Die Fehlentscheidung Straches

“…..Doch die Fakten liegen auf dem Tisch: Ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie rettet unmittelbar Leben. Es aufzuheben, kostet unmittelbar Leben. Entweder ist H.C. Strache zu dumm, das zu erkennen, oder verantwortungslos genug, aus taktischem Kalkül eine gesundheitspolitisch fatale Fehlentscheidung durchzusetzen. Oder beides. Er mag sich dafür von einer Minderheit feiern lassen, doch allgemein gelten weder Dummheit noch Verantwortungslosigkeit als Regierungsempfehlung…” (hier)

29 comments

  1. hstockmar@yahoo.com

    Bei uns am Land wird im Gasthaus, in der Konditorei und in den Pubs geraucht. Zeit, damit Schluss zu machen. Leider mangelt es Hr. Kurz an Durchsetzungskraft und Führungsstärke.

  2. Thomas Holzer

    @Leitwolf 07:49h
    So ist es!
    Mit der gleichen Logik kann man auch behaupten: Ein generelles Kraftfahrzeugverbot rettet unmittelbar Leben.
    Ebenso ein generelles Schwimmverbot, ein generelles Skifahrverbot, ein generelles Arbeitsverbot, ad infinitum

  3. Kluftinger

    @hstockmar
    Niemand hindert den Betreiber des Gasthauses, der Konditorei und den Pubs, die Lokale rauchfrei zu gestalten. Viele Beispiele sind belegbar wo dies gelungen ist.

  4. Rado

    Ist das die Standardbegründung wenn Ärzte etwas fordern? “kostet Leben”?
    Mag ja teilweise auch stimmen, aber ich habe dieses Argument auch schon mal im Zusammenhang mit der Möblierung von Krankenhäusern gehört.

  5. sokrates9

    Wenn man seine Sucht icht im Griff hat, gehoert das Nannystaatlich geregelt! Weg mit Autos tausende Tote imJahr, weg mit Messer – Plastikmesser reichen doch! Zerstoerung unserer Kultur, Zerstoerung unseres Geldsystems dasgeht dem Staat nichts an- es muss aber gereget werden zu entscheiden ob man in ein Raucher oder Nichtraucherlokal geht!

  6. Astuga

    Als nichtraucher kann ich mit dem jetzigen zustand sehr gut leben. Wenn etwas bedauerlich ist, dann dass diese debatte von wichtigeren themen ablenkt. Was wohl der kommenden regierung wie der künftigen opposition gelegen kommt.

  7. cmh

    Beim Rauchen handelt es sich um eine Art von Inkontinenz. Weder der Raucher, noch der Bettnässer können etwas dafür, wenn sie rauchen bzw ausrinnen.

    Der einzige Unterschied liegt darin, dass in Restaurants auch dei Bettnässer keine Schalen auf dem Tisch stehen haben, sondern zusammen mit den Nichtrauchern das WC aufsuchen (müssen). Niemandem würde einfallen, dies als fehlende Freiheit zu sehen.

    Nur die Raucher scheinen auf Ihre besondere Not auch noch stolz zu sein und versuchen, daraus ein Recht abzuleiten. Denn es sind ja nicht die rüchsichtsvollen Raucher, sondern die inkontinenten gegen die man Gesetze erlassen muss.

  8. otto mosk

    Themenverfehlung! es geht in dem Artikel ausschliesslich um starke Raucher, deren Sucht und das generelle Raucherverteufeln. Das Gesetzt, welches nun aufgehoben wurde, hat etwas mit Selbstbestimmung versus Bevormundung zu tun. Ein völlig anderes Thema…

  9. Christian Peter

    ‘Es geht um Suchtprävention und Suchtbekämpfung’

    Das ist richtig. Raucher sind Süchtige und Sucht hat niemals etwas mit ‘Freiheit’ zu tun. In Australien konnte die Anzahl der Raucher durch eine rigorose Anti-Tabak-Politik innert weniger Jahre halbiert werden, heute ist Australien mit einem Raucheranteil von 12 % eine der rauchfreiesten Zonen der Erde. Österreich ist übrigens eines der ganz wenigen Ländern der Erde, in dem der Anteil der Raucher in den letzten Jahren sogar gestiegen ist.

  10. Weninger

    @CP
    Hier muss man Ihnen einmal Recht geben, und das sage ich als Genussraucher, — wer nicht mal ein paar Tage oder oder zumindest ein paar Stunden auf seinen Tschik verzichten kann, sollte besser nicht groß von Freiheit sprechen.

