März 2016

Die Europäische Zentralbank bekämpft ein Deflationsphantom. Doch die Probleme der Währungsunion sind nicht monetärer Art und lassen sich nicht von der EZB mit Mitteln der Geldpolitik lösen. (hier)

2 Gedanken zu „Die EZB bekämpft eine Illiusion

  1. kannitverstaan

    Ein lesenswerter Artikel – zu empfehlen vor allem jenen Ökonomen und Politikern, die hausverstandsbefreit einer eigeninteressengesteuerten Pseudo-Wissenschaftlichkeit anhängen! Realistischerweise werden diese den Artikel nicht lesen, und wenn doch, ihn als “unwissenschaftlich” und “polemisch” abqualifizieren.

  2. Dr.Rüdiger Stix

    …wahrscheinlich trifft es der Kommentar von J. Ackermann recht gut:
    der Kampf gegen “Deflation” ist wohl nur vorgeschoben
    (manche würden auch sagen
    eine kriminelle, weil Verfassungswidrige Unwahrheit)
    aber
    das eigentliche Ziel – natürlich ebenso verfassungswidrig, aber politisch aus deren Sicht nachvollziehbar – ist schlicht
    die Finanzierung der südosteuropäischen Euro-Volkswirtschaften (und vielleicht auch der einen oder anderen lateinischen…), natürlich auf Kosten der Mittel- und Nordeuropäer.
    Ansonsten würde ich umgekehrt sagen, und folge damit der Diktion bsplw. der St. Gallener,
    dass wir in Mittel-und Nordwesteuropa in einer fortgeschrittenen Deflation sind,
    wenn man den Schuldenstand öffentlich und privat mitrechnet,
    und der guten Ordnung halber die vorangegangene asset-inflation in den Börsenblasen vor der Wirtschaftskrise…
    …was aber keinen Unterschied im entscheidenden Faktum macht:
    egal, wie wir es nennen,
    ob gute oder schlechte Deflation,
    oder schon eine Art Stagflation, oder eine geteilte Deflation in der Eurozone..:
    die Geldpolitik der EZB macht es schlimmer,
    und,
    sie ist wahrscheinlich wirklich verfassungswidrig (um nur als elementares Rechtsargument etwa an das no-bail-out Gebot zu erinnern…)

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