Die Frömmler der Church of CO2

(LUKE LAMETTA) Faszinierend, wieviele sonst zurechnungsfähige Zeitgenossen jetzt mal wieder dem Köhlerglauben an das “menschgemachte” (und von Menschen deshalb auch “feinsteuerbare”) Weltklima hinterherfrömmeln: In betulicher Betroffenheit wird sich da in ihrer Church of CO2 einer aberklärbärt, denn “der Klimawandel” wäre doch bitteschön “real!”. Ach was? Geh wirklich? Wer bestreitet denn das eigentlich? Trump jedenfalls nicht.

Real ist der Klimawandel auf der Erde seit unser Planet eine Atmosphäre hat, was streng wissenschaftlich betrachtet seit schlanken 4,56 Milliarden Jahren der Fall sein dürfte. Genauso lang ist dem Planeten und seinem Klimawandel dabei völlig powidl, was diese “Menschen” auf ihm so treiben – die gibts zum einen erst seit 0,002 Milliarden Jahren, zum anderen änderte sich das Weltklima in dieser “Erde mit Menschen drauf”-Zeitspanne schon wesentlich dramatischer als das in den letzten 0,000000015 Milliarden Jahren seit Beginn der (gepriesen sei sie!) Industriellen Revolution jemals der Fall gewesen wäre.

Auch wird immer so getan, als wär vor diesen knapp fünf Milliarden Jahren etwas entstanden, das sich die Schaffung eines Lebensraums für homines sapientes fünf Milliarden Jahre später zum Ziel gesetzt hätte, samt Ewigkeitsgarantie – gerne von Leuten, die gleichzeitig sehr leidenschaftlich etwa auf Kreationisten schimpfen und sich für ganz besonders gut gebildet und aufgeklärt halten.

Nur kann man an Ersteres nunmal auch ein ganz kleines bisschen weniger glauben. Vielleicht sind wir Menschen Kategorien wie Weltklima und Universum (möglicherweise, eventuell) nämlich mehr so vor allem eins: Sehr wurscht. Wie die 4,558 Milliarden Jahre davor auch. Sapere aude.

10 comments

  1. Calderwood

    Eine überaus treffende Analyse! Die menschengemachte Erderwärmungs-Katastrophe ist kein klimatologisches sondern ein psychiatrisches Phänomen.

  2. Thomas Holzer

    Da die Politikerdarsteller und deren Adepten mittlerweile “verstanden” und “eingesehen” haben, daß sie nicht mal kleine Probleme lösen können -erfreulicher Weise- weil diese “kleinen Probleme”, welche angeblich einer Lösung bedürfen, gar keine Probleme sind, sondern erst von diesen Menschen zu solchen gemacht werden, wenden sie sich in ihrer Hybris nun den Großen zu, respektive erfinden welche.

  3. Graf Berge von Grips

    Es ist paradox, dass die Heimat des Kapitalismus gerade einer seiner grössten Geldschöpfmaschinen den Rücken kehrt und damit ihren nackten Hintern ins Gesicht der CO2-Frömmler.

  4. Thomas Holzer

    “Passend” auch die Wortwahl des Herrn Matthias Auer in der “Die Presse” von heute, prominent auf der ersten Seite: “Die Weltrettung durch Paris war auch mit den USA an Bord sehr ungewiss”

    Dümmer geht es immer, bekanntlicher Weise

  5. Karl Markt

    An alle Frömmler der political incorrectness:

    Der seit der industriellen Revolution exponentiell angestiegene CO2 Verbrauch als Ursache für die in dieser Form messbare Erwärmung innerhalb einer im Vergleich zu 4,65 Milliarden Jahren verschwindend kleinen Zeitspanne ist Wissenschaftlich genauso gut erweisen wie die Evolution oder das Alter der Erde selbst.

  6. Erich Gollner

    Alles mögliche ist erwiesen oder auch nicht, je nach dem, wer die Studien in Auftrag gibt. Umweltbewusstsein und Umweltschutz sind gut, Allmachtphantasien von Klima- und Weltrettung krankhaft.

