Die Finanzminister und ihre Fata Morgana

“Die Finanztransaktionssteuer wird als Insellösung deutlich mehr Schaden als Nutzen anrichten.” (hier)

4 comments

  1. Thomas Holzer

    (Fast) jede Steuer bringt mehr Schaden als Nutzen!
    Dienen doch Steuereinnahmen meistens nur dazu, den unbändigen Drang “unserer” Politikerdarsteller, immer mehr Geld für ihre eigene Klientel und andere unnotwendige Dinge zu verbrennen, zu fördern.

  2. Reini

    die Politik hat die derzeitige Wirtschafts- und Flüchtlingssituation nicht im Griff!! …. und wenn etwas aus dem Ruder läuft, bzw. nicht einmal einen Plan oder eine Lösung dafür hat, kostet dies Unsummen an Geld!!! … Steuern erhöhen um einen wachsenden Staatsapparat zu erhalten! … z.B. das Geschäft mit den Flüchtlingen, – da wird den beauftragen Firmen (z.B. Busse) das Doppelte bis Dreifache bezahlt!! … Geld ist hier abgeschafft!!!

  3. Luke Lametta

    Ist glaub ich das erste Mal, dass Josef “Supermarkt” Urschitz mich enttäuscht. Auf die Nacherzählung des höchst herkömmlichen Hochfrequenzhandel-Narrativs kann er sich mit Attac oder Jean Ziegler ebenso jederzeit einigen, wie darauf, dass man die Finanztransaktionssteuer “synchron auf allen wichtigen Handelsplätzen einführen” sollte.

    Hochfrequenzhändler sind um nichts weniger als alle anderen Marktteilnehmer auf Kauf- und Verkaufsangebote angewiesen, die sich mit den ihren reziprok ergänzen. Sie suchen sozusagen nur öfter und schneller (und intelligenter) nach selbigen. Inwiefern die Tauschgeschäfte zweier handelseiniger Parteien also Luftgeschäfte sein sollen, hätte ich gerne erklärt. Diese Geschäfte sind auch nicht “hochspekulativ”, sondern bei rasiermesserdünnen Margen schon allein durch das kürzestfristige Exposure ziemlich -risikoarm-. Objektiv messbar per Sharpe Ratio. Wer Renten- oder Aktienfonds zur privaten Altersvorsorge besitzt, oder gar einen Fremdwährungskredit zum Hausbau aufgenommen hat, ist da -wesentlich- “spekulativer” unterwegs (was obendrein gar kein Kriterium sein sollte, solang die Akteure im Fall des Falles auch haften).

    Darum gehts ja im Kern auch bei der “Stabilität des Finanzsektors”, hat diese doch sehr viel damit zu tun, ob bzw. wieviel eigenes oder fremdes Geld im Handel mit Wertpapieren eingesetzt wird, respektive wer denn eigentlich genau für das eingegangene Risiko am Ende haftet. Wie aber bitte soll die schiere Frequenz von Handelsaktivitäten diese Stabilität gefährden? Je öfter sich Parteien auf einem Markt einigen können, desto Krise? Mehr Transaktionen sowie mehr Kauf- und Verkaufsangebote erhöhen zum einen die Liquidität (was die gehandelten Produkte für Investoren attraktiver macht), zum anderen verringern sie Spread und Slippage (senken also die Transaktionskosten), inwiefern ein durch beides leistungsfähigerer Kapitalmarkt zu negativen Externalitäten neigt, hätte ich ebenfalls gern erklärt.

    Der Kapitalmarkt hat auch nicht die Aufgabe, für “stabile” Kurse zu sorgen, wie sich das eine gedankenlose, “festgelegte” Preise bevorzugende Ideologie mitunter wünscht, sondern die Aufgabe, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen und (via Kurs) auszugleichen. Wenn das die “Stabilität des Finanzsektors” gefährdet, sind dafür ganz andere Parameter verantwortlich zu machen, sonst könnte man dem Thermometer auch die Schuld für Hitze- und Kältewellen umhängen.

    Worums hier geht: Eine sklerotische Bürokratie mit uferlosem Appetit will mehr Steuereinnahmen für 1001 Hauptaufgaben des Staats. Und ich weiß dabei gar nicht, welche ihrer Behauptungen ich eigentlich kackdreister finden soll: Dass die öffentliche Hand, die uns alle liebt!, damit europaweit realistischerweise 88 Milliarden Euro einnehmen könnte, dass 88 Milliarden weitere, von private in staatliche Kassen verschobene Euro wirtschaftlich irgendwie non-invasiv wären, dass es sich bei den Besteuerten um die “Verursacher der Finanzkrise” handeln würde, oder dass diese Steuer die nächste solche verhindern würde. Pathetic.

  4. Fragolin

    Solange der gierige Moloch Staat seine klebrigen Finger angeblich “nur” nach Geld ausstreckt, das der einfache Pöbel nicht hat, wird dieser selbst dann noch orgiastisch die Befriedigung seines Neidkomplexes auf “die Reichen” feiern, wenn durch die Hintertür der Preisbildung und Gebühreneinhebung er selbst die Rechnung verdoppelt und potenziert wird blechen müssen.
    Das Aushängeschild des Nanny-Staates ist Robin Hood, von dem jeder zu wissen glaubt, dass er es den Reichen nahm um es den Armen zu geben, aber keiner darüber nachdenkt, wovon er und seine Räuberbande eigentlich so gelebt haben. Der “wohlerworbene Lohn” des “Kämpfers für die Gerechtigkeit” steigt mit der Höhe seiner Beute – kein Wunder, dass unser Robin-Hood-Staat seine Hauptaufgabe darin sieht, immer tiefer in den Geldbeuteln seiner Bürger herumzuwühlen. Unter dem Gejohle der Bestohlenen selbst…

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