Die Gewinner des europäischen Klimafimmels

(ANDREAS TÖGEL) Beim Weltwirtschaftsforum in Davos geht es nicht um Gender-Gaga oder um Klima-Voodoo, sondern um die aktuelle und künftige Entwicklung der (Welt-)Wirtschaft. Das leuchtet im Prinzip jedermann ein – bis auf Menschen vom Schlage des berufsempörten deutschen Chefs der Grünen, Robert Habeck. Er bezeichnete die Davoser Rede Präsident Donald Trumps wörtlich als „Desaster“, weil dieser sich auf das Wirtschaftsthema und seine nach Selbsteinschätzung erfolgreiche Politik in den USA beschränkt und sich erlaubt hatte, die rezenten Untergangspropheten zu kritisieren. Das Kontrastprogramm dazu lieferte die gegenwärtig leider unvermeidliche Greta Thunberg, der aus unerfindlichen Gründen die Möglichkeit geboten wurde, ihre ad nauseam bekannten Thesen von der bevorstehenden Klimaapokalypse zu verkünden.

Dass unmittelbar vor der Konferenz die freiheits- und marktwirtschaftsfeindliche NGO Oxfam ihre üblichen Tiraden zur angeblich weltweit wachsenden sozialen Ungleichheit präsentierte, hat inzwischen Tradition. Die Vorstellung, dass eine Planwirtschaft, noch mehr Umverteilung und noch größere Macht für eine zentrale (Umverteilungs-)Bürokratie das Heil bringen wird, ist aus den Hirnen linker Ideologen eben nicht herauszubekommen.

Die Agenda Austria hat sich dankenswerterweise mit den kruden Thesen von OXFAM auseinandergesetzt und in einem Papier mit den Titel „OXFAM und das falsche Spiel mit der Armut“ einen kritischen Befund dazu vorgelegt (https://www.agenda-austria.at/publikationen/die-oxfam-saga/). Lesenswert!

Weit verbreitetes Elend bildet, auch wenn Sozialromantiker aller Kaliber das nicht wahrhaben wollen, den Naturzustand des Menschen und Überfluss die Ausnahme. Dass es auch heute noch zahlreiche Arme gibt, ist jedenfalls weder dem Kapitalismus noch einem zu schwachen Staatsinterventionismus geschuldet, sondern allein dem Mangel an Rechtssicherheit und Zugang zu den weltweiten Märkten.

Tatsache ist, dass zu keinem Zeitpunkt der Geschichte mehr Menschen in relativem Wohlstand lebten als dieser Tage.

Was die herrschende Klimahysterie angeht, lässt sich folgende Prognose wagen, ohne sich damit allzu weit aus dem Fenster lehnen zu müssen: Wenn die EU ihren „Green Deal“ in der geplanten Form verwirklicht, werden Desindustrialisierung und kollektiver Wohlstandsverlust die unausweichlichen Folgen sein. Wer einen von „Investitionen in grüne Technologien“ ausgehenden Wirtschaftsboom beschwört, hat vom Wesen einer Investition keine Ahnung: Investitionen sollen die Produktivität nämlich steigern, nicht verringern. (Lesen Sie dazu den hellsichtigen Kommentar des britischen Historikers Niall Ferguson: https://www.freiewelt.net/nachricht/harvard-professor-rechnet-mit-merkel-und-greta-ab-10080150/)

Wer gewaltige Mittel in die Bronzezeittechnologie des Windrades steckt, statt z. B. in fortschrittliche Brennstoffzellentechnologie oder in moderne Nukleartechnik, die nur geringe Mengen an strahlendem Abfall produziert, betreibt offensichtlich Ressourcenfehlallokation. Auf dem europäischen Festland errichtete Windräder und Solaranlagen sind – ohne Subventionen – einfach nicht rentabel zu betreiben. Das ist eine Frage der Physik. Sie sind daher auf eine dauerhafte Bezuschussung angewiesen und stiften nur ihre Betreibern Nutzen, während sie ihre unfreiwilligen Financiers lediglich mit Kosten belasten (ganz zu schweigen von der mit ihrer Errichtung verbundenen Naturzerstörung, die in Geldwert nicht auszudrücken ist).

Wer auf Elektromobilität setzt, indem er die Errichtung von Batteriefabriken mit Steuermitteln fördert und eine sündhaft teure Ladeinfrastruktur schafft – für Autos, die sich die breite Masse niemals wird leisten können (selbst elektrisch betriebene Kleinwagen kosten 30.000 Euro und mehr) – macht sich schlicht und ergreifend der Vernichtung von Volksvermögen schuldig. Batteriebetriebene Elektrokarren kennen nur eine Richtung: die in die technologische Sackgasse.

