Die EZB hat sich freiwillig der Politik unterworfen

“… Die Architekten der Währungsunion haben zwischen Politik und EZB starke Brandmauern gesetzt. Nun will die EZB Geld für den Staat schaffen, der es in Umlauf bringt. Dass sich die Notenbank freiwillig der Politik unterwirft, hat niemand kommen sehen. mehr hier

3 comments

  1. CE___

    “Nach den misslichen Erfahrungen während der inflationären 1970er-Jahre setzte sich im Verlauf der 1980er die Einsicht durch”

    Das ist Quatsch, pardon.

    Es hat sich keinerlei “Einsicht” bei den Inflationisten(bänkstern) durchgesetzt. Weder damals noch heute.

    Das was nur in den 70ern und davor passierte war dass das Rad “Fiatgeld mit Teilreservesystem innerhalb eines offiziellen Goldstandards” (ein Widerspruch in sich der zu einem Ende kommen MUSSTE) vollkommen überdreht worden war mit der Auswirkung einer nun auch offenen Abkopplung vom offiziellen Goldstandard um rein technisch (Staats)bankrotte zu vermeiden.

    Mit dem Effekt dass eine reghafte öffentliche und weltweite Diskussion Druck erzeugte, sowohl in Politik und Akademie als auch auf der Straße, ob dieses Geldsystem nicht mehr schadet als es nutzt und Fiatgeld und/oder Teilreservesystem nicht untersagt gehöre.

    Und man konnte das System Fiatgeld mit Teilreserve gerade noch so über die Runden retten.

    Paul Volcker mit seinen Hochzinsen war da nur das kleine Rädchen, sozusagen das grosse Getöse und Musik für die Allgemeinheit.

    Die größeren leiseren Räder mit viel mehr Effekt waren ein totaler Umbau der Bemessungsmethoden für Teuerungsraten um diese substantiell niedriger auszuweisen zu können und damit alle zu täuschen und zu betrügen (und auf das die Inflationspolitik munter weiter gehen könne).

    Das andere grosse Rad, mit nun heute sogar geopolitischer Auswirkung im Sinne einer totalitär-kommunistsichen VR China, war Schritt für Schritt, aber beginnend in den 70ern bis heute andauernd, Niedriglohnstaaten vor allem in Asien aufzubauen um dorthin wesentliche Teile der westlichen industriellen Wertschöpfungskette auszulagern um dann (Waren)Verbilligung zu importieren und wiederum die Leute täuschen zu können.

    Natürlich, dem hiesigen Mann und Frau von der Strasse, die sich über immer mehr purzelnde Preise im Geschäft freuten, hat man nicht gesagt dass sie diese Verbilligungen mit dem Wegfall des eigenen Arbeitsplatzes bezahlen (werden).

  2. Johannes

    Je zentralistischer Europa geführt wird umso dramatischer wirken sich Fehler aus diesem Zentrum auf alle Länder aus. Gab es früher sehr viele Möglichkeiten seine Währung auf sein Land zugeschnitten zu gestalten so muss nun alles über einen Kamm geschert werden. Weil aber die Wirtschaftskraft der Länder verschieden ist, so ist auch die Auswirkung einer einheitlichen Währungspolitik in Wirkung auf die einzelnen Länder verschieden.

    Das hat schon Thilo Sarrazin in seinem Buch “Europa braucht den Euro nicht“ im Jahr 2012 beschrieben, wurde dafür als Antie-Europäer (Merkel ein Jahr davor: Scheitert der Euro, so scheitert Europa) abgekanzelt.

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