Die EZB schadet der Währungsunion

Die NZZ, wie fast immer sachkundig und vernünftig: “Das künftig noch billigere und reichlichere Geld von der Zentralbank droht indes jahrelang verschleppte Reformen in Ländern wie Frankreich und Italien weiter aufzuhalten. Der Währungsunion tut die EZB damit keinen Gefallen……” (hier)

One comment

  1. Klaus Kastner

    Hervorragende Analyse der NZZ! Halb Südeuropa wurde in den letzten Jahren auf Sparkurs gesetzt, damit seine Preise sinken und damit es wieder ‘wettbewerbsfähig’ wird. Am Beispiel von Griechenland kann man beobachten, dass die Preise jedoch sehr ‘sticky’ sind (Keynes): trotz massiver Kürzungen bei der Kaufkraft sind die Preise in den ersten Jahren der Krise kaum gesunken und in den letzten 1-2 Jahren nur sehr mäßig. An und für sich war die ‘Meinung der Gelehrten’, Griechenland müsste um 30-40% billiger werden. Wie ein Land ohne Abwertungsmöglichkeit um 30-40% billiger wird, ohne dass die Preise sinken (d. h. ohne Deflation), muss mir erst einmal jemand erklären. Und wie man in der ganzen Eurozone eine höhere Inflation erreicht, wenn man in einem großen Teil davon eine deutliche Deflation anstrebt, hat sich mir auch noch nicht erschlossen. Wahrscheinlich ist man zum Schluß gekommen, dass der ‘Ausgleich der Wettbewerbsfähigkeit’ größtenteils im Norden stattfinden muss: wenn schon der Süden nicht billiger wird, dann soll gefälligst der Norden erheblich teurer werden. Hans-Werner sind hat einmal errechnet, dass Deutschland relativ zum Süden mindestens 10 Jahre lang eine 5% höhere Inflation haben müsste als der Süden. Na dann!

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