  7. Antonia Feretti

    Bei aller Skepsis gegenüber den sogenannten Klimazielen ist es aber schon ziemlich naiv, anzunehmen, es hätte keinerlei Auswirkungen wenn man das im Laufe von Millionen von Jahren gebundene CO2 binnen weniger Jahrzehnte in die Luft bläst!

  8. Leitwolf22

    Nicht, dass es eine Rolle spielen würde, aber ich habe mir den Spaß erlaubt den Treibhauseffekt zu falsifizieren:
    https://de.scribd.com/document/348761444/Its-the-Ocean-Stupid

    Um das ganz kurz zu erklären: die Theorie vom Treibhauseffekt basiert auf einer (unbestritten!) unrichtigen Annahme, wonach der Emissionsgrad der Erdoberfläche gleich 1 wäre. Also wie bei einem perfekten Schwarzkörper. Die reale Abweichung davon sei aber so marginal, dass sich nicht darüber nachzudenken lohne. Kein Witz!

    Absorptionsgrad und Emissionsgrad bestimmen die theoretische Oberflächentemperature der Erde. Der Absorptionsgrad wird mit etwa 0,69 angenommen und ein perfekter Schwarzkörper hätte etwa 279K. Die Rechnung geht dann so: ( 0,69 / 1 ) ^0,25 * 279 = 254,3K. Dabei entspricht die “1” eben dem Emissionsgrad.

    Für jeden anderen Wert als 1, wobei 1 eben das Maximum darstellt, ergibt sich eine höhere theoretische Temperatur, und verringert sich zugleich der Treibhauseffekt. Das heißt von der Semantik her, ist die reale Abweichung in dem Punkt alles andere als irrelevant. Und darüber nachzudenken dürfte sich sehr wohl lohnen.

    Beispielsweise hat Sand einen Emissionsgrad von lediglich 0,7 (je nach Beschaffenheit), also weit niedriger als 1. Das ist der Grund wieso man sich in Lignano schon mal die Füße am Strand verbrennt, oder aber wieso die Region Saharah / Arabien die heißeste der Erde ist.

    Viel entscheidender für das Weltklima ist aber der Emissionsgrad von Wasser. Den kann man natürlich googlen, allein man findet hierzu keine sinnvollen Antworten. Man findet da Werte von 0,99 – 0,96, die sich aber allesamt auf den vertikalen Emissionsgrad beziehen, der freilich völlig irrelevant ist. Der Emissionsgrad hängt in dem Fall stark vom Ausfallswinkel ab, und gesucht ist der Gesamtwert, also der hemisphärische E. Physikalisch korrekt berechnet ergibt sich letztlich ein Wert von 0,84. Warum erklär ich jetzt nicht, dazu muss man schon den Essay lesen.

    Der Punkt ist der: mit diesem kleinen Detail fällt die gesamte Theorie vom Treibhauseffekt sofort in sich zusammen. Es wird kein Zufall sein, wieso diese triviale Information so direkt nicht öffentlich zugänglich ist.

  9. Luke Lametta

    Liebe Frau Feretti,

    natürlich hat das Auswirkungen – nur halt nicht auf sowas wie “das Weltklima” (bzw. präziser: nicht in einem statistisch “signifikanten” Sinne). IPCC Klimaberichte gibt es mittlerweile fünf Stück. Ein anthropogenes Signal lässt sich darin nicht finden.

    Dirk Maxeiner: “Seit dem Ende des kalten Krieges im Jahre 1989 mangelte es der Politik des Westens zusehends an einer mitreißenden Idee, gleichsam einer neuen Utopie. Und diese glaubte man offenbar gefunden zu haben.

    Der negativen Utopie der Klimakatastrophe soll mit einer gemeinsamen Anstrengung, nämlich dem Projekt der Weltrettung begegnet werden. Der Soziologe Ulrich Beck bezeichnet die Klimapolitik treffend als eine „Sinnressource für die delegitimierte und von Vertrauensverlust gezeichnete Politik“.

    Eine Politik, die nicht in der Lage ist, die Krankenkassenbeiträge zu stabilisieren, gibt nun vor, die Welttemperatur in 100 Jahren um zwei Grad regulieren zu können.”

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