  11. Astuga

    Solange es sich nicht um kriminalität handelt gehen den staat meine süchte genau gar nichts an… Und die jetzige regelung ist imho ausreichend so dass sich niemand ernsthaft beeinträchtigt fühlen muss. Sonst könnte man auch gleich über schiffs-diesel, hausbrand, abrieb von autoreifen oder holzbetriebene pizzaöfen debattieren.

  12. Astuga

    Die grillexzesse auf der donauinsel im sommer führen auch zu keinem betretungsverbot für kinder.

  13. Der Realist

    Grundsätzlich war diese Entscheidung der Koalitionsverhandler unnötig, diese haben das Verbot ja nicht beschlossen, und viele Betriebe haben sich schon auf das generelle Rauchverbot eingestellt.
    Wenn Raucher an den Folgen des Tabakkonsums sterben, ist nicht Herr Strache dafür verantwortlich, sondern immer noch der Raucher selbst.
    Wenn der Staat schon ein generelles Rauchverbot in Lokalen einführt, dann sol er konsequenterweise gleich auch den Verkauf von Tabakwaren verbieten, dazu noch ein Verbot des Auto- und Flugverkehrs. Auch tödliche Arbeitsunfälle sind alltäglich, und der Sport fordert auch dutzende Todesopfer jährlich, bin gespannt ob der neue Sportminister auch das Betreiben von Sport verbietet.
    Eine große Anzahl von Leuten frisst sich auch zu Tode, viele Folgekrankheiten sind auf die übermäßige Einnahmen von Speisen zurückzuführen, daher ist auch das Schnitzel und der Schweinsbraten zu verbieten, von dem Fast-Food-Fraß gar nicht zu reden.
    An irgendeiner Krankheit müssen wir ja sterben, ist es ja besonders blöd, gesund zu sterben.
    Und wie die Erfahrung zeigt, das Leben ist eben lebensgefährlich.

  14. Johannes

    Früher rauchte ich so an die 20 Jahre lang um die 10 Zigaretten am Tag, es gab Tage da fand ich das Zeug echt scheußlich und benötigte trotzdem das Nikotin.
    Ein runder Geburtstag war die ideale Gelegenheit aufzuhören und ich habe es keinen Tag bereut.
    Ich bin der Meinung ein Verbot ist nicht notwendig, die Entwicklung selbst wird das Rauchen immer weniger gesellschaftsfähig machen. Ein Beiselbesitzer und seine Kunden sind freie Menschen mit einem freien Willen. Jeder Unternehmer soll die Möglichkeit haben in seinem Wirkungs- und Verantwortungsbereich ein Rauchverbot aussprechen zu können oder aber auch nicht.
    Interessant finde ich das Zunehmen des Drogenkonsum und seine Existenz ohne größeren Aufschrei der üblichen Verdächtigen. Wehe, Wehe einem einzigen Dealer der für den relativ raschen Tod eines, man muß es leider schon so sagen, Kindes verantwortlich ist wird nur ein Haar gekrümmt.
    Da dürfen sie ungeniert und unberührbar stehen am Kaiser Franz Josefs-Kai, konnte ich selbst zu Silvester beobachten, an jeder Straßenecke 7 oder 8 an der Zahl und dann kam einer von ihnen mit einem unglaublich provozierenden Blick hinter Mülltonnen hervor und hinter ihm eine Schar Kinder, bleich und schon so früh in ihrem Leben ganz am Ende.
    Liebe Empörte schaut sie euch an, schaut sie euch ganz genau an rufe ich wie der Geist der vergangenen Weihnacht und dann empört euch über die die solche Drogen verkaufen.

  15. Falke

    Klar, schuld ist nicht (nie!) derjenige, der seine Gesundheit freiwillig schädigt, sondern immer die anderen, nämlich diejenigen, die ihm das gestatten. Der Herr Eppingen wäre, seinen eigenen Worten nach, während seiner Sucht ja fast gestorben, wenn er nicht sofort zugang zu einer Zigarette gefunden hätte. Jetzt ist er “clean”, also müssen das alle anderen auch gleich werden. Herr Eppinger als Maßstab für ganz Österreich: Welch ein Glück, dass wir ihn haben! Der hinterlistige Bosnigl Strache will ja, dass jährlich 14.000 Österreicher sterben. Bekanntlich gehen die Raucher ihrem Laster ausschließlich oder vorwiegend in Gaststätten nach; wenn man es ihnen dort verbietet, tun sie das nie und nirgends sonst. Allerdings sind für dieses tödliche Gesetz Begleitmaßnahmen unerlässlich, sonst ist es ja wirkungslos: Gerüchteweise soll es ja tatsächlich Nichtraucher geben, die an verrauchten Gaststätten ganz einfach vorbeigehen und ins nächstbeste raucherfreie Lokal gehen. Daher wird Strache wohl sehr bald ein weiteres Gesetz beschließen lassen, wonach diese Unbelehrbaren gezwungen werden, sich in Rauchergaststätten aufzuhalten. Jetzt wird auch klar, warum Strache unbedingt das Justizministerium haben will.

