Die EZB und griechisches Geschenk-Papier

“…..Das geht ja gleich richtig krachend los im Januar mit dem neuen Jahr: am 22. Januar will voraussichtlich die Europäische Zentralbank (EZB) über ein neues Kaufprogramm entscheiden; für 1000 Milliarden will sie möglicherweise Schrottanleihen kaufen, und somit Banken und Regierungen wieder flüssig machen. Über Sinn und Unsinn wird seit langem diskutiert. Aber jetzt erhält das Paket eine neue Bedeutung: Möglicherweise schon am 25. Januar soll in Griechenland gewählt werden. Alle Prognosen deuten auf einen Wahlsieg der linken Syriza-Partei hin, deren Vorsitzender Alexis Tsipras  die Sparpolitik als eine “Plünderung des Volkes” bezeichnet hat. Wie schön diese beiden Termine doch zusammenpassen! Jetzt kann am 22. die EZB so nebenbei auch ein Griechen-Geschenk-Programm verabschieden, und damit die griechischen Wähler bestechen, dass sie doch für Euro-freundliche Parteien stimmen und nicht für Tsipras linke Euro-Feinde….” (hier, lesenswert)

3 comments

  1. Rennziege

    A wengerl off topic:
    Brüder und Schwestern, Genossen und Genossinnen, Gläubige und Ungläubige, Einheimische und Asylanten, Buam und Dirndln, Erwirtschafter und Leistungsempfänger!
    Warum kommt man sich neuerdings hier vor wie Kevin allein zu Haus? Degeneriert das vielfach bewunderte “Zentralorgan des Neoliberalismus” zu einem Randgruppen-Schrebergarten, in welchem nur der altbekannte Schnittlauch für die tägliche Einbrennsuppe neu ausgerupft wird? Sind wir zu müde, zu frustriert, faul oder zu saturiert geworden, um unsere Hirne und Herzen dem rauhen Wind des Zeitgeists Paroli und eine freche, kundige Stirn zu bieten?
    Viele sind weg, manche noch da. Völlig wertungsfrei, aber mit einer Träne im Knopfloch: Witz (auch im britischen Sinn von wit zu verstehen), Durchblick, überraschende Erkenntnisse und lustige, g’scheite Schlenker sind einer sinnfreien Redundanz von “Eh scho’ wissen” gewichen, die keinerlei Auswege aus der Bredouille mehr skizziert.
    Diese Gebetsmühle des Déjà-vu schließt mich ein, zwangsläufig. Aber wie jeder Tennisspieler weiß: Wenn kein Ball zurückkommt, ist sogar ein gemischtes Doppel sinnlos. Unser Hausherr, hoffe ich, wird den Rückweg zum Seidenfabrikanten kennen. 😉

  2. Rennziege

    P.S.: Der Satz im 2. Ansatz sollte lauten: “Sind wir zu müde, zu frustriert, zu faul oder zu saturiert geworden, um mit unseren Hirnen und Herzen dem rauhen Wind des Zeitgeists Paroli und eine freche, kundige Stirn zu bieten?” (Diese Frage beschäftigt mich sehr; denn ein “ja” würde implizieren, dass wir längst zu den glücklichen Sklaven zählen, die Marie von Ebner-Eschenbach vor mehr als 100 Jahren als die größten Feinde der Freiheit erkannt hat.)

  3. Wernervt

    @Rennziege
    fragt die, die das “sinkende Schiff” schon in Richtung der neuen Welt velassen hat?!?

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