Die Generation Heulsusen

“……..Wenn ich höre, dass Millennials durch „Internet-Mobbing“ verletzt werden oder zum Selbstmord getrieben werden, fällt es mir schwer, das zu verarbeiten. Bei meinem Freund trifft das etwas weniger zu, er ist auch ein Millennial in diesem Alter. Doch selbst er stimmt der Empfindlichkeit dieser Generation zu. Ihr fällt es sehr schwer, Kritik zu akzeptieren. Deshalb sind viele Inhalte, die diese Generation produziert, beschissen. Wenn jemand für seine Inhalte kritisiert wird, bricht er zusammen. Oder die Person, die die Kritik ausspricht, ist ein Hater, Nonkonformist oder Troll.
In gewisser Weise liegt das an der Generation, die sie erzogen und mit Lob überschüttet hat. Doch irgendwann muss jeder die dunkle Seite des Lebens kennenlernen. Es gibt Leute, die dich nicht mögen, die deine Arbeit nicht mögen, dich nicht lieben … Menschen sterben. Wir haben eine extrem selbstbewusste und positive Generation, die bei dem kleinsten Hauch Dunkelheit, der in ihr Leben eindringt, gelähmt ist…..” (Der US-Schriftsteller BRET EASTON ELLIS, “American Psycho”, hier)

12 comments

  1. Christian Weiss

    Der Vorwurf, ich sei eine Heulsuse bringt mich zum Weinen und traumatisiert mich schwer. Ich verlange einen Therapeuten und Schmerzensgeld.

  2. sokrates9

    Christian Weiss@ Ich habe Sie für älter geschätzt! 🙂
    Da ist schon was wahres dran; durch moderne Kindergartenpädagogik wird Political correctness schon im zarten Alter gelernt, jede “Aggression” (zB.Wegnahme der Puppe – wobei ich nicht weiß ob es im Kindergarten mit genderkonformen Verhalten so etwas überhaupt noch gibt – ) wird sofort psychologisch verarbeitet!
    Wir haben früher immer über die DDR – Kindergärten geschmunzelt – wo alle rote Windeln trugen und schon im Alter von 2 – 3 Jahren indoktriniert wurden, und jetzt haben wir ein noch kommunistischeres System als die DDR je hatte!!

  3. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ socrates9
    die ersten Anzeichen von “Verweichlichung”, sprich mindere seelische Belastbarkeit haben sich auch in unserem Kulturkreis schon sehr früh gezeigt. Während der Grundausbildung beim BH hatten wir eine Nachtübung. Fazit, 2 Kollegen haben sich so gefürchtet in der Finsternis zu gehen bzw. zu marschieren, dass es zu Zusammenbrüchen kam.
    In Vorarlberg hatte eine Mutter während der Grundausbildung der Soldaten in Bregenz Tag und Nacht gewacht (natürlich vor der Kaserne) und den Zg beim der Ausrückung begleitet um sich dann in der Öffentlichkeit über die “brutalen Methoden” des BH zu echauffieren .
    Damals tat man das als “Spinner” ab, heute ist es ein “gesellschaftlicher Defekt”?

  4. Thomas F.

    @Christian Weiss
    Und ich werde im Arbeitsalltag jedes mal gemobbed, wenn ich mich als unfähig erweise. Ich sehe nur noch die Frühpensionierung wegen Burnout als Ausweg.

  5. sokrates9

    Mein Sohn, Reserveoffizier schilderte mit dass in der Grundausbildung den Rekruten das Schuhe zubinden beigebracht werden muss da anscheinend dies die Kindergärtnerinnen ( Akademikerinnen??) bisher immer machten, und viele außer Joggingschuhe noch nie einen richtigen Schuh anhatten!!

  6. Herbert Manninger

    Die harten Austeiler sind die Empfindlichsten,
    auch bei den Politikern, zB. Grüne.

  7. Karl

    Herr Manninger, da haben Sie recht. Vorallem der Gf der Grünen, der Herr Wallner ist ein Paradebeispiel dafür.

    Man erinnere sich an die Wahlplakate mit Strasser drauf, oder seine Poster zum “Geh ins Häfen Clubbing” mit den Konterfeien einiger Politiker. Geschmacklos.
    Das war für Ihn alles Ok, aber als ihm dann doch leise Kritik entgegenschlug war er zutiefst beleidigt und grantig.
    Schaurig, und sowas war früher mal auf der Polak und ein Schwarzer….

  8. Thomas Holzer

    Es wird des Beleidigt sein noch mehr werden, wenn all die Verhetzungs- und Verbotsparagraphen in ihrer -wie beabsichtigt- erweiterten Form in Kraft getreten sein werden 😉

  9. Christian Weiss

    Die Anti-Diskriminierungsparagraphen werden ihre Wirkung sicher nicht verfehlen. Einestages wird man in unseren Breitengraden schon beleidigt, verletzt und traumatisiert sein, wenn einer eine andere Meinung hat. Der politische “Diskurs” dürfte interessant werden: “Das war jetzt völlig unsensibel, dass Sie dem Herrn erklärt haben, dass sie seine Ansichten nicht teilen. Wie konnten Sie nur so rüde sein und ihm sagen, dass Sozialismus nicht funktioniert. Dass Sie dabei noch reale aktuelle und historische Beispiele gebracht haben, macht es nicht besser – im Gegenteil! Sie sind ein Hass schürender Hetzer!!!”

  10. menschmaschine

    wir entwickeln uns zu einer diktatur und keiner merkts. denn es ist ja alles zu unserem besten.

  11. Riso

    Herr Weiss, die Beispiele und Fakten die der Widerlegung der gewünschten Realität, vulgo Illusionen, dienen, heisst im englischen “Hatefacts”.

  12. Christian Weiss

    wir entwickeln uns zu einer diktatur und keiner merkts. denn es ist ja alles zu unserem besten. – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=31388#comments

    Eben! Es ist eine richtig wunderbare, wohlmeinende, uns jederzeit versorgende, unter die Arme greifende Diktatur. Da kann man doch nichts dagegen haben!
    Obwohl… Ich hab’ mal bezüglich der Kuschel-Vollversicherungs-Rundumversorgungs-Wohlfühl-Diktatur mal den fiktiven Abschiedsbrief eines Selbstmörders verfasst:
    “Ich hoffe, ich habe mein selbst herbeigeführtes Dahinscheiden so vollzogen, dass es für die Finder meiner Leiche nicht zu einer allzu grossen Belastung wird. Natürlich habe ich auch dafür gesorgt, dass alles ökologisch verträglich ist (und deshalb die ursprüngliche Idee, mich mit Quecksilber zu vergiften, verworfen.) Das mit der Überdosis Digitalis schien mir opportun, weil ist ja vom Fingerhut und so irgendwie voll Bio.
    Zu den Beweggründen meines Abtretens: Ich kann eigentlich nicht sagen, dass ich irgendwie sonderlich unglücklich gewesen wäre. Es war mir einfach irgendwie fad’.”

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