Die Geissel des Qualitätsjournalismus

“…..Dieselbe Äquidistanz, die irgendwo zwischen mentaler Feigheit und journalistischer Faulheit rangiert, kommt auch dieser Tage bei der Berichterstattung zu Israel zum Tragen. Da ist die Rede davon, dass „Metalldetektoren am Tempelberg der Grund für palästinensische Proteste“ seien. Selbst wenn man die Erklärung außen vor lässt, dass die Metalldetektoren eine Sicherheitsmaßnahme der israelischen Behörden vor weiteren Morden und Terrorangriffen darstellen, so kann man doch den Satz „Metalldetektoren am Tempelberg seien der Grund für palästinensische Proteste“ nicht einfach so stehen lassen. Seit wann sind Metalldetektoren ein Grund für Aufruhr? Sind sie das am Frankfurter Flughafen? Oder gab es Medienberichte über Explosionen von Gewalt, als der Vatikan im Heiligen Jahr bei den Eingangsschleusen an den Kolonnaden Metalldetektoren installierte? Was ist mit den Metalldetektoren im wichtigsten islamischen Heiligtum Mekka? Journalismus setzte da ein, wo der Gebrauch von Metalldetektoren in einen Kontext gestellt wird. Darauf zu verzichten, ist alles, aber kein Journalismus…..(hier)

4 comments

  1. Thomas Holzer

    ORF-Redakteure waren sich nicht zu blöd, dieses Aufstellen als Zitat: “Neue Provokation” durch die israelische Regierung zu bezeichnen.

  2. Falke

    Mit einer kleinen Änderung des inkriminierten Satzes wäre die journalistische Äquidistanz wieder hergestellt: “Die Palästinenser glauben, das nicht hinnehmen zu können” oder “Die Palästinenser sind der Meinung, dass das nicht hinnehmbar sei”.

  3. mariuslupus

    “Qualitätsjournalismus”, wo bitte geht es zum Qualitätsjournalismus ? Artikel, oder Beiträge im TV die dieses Kriterium erfüllen können am Ende einer Woche an den Finger einer Hand, Tischlerhand, abzählen. Aber das Selbstbild der Medienschaffenden bleibt unerschütterlich. Objektiv, unabhängig, kritisch, informativ.

  4. aneagle

    Eigentlich gibt es nur eine Gruppe von Moslems die nicht gerne nach Deutschland flüchtet. Es sind die Palästinenser. Scheinbar bleiben trotz erheblicher Korruption ihrer Führer genug finanzielle Zuwendungen, z.B. für Einzelauftragsmorde, über, die eine Übersiedlung in ein Hochsteuerland unrentabel machen. Man wird auch nicht verehrt, sondern wenn man Pech hat und überlebt, für seinen Heldenmord ins Gefängnis gesteckt. Die spinnen, die Deutschen. 😉

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