  16. Mona Rieboldt

    Rauchen soll verboten bleiben, Shisha-Bars sind erlaubt, obwohl das ebenso schädlich ist, dazu meist das tödliche Gas in großen Mengen da vorhanden, dass die Feuerwehr Shisha-Bars oft durchlüften muss.

    Zigaretten werden nie ganz verboten werden, da die hohen Steuern darauf, einfach zu verlockend sind für den Staat. Und noch höhere Steuern? Dann ist halt Rauchen ein Privileg von Reichen.
    Und in Edel-Discos, -Gaststätten, wo Leute verkehren, die viel Geld haben, darf sicher geraucht werden und wurde auch bisher.

  17. Weninger

    “Shisha-Bars sind erlaubt, obwohl das ebenso schädlich ist, dazu meist das tödliche Gas in großen Mengen da vorhanden”

    Na dann seien Sie doch froh …. 🙂

  18. Christian Peter

    @Weninger

    ‚Genussraucher‘

    Wenn man sich das Verhalten der Raucher ansieht, kommt einem das Grausen. Die meisten Raucher scheinen aus reiner Langeweile zu qualmen, das lässt sich gut auf Bahnsteigen und anderen Haltestellen beobachten, wo Zigaretten häufig nach wenigen Zügen weggeworfen werden. Oder an der Menge der weggeworfenen Zigarettenstummeln z.B. in Wiener Parks und anderen öffentlichen Orten. Mit einem Preis von € 5 pro Packung ist Tabak in Österreich viel zu bilig, die Preise müssten wenigstens verdoppelt werden.

  19. Thomas Holzer

    @CP
    Es steht weder Ihnen, noch mir, noch der Regierung zu, zu beurteilen, warum jemand raucht.

    Es ist schlicht und einfach eine persönliche Entscheidung.

    Sie werden ja wohl fähig sein, Inschriften auf Tafeln zu lesen und/oder Piktogrammen zu entziffern.

    Oder gehören Sie zu der Spezies der Fundamentalisten, welche es in jede Raucherkneipe treibt, nur um sich dann darüber zu alterieren, daß es eine Raucherkneipe ist?

  20. Christian Peter

    @TH

    Rauchen ist keine ‚Privatsache‘, da dem Steuerzahler und der gesamten Volkswirtschaft dadurch enormer Schaden entsteht und Nichtraucher durch das Suchtverhalten der Raucher in unzumutbarer Weise belästigt werden.

  21. Thomas Holzer

    @CP
    Wenn Sie als Nichtraucher in Wien leben und einer in Vorarlberg raucht, werden Sie definitiv nicht belästigt.
    Wirtschaftlich begründet lässt sich eigentlich alles verbieten: Von Hüftoperationen für 80-Jährige bis zum Rauchen

  22. TomM0880

    @CP
    Das liegt aber nur daran, dass der Staat auch für jeden Blödsinn zahlt. Wie wäre es, wenn sich jeder privat versichern müsste? Die Prämien für die Raucher wären höher als bei Nichtrauchern (was ja auch gut wäre, da die Lotterie der Versicherungen ja gewinnen wollen).

    Warum muss der (soziale) Staat sich überhaupt um die Krankenversicherung kümmern? Der Staat arbeitet im Bereich Krankenversicherung sowie überall einfach ineffektiv.

  23. Christian Peter

    @TomM0880

    Marktgerechte Versicherungsbeiträge könnten sich viele Raucher gar nicht leisten, d.h. viele Raucher müssten das Rauchen in diesem Fall aufgeben, was nicht die schlechteste Lösung wäre.

  24. astuga

    @CP
    Alles was nicht verboten ist, ist Privatsache.
    Und so gut wie alles was der Einzelne, was Gruppen oder was die Gesellschaft insgesamt an Handlungen setzt oder unterlässt verursacht Kosten und erwirtschaftet Gewinne.

    Am Ende jedenfalls sind wir alle tot, und gegen die Entropie ist auch kein Kraut gewachsen.

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