Überdies wird an das Problem der Förderung der nötigen Mengen an Rohstoffen für die Produktion von Batterien (wo sollen die Unmengen von Kobalt und Lithium denn herkommen – und zu welchem Preis?!), oder deren umweltverträgliche Entsorgung kaum gedacht. Und da die für die Fahrbatterieproduktion nötigen Rohstoffe und Schürfrechte sich zu einem guten Teil in chinesischer Hand befinden, steht der Gewinner des europiden Klimafimmels ohnehin bereits fest…

7 comments

  1. sokrates9

    Kann mir bitte wer erklären wann gesamthaft gesehen das Elektroauto CO2 – Neutral im Vergleich zum Diesel sein soll? Experten erklären dass bei ca 80.00 Kilometer bei der Produktion hier C02 Gleichheit eintritt, unter der Bedingung dass der Strom aus der Steckdose kommt und wie die EU per Gesetz festgelegt hat kein C02 somit in die Kalkulation aufgenommen werden muss. Dass rein grüner Strom aus der Steckdose kommt ist ähnlich realistisch wie diverse theoretische Abgasvorschriften der EU. Hersteller dürfen nicht trixen, bei der EU ist das Standard. Jetzt muss eine Infrastruktur für Millionen Elektrofahrzeuge begonnen von der Stromerzeugung bis zur Ladestation hergestellt werden, welche ja laut green deal Milliarden kosten wird. Da wird durch Beton und Kabelherstellung – beides größte C02 Emittenten-eine C02 Wolke entstehen die in diesem Jahrhundert sicher nicht c02 Neutralität erreichen kann.

  2. Eugen Richter

    Alles richtig und gut, fast. Aber. Schon wieder Brennstoffzellen? Da lauert auch schon der Fusionreaktor. Ach ja. Moderne Kohlekraftwerke sind der Hammer, an Effzienz hinsichtlich Energieerzeugung und Abgasen. Und die Investitionen sind gut überschaubar. Wirklich echte Konkurrenz hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Energieerzeugung und Umweltfreundlichkeit erwächst nur noch aus KKW, bzw. Besteht schon. Wenn dumme und vor allem sachlich überflüssige bürokratische Hemmnisse fallen würden, wären KKW in D noch preiswerter, als sie es jetzt schon sind. Aber den meisten Steuerzahler wird es nur richtig behaglich, wenn man Ihnen mit Weltuntergangsvoodoozeremonien das hart verdiente Vermögen enteignen kann. Man hilft dich gerne für die gute Sache.

  3. dna1

    Zitat: “…werden Desindustrialisierung und kollektiver Wohlstandsverlust die unausweichlichen Folgen sein.”
    Passt doch, ohne Reichtum gibt es dann plötzlich auch keine Armut mehr.

  4. Wolfgang Rauh

    Das Tolle ist ja, dass wir in Europa noch Jahrzehnte (und Milliarden-Investitionen) davon entfernt sind, alleine die stationären Verbraucher mit 100% elektrischem Strom aus erneuerbaren Quellen zu versorgen. Das heißt, mit sündteuren E-Autos, Ladestationen und verstärkten Stromleitungen, Umspannwerken etc., die dann auch noch notwendig sind, wird noch jahrzehntelang kein einziges Gramm CO2 eingespart. Wenn’s dann schließlich so weit ist, dass die stationären Verbraucher noch erneuerbare Energie für E-Autos übriglassen (2050 oder so?), kann oder will sich Dank Deindustrialisierung vielleicht ohnehin niemand mehr diese Vehikel leisten.

  5. Falke

    Eine Konferenz, auf der die Delegierten einem von der Umwelt-Mafia missbrauchten behinderten hysterischen Kind andächtig lauschen, hat ohnedies jeglichen Anspruch von Seriosität verloren. Überdies nehme ich wohl an, dass die Teilnehmer durchwegs zu Fuß oder per Fahrrad nach Davos gekommen sind. Oder etwa doch nicht?

  6. Johannes

    Ich verstehe nicht warum es immer noch Leute gibt die glauben der Individualverkehr, wie wir in jetzt kennen, würde, nachdem der letzte Verbrennungsmotor eingestampft ist, möglich sein.

    Wer das glaubt ist ein Träumer, natürlich wird es dann auch nur eine sehr geringe Zahl an Automobilen geben.
    Automobile werden einer Elite vorbehalten sein.
    Der Rest der Bevölkerung wird gezwungen werden öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
    Das geht gar nicht anders, niemals kann diese Menge Strom erzeugt werden die gebraucht würde, auch die Rohstoffe für Elektromotoren und Batterien sind wesentlich begrenzter als Erdöl.
    Es wird ja zum Teil auch von den Gegner von Kraftfahrzeugen und Verkehr kein Hehl daraus gemacht das die Einschränkung des Individualverkehr, nach dem Ende der Verbrennungsmotoren, dass nächste große Ziel sei.

  7. astuga

    Ganz amüsant, australische Nachrichtensendung über Trump und Davos.
    Wäre doch der ORF so…

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