Die große Vermögenszerstörung

“….Staatsausgaben für Wohlfahrtsprogramme und Militärinterventionen haben in der westlichen Welt steigende Staatsverschuldung und Haushaltsdefizite verursacht. Diese Schulden werden wohl niemals real zurückgezahlt werden können….” (hier)

12 comments

  1. Reinhard

    “Das gegenwärtige Papiervermögen ist gedeckt durch eine Menge heißer Luft.”
    Das wissen wir. Das wissen auch die, die uns in diesem System gefesselt halten. Das sieht man an dem leichtfertigen Herumschmeißen mit mittlerweile Billionen – es ist ja egal, ob eine nicht vorhandene Milliarde oder eine nicht vorhandene Billion aus dem fenster schmeißt. Null Milliarden besitzen den gleiche wert wie Null Billionen…
    Aber die Masse will es nicht wissen. Sie wollen nicht begreifen, dass alles bisher Ersparte bereits wertlos weil schlicht und ergreifend nicht mehr vorhanden ist. Die ganze Finanzwirtschaft ist ein einziges potemkinsches Dorf, in dem mit Papierausdrucken vorgegaukelt wird, es wäre etwas da, wo gar nichts ist außer andere wertlose Papierausdrucke – auf den Bank- und Versicherungskonten.

  2. FDominicus

    @Reinhard. Darum eben Fiat-Währungen. Noch wird geglaubt, man hätte etwas, wenn man diese Verrechnungseinheiten hat. Und noch kann sich jeder in D für EUR alles kaufen, was er noch will und noch können sich die Systemlieblinge auf Kosten der Systemerhalter Vorteile verschaffen.

    Ich habe mich mal so geäussert. Je größer das Verbrechen umso weniger glauben es. Sie sind sich über da Verbrechen klar, ich bin es mir seit viel zu langer Zeit und trotzdem. Es gibt kein Entrinnen. Die Berechnung in diesen Einheiten ist zwingend notwendig. Und nein auch die Kontoausdrücke die man so hat. Stellen real immer noch etwas dar und daher macht es schon noch einen Unterschied ob man mit Tausenden, Millionen, Milliarden oder Billionen rechnet. Haben Sie eine Milliarde auf dem Konto können Sie sich immer noch sehr viel kaufen.

    Und legt der Staat eine neue Milliardenanleihe auf, kann er für das eingenommene Geld jede Menge “realer Dinger” nachfragen. Es wird uns ja auch immer wieder “erklärt”, das muß so sein, wenn denn die Nachfrage “schwächelt”. Solange immer noch die Anleihen gekauft werden und auch so getan wird, als würde das Geld irgendwann man zurückgezahlt, solange wird gar nichts passieren.

    Das Problem fängt genau dann wennn man Milliarden braucht ein Brot zu kaufen und Billionen für eine neue Wohnzimmer einrichtung und Billiarden für andere Güter. (Das Angebot wird bis dahin aber wohl schon “verschwunden” sein).

  3. Reinhard

    @FDominicus
    Den 4. Punkt hat dieser Schmierfink vergessen: Neben den Banken gleich die gesamte Wirtschaft verstaatlichen, dann braucht niemand mehr Kredite. Im Idealfall gehen die Leute für Null Geld hakeln, bekommen leistungsfrei Bezugsscheine (mit Einlösedatum, versteht sich) für Grundnahrungsmittel, gegen Arbeit für andere Konsumgüter und besonders fleißige Mitarbeiter einen Packen Kaffee oder die Erlaubnis, sich ein neues TV-Gerät zu bestellen.
    Nastrovje, Towarischtsch!

  4. Christian Peter

    Eine temporäre Verstaatlichung und Zerschlagung von Banken würde durchaus Sinn machen, um das Finanzsystem zu stabilisieren (besser als der Rettungsschirm – Sozialismus). Statt an den Symptomen herumzudoktern (wie es Münchau vorschlägt) wäre es jedoch sinnvoller, die Mängel des heutigen Geldsystems zu beseitigen : man sollte den Banken das Privileg der Geldschöpfung entziehen, um zu einem “Vollreserve – Banksystem” zu gelangen.

  5. gms

    Kommissar Pjotr,

    “man sollte den Banken das Privileg der Geldschöpfung entziehen”

    – eine Vorgangsweise, auf die sich auch Hitler und Stalin hätten einigen können. Brav gebellt, Pjotr, brav!

  6. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Verzeihung, aber jedes Mal, wenn der Staat eingreift, um irgendetwas zu stabilisieren, ist alles das, was die Politik stabilisieren wollte, nach den “Stabilisierungsmaßnahmen” der Politiker wesentlich instabiler als vor dem Eingreifen der Politik, insbesondere in wirtschaftlichen Belangen.

