Die Gier der Luxusrentner

“….Nationalbank-Pensionisten kämpfen vor Gericht um ihre Privilegien. Die “Format” exklusiv vorliegende Klagsschrift liefert Zündstoff für die Pensionsdebatte. Die zehn Spitzenpensionisten der Nationalbank erhalten jährlich gemeinsam eine Pension von über 3,2 Millionen…” (hier)

4 comments

  1. Thomas Holzer

    Noch ärger und (ausnahmsweise erlaube ich mir, dieses Wort zu verwenden) ungerechter finde ich die Zusatzpensionen von AK, WK et al. Mitarbeitern.
    Man kann ja den Pensionen der Nationalbanker wie auch immer gegenüber stehen, aber immerhin werden diese nicht (sic!) durch Zwangsmitgliedsbeiträge der Zwangsmitglieder mitfinanziert.
    Auch wenn jetzt eingeworfen wird, daß ja die Nationalbank auch alle Österreichern gehöre, muß man festhalten, daß diese -auf welche Art auch immer- Gewinne erwirtschaftet, und diese Gewinne großteils im Budget versickern. AK, WK et al. würden ohne Zwangsmitgliedschaften überhaupt nicht in der Lage sein, Gelder für die Zusatzpensionen zurückzulegen.

  2. Herr Karl jun.

    Strukurell gibt es keinen Unterschied: Sowohl die Nationalbank als auch die Kammern beziehen ihre Einnahmen auf der Basis von privilegierten Rechtsstellungen, die überwuzelte Relikte eines Obkrigkeitsstaates sind. Kein halbwegs vernünftiger Mensch würde freiwillig für deren gebotenen
    “Leistungen” freiwillig zu deren Selbstkosten kontrahieren. Ohne dieser exklusiven Position würden sie rasch verschwinden oder auf ein erträgliches Maß schrumpfen.

    Die volkswirtschaftliche Abteilung derselben Nationalbank hat übrigens eine “Vermögensstudie” verfasst, in der im Gegensatz zu den OECD-Regeln die gesetzlich verbrieften Pensionsansprüche nicht als “Vermögenswerte” betrachtet werden. So wurden jedenfalls die Herren Walla und Kienzl und
    Genossen, die jetzt das Wort “solidarisch” durch häufigen Gebrauch endgültig entwerten,
    volkswirtschaftlich-statistisch zu “armen Schlucker”.

  3. Thomas F.

    @Thomas Holzer
    Die Nationalbank erwirtschaftet überhaupt nichts. Geld drucken und auf ewig verleihen kann jeder. Natürlich lassen sich da Erträge darstellen.
    Und seit es die EZB gibt, ist die Entscheidungsbefugnis der OeNB praktisch Null. Novotny fährt regelmäßg nach Frankfurt zum Abnicken (anstatt sich dem Wahnsinn wenigstens wortgewaltig entgegenzustemmen).
    Es sollten auch die vor den Vorhang gezerrt werden, die den Privillegienrittern diese Verträge eingräumt haben. Schließlich gehören für einen Vertrag immer zwei Parteien.

  4. Thomas Holzer

    @Thomas F.
    Das ist mir schon alles bewußt! Und Sie haben natürlich auch recht, wenn Sie schreiben, daß zu Verträgen immer 2 gehören. Und momentan leben wir halt unter einem “fiat money” Regime; nicht alles läßt sich von einem Tag auf den anderen ändern.
    Nichts desto Trotz finde ich die “veröffentlichte” Aufgeregtheit über diese Pensionen doch etwas übertrieben, bedenkend, daß AK, WK und andere Zwangsvereine (fast) gar nicht thematisiert werden.

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