Die EZB geht mutig in die falsche Richtung

(C.O.) Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins wie erwartet auf ein Rekordtief gesenkt und erstmals einen negativen Einlagensatz für Banken beschlossen.  Das soll die Banken dazu drängen, mehr Kredite an Unternehmen auszugeben. Doch warum die deshalb plötzlich kreditfinanzierte Investitionen vornehmen sollen, die sie für nicht sinnvoll erachten, kann uns leider niemand erklären. Zu vermuten ist eher: die Banken werden diese Zinsen einfach als Kosten an ihre Kunden weiterreichen, was Kredite eher verteuern wird. Und der Konjunktur nicht helfen wird. Den sicheren Schaden hingegen haben die Sparer, deren Enteignung munter voranschreitet. Ein weiterer Erfolg des “Europäischen Friedensprojektes” halt.

4 comments

  1. Thomas Holzer

    “are we finished? no, we’re not”
    Das nennt man eine Drohung! aus dem Munde des Herrn Draghi

  2. Sybille Stoa

    Es gibt einfach zu viele und zu aufgeblähte Banken (von den Bilanzsummen) her in Europa und zu wenig Nachfrage nach Krediten.

    Das heißt die jungen sind doch nicht so unvernünftig, wie man zu glauben meint. Weniger Junge und mehr Alte, das heißt auch weniger Nachfrage an Krediten im privaten Sektor, weil weniger gebaut wird.
    Ich sehe auch keinen Grund, warum es in nächster Zeit zur erhöhten Nachfrage bei Krediten kommen sollte. Die jungen müssen für ihre Rente sparen und in unsichereren wirtschaftlichen Zeiten, wo der Arbeitsplatz jederzeit verloren gehen kann, ist es sehr vernünftig sich nicht zu verschulden.

  3. Sybille Stoa

    Es bleibt Herrn Draghi nichts anderes übrig, als langsam die Sparer zu enteignen, ich sehe kein echtes Wachstum mehr hier. Das Wachstum könnte nur vom Staat stimuliert werden, indem dieser weniger verteilt und mehr investiert, aber trotzdem die Gesamtausgaben kürzt.
    Das wird aber Österreich oder Frankreich sicher nicht machen.

  4. Thomas Holzer

    @Sybille Stoa
    Abgesehen davon, daß durch Geldflutungen kein Wachstum generiert wird, genauso wenig wie durch die Politik, rechtfertigt dieser Versuch aber auf keinen Fall, den Bürger zu enteignen!

    “Das Wachstum könnte nur vom Staat stimuliert werden……”
    Verzeihung, aber Blödsinn, dies nennt man etwas weniger polemisch Etatismus, respektive Sozialismus.
    Würde dem so sein, dann bräuchte der Staat nur anordnen, daß die eine Hälfte der Bevölkerung Löcher gräbt, und die andere Hälfte diese wieder zuschüttet, bis ans Ende unserer Tage, und schon hätten wir Wachstum. Überall, wo der Staat eingreift, kommt es erfahrungsgemäß zu wesentlich mehr Fehlallokationen als in einer freien Wirtschaft, in welcher natürlich auch Fehler passieren

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