  7. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Nachtrag!
    “temporäre” Interventionen von Politikern haben sich im Nachhinein immer als permanente Interventionen dargestellt.
    Außer der Prohibition wurde, meines bescheidenen Wissens nach, nie ein “demokratisch” legitimiertes Verbot, eine “demokratisch” legitimierte Steuer, je aufgehoben.

  8. FDominicus

    @Christian Peter.
    Temporär den Markt “machen” lassen wäre klüger und erfolgreicher. Sie wollen tatsächlich denjenigen noch mehr Macht geben, die den ganzen Karren in den Dreck gesetzt haben. Finden Sie nicht, dies ist ziemlich widersinnig?

    Der Staat kann nur eines destruktiv zerstören, kann der Markt auch nur läuft das eher in die Richtung konstruktives zerstören….. Der Markt ist ein Vielzahl von individuellen Entscheidungen, greift der Staat ein und irrt sich (was wahrscheinlich ist) sind die Auswirkungen viel fataler. Bis zu einer bestimmten Grenze können Sie kleine Kratzer wegstecken, wird Ihnen der Kopf abgeschlagen können Sie das mit dem “wegstecken” vergessen. Und so ist es mit der Übermacht von Staaten, daraus kann nichts Gutes werden.

    Es wäre uns alleine schon damit gedient, wenn die Staaten derzeit nicht noch mehr Rettungen auf den Weg brächten, das Ergebnis steht doch vorher schon fest, der völlige Kollaps.

  9. Christian Peter

    @thomas holzer
    @fdominicus

    Staatliche Eingriffe sind erforderlich, um Marktwirtschaft wiederherzustellen, denn mit der Banken – Rettungspolitik haben wir uns weit von marktwirtschaftlichen Prinzipien entfernt.

  10. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Soweit ich mich entsinnen kann, ist die sog. “Bankenrettung” durch staatliche Eingriffe erfolgt.
    Ihr staatliches Eingreifkonzept erinnert mich an das Agieren der Zentralbanken; weil’s nicht funktioniert, more of the same; sprich noch mehr Geld drucken.

    Staatliche Eingriffe haben noch nie Marktwirtschaft (wieder)hergestellt, sondern immer nur eingeschränkt!

  11. gms

    Pjotr,

    “Staatliche Eingriffe sind erforderlich”

    Im linken Kosmos roter, grüner und brauner Provenienz ist stimmig, wonach ein Staatsversagen umgehend ein anschließendes Staatsversagen rechtfertigt. Dieser Glaube an die segensreiche Wirkung des Irrtumsmonopolisten ist weder neu noch originell, bemerkenswert ist er allenfalls dann, wenn sich dieser Glaube ausgerechnet auf ein Terrain bezieht, auf dem der Staat seit nunmehr einem Jahrhundert eine durchgängige Spur der Verwüstung zieht.

    Aber abseits sozialistischer mentaler Verseuchtheit läßt sich trocken festhalten: Entweder kann ein Unternehmen im Markt bestehen, oder es kann dies nicht. Die einzig zulässige Funktion des Staates hierbei ist die des Konkursrichters.

    Bleibt einmal mehr die x-te Richtigstellung zu Ihrem dummen und wiederholten Sager: “man sollte den Banken das Privileg der Geldschöpfung entziehen”:

    Einzig und allein Zentralbanken schöpfen Geld im herkömmlichen Sinn, und sonst niemand! Auf die Abschaffung von Zentralbanken jedoch können wir uns sofort einigen.
    Privatbanken verbriefen Forderungen, für die sie letzten Endes geradestehen sprich haften müssen, sofern der Täterververbund aus Staat und Zentralbank nichts Gegenteiliges befundet.
    Flankierend generieren im wahrsten Sinne des Wortes Private Geld – siehe etwa Bitcoin oder sonstige Vereinigungen, die ihren Mitgliedern für Güter oder Leistungen bunte Zettel überlassen, die wiederum als Tauschobjekt für andere Güter oder Dienstleistungen akzeptiert werden.

    Statt zunehmender Verstaatlichung des Geldes ist das exakte Gegenteil notwendig, denn nur wer das Prinzip des Geldes nicht versteht oder aus ideologischen Gründen nicht verstehen will, ruft hierbei nach Pappa Staat. In einer liberalen Welt hat der Staat in Geldsachen ebenso wenig zu melden, wie hinsichtlich Beilagscheiben oder Wurstsemmeln. Wer Geld als solches bezeichnet und in Umlauf bringt, geht den Staat ebenso wenig an wie die Frage, wer dieses Geld akzeptiert oder nicht.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .